Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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15.Januar2010

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LiLi #15, Januar 2010

15.Januar2010

Die Linke Liste stellt sich vor

Unserem Engagement liegt eine grundsätzliche Herrschaftskritik zugrunde; wir mischen uns überall dort ein, wo soziale Unterdrückung und Ungleichheit vorliegen. Weil das Studium mehr bedeutet als bloßes Auswendiglernen und Wissenschaft mehr ist als das, was das Vorlesungsverzeichnis hergibt, organisierten ReferentInnen der Linken Liste auch in diesem Jahr wieder über den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) kritische Vortragsreihen zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen. Durch das Engagement unserer ReferentInnen im AStA-Referat für kritische Wissenschaften hattet ihr das ganze Jahr über die Möglichkeit, im Rahmen der Reihen „CRITIX“ und „COUNTER CURRICULUM“ Vorträge zu hören, die sich in kritischer Absicht mit gesellschaftlichen Sphären wie Ökonomie, Politik Religion und Kultur beschäftigten. Außerdem unterstützten unsere ReferentInnen, die für die Linke Liste im Referat für Grund- und Freiheitsrechte aktiv sind, die Vortragsreihe „Geschlecht und Gesellschaft“.

Gegen alle bösen -ismen!

Die Linke Liste tritt ohne Wenn und Aber für das allgemeinpolitische Mandat der Studierendenvertretung ein. Da Universitäten nicht im luftleeren Raum existieren, sondern in die Gesellschaft eingebunden sind, ist es wichtig, dass der AStA auch politische Bildungsarbeit leistet sowie kulturelle und politische Initiativen und Projekte unterstützt. Ob Aufmärsche von Neonazis in Bochum, die Einrichtung „national befreiter“ Zonen in Dortmund oder extrem rechte Propaganda an der Uni – wir stehen dafür ein, dass solche Entwicklungen auch vom AStA nicht unkommentiert hingenommen werden. Seit Jahren sind wir in überregionalen antifaschistischen Plena organisiert und unterstützen Aktionen gegen Nazis in Bochum und anderen Städten. Zudem haben wir uns in den beiden letzten Jahren maßgeblich an den NRW-weiten Antifa-Camps in Oberhausen beteiligt.

Rot-Grün-Schwarz-Gelbe Reformen

Die unsinnigen Reformen, die seit dem Bologna-Prozess und dem Hochschul“freiheits“gesetz das Leben der Studierendenschaft (und auch das unserer DozentInnen) schwer machen, stehen ebenfalls im Fokus unseres kritischen Engagements. Die M.A.s sind, entgegen vorherigen Versprechen von Landesregierung und Uni-Leitung, zumeist zulassungsbeschränkt. Die Verschulung des Studiums verunmöglicht individuelle Schwerpunktwahl. Mangelnde Flexibilität und zunehmender Einheitsbrei in der Lehre sind an der Universität längst Usus und eine Wissenschaft in kritischer Absicht wird mehr und mehr an den Rand gedrängt. Das schwarz-gelbe „Hochschulfreiheitsgesetz“ läutet Änderungen ein, die die Universitäten in kleine Kapitalgesellschaften transformieren, die auf dem Markt gegeneinander konkurrieren. Zudem wird eine Wissenschaft, die ihre finanziellen Mittel zunehmend von kapitalträchtigen Unternehmen beziehen soll, stark in ihrer Forschungsautonomie eingeschränkt.

Studentisches Engagement

Eine Hochschule, wie wir sie uns wünschen, beinhaltet gut strukturierte, freie Studienangebote, in denen auch gesellschaftskritische Standpunkte nicht zu kurz kommen. Außerdem darf das Studiumsreglement nicht weiter durch Studiengebühren, NCs etc. einem Großteil der Studierenden den Weg in Richtung „wissenschaftlich anerkannter Abschluss“ versperren. Wir wollen eine Uni ohne Naziparolen und eine Wissenschaft, die in der Lage ist, auch gesellschaftliche Missstände zu kritisieren. Obwohl diese Forderungen auf den ersten Blick Selbstverständlichkeiten sind, gibt es keine Hochschulgruppe, die diese Ziele so konsequent einfordert wie die Linke Liste. Deshalb: Gebt eure Stimmen bei den Wahlen zum Studierendenparlament (zwischen dem 18. und 22. Januar 2010) einem/er der 120 KandidatInnen der LiLi! Schon Pablo Picasso hat gesagt: „Ich suche nicht, ich finde“. Auch wir suchen nicht - und finden euch!


15.Januar2010

Bildungsstreik ...

Die Köpfe rauchen, die Uni brennt!?

Fragen über Fragen ...

Neben Inhalt und Art der Forderungen sind auch ihre Adressaten und die Ziele der Proteste vielfältig: Geht es darum, den Staat als Schutz vor den Interessen der Wirtschaft ins Feld zu führen, oder soll die Sache selbst in die Hand genommen werden? Geht es nur darum, die eigene Ausbildung angenehmer zu machen oder soll die Organisation der Lehre grundsätzlich in Frage gestellt werden? Reicht es, eine Erhöhung des BAföG zu fordern oder wären auch die Hartz IV-Regelsätze auf ein menschenwürdiges Niveau zu bringen? Ist Bildung nicht schon längst eine Ware, wenn sich ihre Produktion „bestreiken“ lässt, oder steht „education is not for sale“ weiterhin im Mittelpunkt? Sind pragmatische Ansätze auf der Tagesordnung oder wagt man sich gedanklich schon ans große Ganze? Sind die eigenen Forderungen im Rahmen einer kapitalistischen Gesellschaft überhaupt erfüllbar oder sollte man sich auf die Suche nach einer besseren Alternative machen?

Kapitalimuskritik vs. Anwesenheitspflicht?

Die Unzufriedenheit nahm unterschiedliche Formen an: In den Fällen, in denen sich die zentrale Forderung auf eine „Mehr Geld für die Uni“ reduzieren ließ, fiel die Resonanz in den Uni-Verwaltungen durchweg positiv aus. Auf manchen Vollversammlungen wie z. B. in Tübingen wurde ausdrücklich gefordert, Themen, die nicht direkt die Bildung betreffen, außen vor zu lassen. Die „Projektgruppe Bildungsstreik 2009“, die die Proteste initiierte, formulierte in ihren übergeordneten Forderungen, dass „Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitik“ analysiert werden müssen.

Rückschläge und Lichtblicke

Die Heterogenität der einzelnen Individuen und Basisgruppen, die in der Bildungsstreikbewegung aktiv sind, macht ein allgemeines Urteil über sie unmöglich. Als Zwischenbilanz kann dennoch positiv festgehalten werden, dass der Anspruch, alle Organisationsstrukturen nach Maßgabe basisdemokratischer Grundsätze auszurichten, bislang größtenteils umgesetzt wurde. Gleichwohl springen die Schwierigkeiten, die jede Basisdemokratie bewältigen muss, auch im Falle des Bildungsstreiks dann und wann ins Auge: Da Basisdemokratie autoritäre Entscheidungsprozesse „von oben nach unten“ strikt ausschließt, fehlt die Möglichkeit, wenig sinnvolle Aktivitäten, die einzelne in einer politischen Gruppe ausüben, durch ein resolutes Machtwort „von oben“ zu verhindern. Im Zuge des Bildungsstreikprotests kam es beispielsweise immer wieder zu – teils geringen, teils erheblichen – Sachbeschädigungen (als Beispiel wäre hier die Verwüstung der Mensa der Frankfurter Goethe-Universität zu nennen). Das Recht der StudentInnen, universitäre Räumlichkeiten eigenständig zu verwalten – insbesondere gegen die unternehmerischen Profitinteressen der jeweiligen Uni-Rektorate – soll damit jedoch nicht angezweifelt werden. Im Falle der BesetzerInnen in Bochum kann zudem positiv vermerkt werden, dass Sensibilität für einen antirassistischen und antisexistischen Umgang miteinander entwickelt wurde.

Bildung im kapitalistischen Normalvollzug

Die Linke Liste steht hinter dem Anliegen der Studierenden nach einer Verbesserung der Bildung. Auch wir sind der Ansicht, dass der Forderungskatalog der Vollversammlungen an der RUB eine sinnvolle Kritik an den aktuellen Zuständen beinhaltet. Die Abschaffung der Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen des Studiums, die Einführung eines existenzsichernden Tarifvertrages für studentisch Beschäftigte und die ausschließlich öffentliche Finanzierung des gesamten Bildungssystems sind berechtigte ökonomische Änderungen, die das Leben des Einzelnen entscheidend verbessern können. Zudem sind sie – den entsprechenden politischen Willen vorausgesetzt – auch unter kapitalistischen Zuständen realisierbar. Wird die Forderung nach einem selbstbestimmten Lernen und Leben auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Seins übertragen, wird deutlich, dass sie dem kapitalistischen Normal-Prozess grundsätzlich widerspricht. Daher ist es wichtig, die Kritik der kapitalistischen Gesellschaft nicht nur auf den Bildungssektor zu beschränken. „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ (Theodor W. Adorno)

Ein vorläufiges Fazit?

Abschließend lässt sich also sagen, dass der Bildungsstreik inhaltlich mindestens zwei verschiedene Gesichter hat: Sowohl die „Detail-Verbesserungen“, die den studentischen Alltag angenehmer und weniger teuer machen als auch der Blick aufs große Ganze, der sich bewusst macht, dass eine wirklich selbstbestimmte Bildung im Kapitalismus nicht machbar ist, sind in den Katalogen vertreten. Berechtigt, wie beide Seiten sind, sollten sie dennoch, zumindest in der Praxis, voneinander unterschieden werden: Weder ist es sinnvoll anzunehmen, dass eine Aufhebung der Studiengebühren den Weg in eine bessere Gesellschaft darstellt, noch wäre eine rein öffentlich finanzierte Bildung sicher vor den Interessen der Wirtschaft. Es bleibt die strategische Debatte, welche Forderungen in der aktuellen Lage sinnvoll sind und welches Ziel der Bildungsstreik anvisieren will. Die Linke Liste hofft, einen kleinen Teil zu dieser Diskussion beitragen zu können. Wir werden uns auch im kommenden Jahr an allen Aktionen beteiligen, welche die Situation der Studierenden, im Kleinen wie im Großen, verbessern können.


15.Januar2010

Gegen Politically Incorrect

Ein Weblog kämpft gegen „Musel-Abschaum“

Tacheles reden?

Längst nimmt die hiesige „Islamkritik“ kein Blatt mehr vor den Mund. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht die angeblich höhere Kriminalitätsbereitschaft von MigrantInnen, die kulturelle Minderwertigkeit der islamischen Religion und die Urban Legend von der „Deutschenfeindlichkeit“. Auch wenn sich PI auf Fakten bezieht, werden diese hysterisch und verkürzt interpretiert. Bundesdeutsche InternetuserInnen danken für solch offene Worte – mit 30.000 bis 50.000 Zugriffen täglich.

Stereotypie

Das Programm von PI ist einfach gestrickt: Es werden Meldungen aus Online-Magazinen, Weblogs und anderen Medien gesammelt und nach Beiträgen zum Islam abgegrast. Besonders beliebt sind Artikel, die „nachweisen“, dass islamischer Glaube in Deutschland zu juristischen oder moralischen Sonderrechten führt. Entsprechende Ereignisse werden mit sarkastischen Beiträgen und suggestiven Bildern hervorgehoben. Mit Genuss wird zugleich auf rechtliche und soziale Sanktionen gegen MuslimInnen verwiesen.

Wir sind die Opfer

In den Beitrags- und Kommentarspalten gehört es zum guten Ton, diese Sanktionen in der Defensive zu deuten. Wer in Deutschland bloß ein falsches Wort über den Islam verliere, gerate ins Kreuzfeuer der Öffentlichkeit. Unterstellt wird ein verbreitetes „Bestreben, Islamkritik zu kriminalisieren und zu verbieten“. Insbesondere die KommentatorInnen reden sich hierzu regelmäßig in Rage.

Echte Verbündete

Dieser eigentümlichen „Islamkritik“ geht es nicht um Unterstützung der demokratischen Bewegungen in den betreffenden Ländern wie etwa im Iran; vielmehr soll „Fortress Europe“ vor einer Masseneinwanderung behütet werden, die die christlich-abendländische Kultur bedrohe. Die Tatsache, dass Abertausende alltäglich Bekanntschaft mit islamistischen Rackets machen, ist für diese „KritikerInnen“ nur ein Anlass für rassistische Hetze: „Die sind halt so – aber bitte nicht in Europa!“ Damit erweist sich die reaktionäre Islamkritik als bester Bundesgenosse des politischen Islam.

Hear no evil, see no evil

Auch die Moderation sieht sich keinesfalls zum Eingriff genötigt, wenn die Leserschaft z. B. die „muslimische Dreckskultur“ verdammt oder wütende Abstrafungsaktionen gegen den „Musel-Abschaum“ einfordert. In ihrem Weltbild ist es kein Widerspruch, sich selbst als letzte Bastion gegen einen aufkeimenden „islamischen Faschismus“ zu begreifen und im selben Atemzug rechtsradikale Beiträge zu hofieren. Die Antworten auf die „demographische Bedrohung“ bedienen die Propagandabedürfnisse des bundesdeutschen Rassismus. Die Rufe nach Abschiebung, Arbeitslager und Prügelstrafe sind mittlerweile Common Sense in den Kommentarspalten.

„Jung und frei“

Nicht von ungefähr besteht auch eine direkte Zusammenarbeit mit der politischen Rechten. PI-Gründer Stefan Herre ließ sich mehrfach von der „Jungen Freiheit“ interviewen. Auch während der Versuche der rechtsnationalen „Pro-NRW“, in Köln eine antiislamische Kongressveranstaltung durchzuführen, leistete PI ideologische Rückendeckung. Die enge Verknüpfung zwischen PIund „bürgernahen“ PopulistInnen ist offensichtlich. Die Schreiberlinge geben sich bedeckt. Herre betonte mehrfach, als Gründer des Portals sei er keineswegs identisch mit dessen BetreiberInnen.

Simply incorrect

PI ist zu einem der führenden Medien für rechte und rassistische „KritikerInnen“ des Islam geworden. Sie hat weder mit „demokratischer Meinungsbildung“ noch mit herrschaftskritischer Religionsanalyse etwas gemeinsam: Kommentare mit blasphemischen Inhalten sind sogar offiziell untersagt. Die AutorInnen fügen lediglich Versatzstücke aus dem Tagesgeschehen zusammen, um Stimmung zu machen. Relevante Aspekte, die den politischen Islam betreffen, werden ignoriert. Es konstituiert sich eine breite politische Lobby, die rassistische Vorurteile verbreitet.

Jenseits des Rassismus

Statt eine emanzipatorische Kritik am Islam zu formuliert, wird auf PI nur wahnhaft gegen den „Musel-Abschaum“ gehetzt. Seine Erscheinungen wie die Hassreden von Ajatollah Chomeini und die drohenden Auftritte von Machmud Achmadinedschad, die Programme der Hamas, der Hisbollah und der Muslimbruderschaft, die Videobotscha ften der SelbstmordattentäterInnen, die Steinigung von Frauen und das Aufhängen von Homosexuellen sind kein Gegenstand einer gesellscha ftskritischen Analyse. Würde eine solche auch nur angestoßen, müsste PI sich selbst in Luft auflösen.


15.Januar2010

Intersektionalität

Ein Forschungsprogramm wird vorgestellt

Anfang der 90er Jahre sorgte Judith Butler mit ihrer These des performativen Geschlechts in ihrem Buch „Gendertrouble“ für reichlich Diskussionsstoff innerhalb der Frauen- und Geschlechterforschung. Die Frau – also die Grundlage feministischer Forschung – wurde als theoretisches und politisches Subjekt radikal in Frage gestellt. Statt über das gesellschaftliche Herrschaftsverhältnis des Patriarchats hinauszuweisen, würde durch den Bezug auf das weibliche Geschlecht die Zweigeschlechtlichkeit und, damit einhergehend, die heterosexuelle Norm reproduziert und weiter als Herrschaftsverhältnis manifestiert. Während ein Teil der FeministInnen Butlers Ansatz als Befreiung des Denkens ansahen, war es für andere, als würde der feministischen Forschung der Boden unter den Füßen weggezogen. Für wen und mit wem sollte man Politik und Theoriearbeit betreiben, wenn es gar keine Frauen (mehr) gibt? Die Diskussionen waren so heftig, so dass einige WissenschaftlerInnen zu dem Schluss kamen, dass sich im wissenschaftlichen Diskurs über Frauen einige Positionen so antithetisch verhalten, dass sie unter keinen Umständen miteinander vermittelbar sind. Mittlerweile haben sich die Wogen etwas geglättet, nicht zuletzt wegen des sogenannten intersektionalen Ansatzes, der seit einigen Jahren auch in Deutschland vermehrt Anklang findet. Doch was ist dran an einer Theorie der Intersektionalität? Was wird darunter verstanden und was ist das Neue? Der intersektionale Ansatz geht davon aus, dass es notwendig ist, sich bei der Untersuchung von Ungleichheit nicht nur auf eine Kategorie (zum Beispiel Geschlecht) zu beziehen, sondern mehrere Kategorien gemeinsam zu betrachten, da die Ursachen von Ungleichheit und Unterdrückung nicht auf einen Faktor zu reduzieren sind und ihre Wechselwirkung betrachtet werden müssen. Zudem ist es offensichtlich, dass die Ursachen nicht problemlos aufgerechnet werden können, sondern dass sie ineinander verwoben sind und sich eben nicht nur gegenseitig verstärken, sondern auch abschwächen und verändern können. Frauen werden beispielsweise nicht stets aus den gleichen Gründen und auf die gleiche Weise ungleich behandelt, es gibt immer mehrere Gründe für eine unterschiedliche Behandlung, deren Zusammenhang betrachtet werden muss. So ist beispielsweise naheliegend, dass Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland oft mit anderen Benachteiligungen zu kämpfen haben als Frauen, die „einfach nur“ Frauen sind. Andersherum sind Männer nicht zwangsläufig gesellschaftliche Gewinner, einfach weil sie „Männer“ sind. Sie können ebenso von erheblichen Benachteiligungen betroffen sein – etwa wenn sie von Hartz IV leben müssen! Der intersektionale Ansatz bietet die Möglichkeit, das Zusammenwirken unterschiedlicher Kategorien zu beobachten und zu analysieren, um so dabei zu helfen, eine (politische) Praxis und die Zusammenarbeit einzelner bei einer Kategorie ansetzender Gruppen zu ermöglichen. Es drängt sich dabei jedoch die Frage auf, warum trotz emanzipatorischer Forderungen nach Auflösung von Kategorien (wie bei Butler) weiter eben diese Kategorien genutzt werden. Als Antwort kann auf die Prägekraft sozialer Strukturen verwiesen werden. Zwar ist es wichtig, sich gegen Kategorien als „natürliches Ordnungsmittel“ abzugrenzen, allerdings ist ihre soziale Wirkungsmacht nicht zu unterschätzen. Es ist leider nicht zu leugnen, dass die Annahme prinzipieller Unterschiede auf Grund von Herkunft, Geschlecht o. ä. weiterhin weit verbreitet ist und strukturell nachteilige Ungleichbehandlungen hervorruft. Trotz ihrer Unbeweglichkeit können Kategorien dabei helfen, die Wirklichkeit zu erfassen und (vereinfacht) zu beschreiben. Um zu dieser Diskussion weiter beizutragen, sind auch für das Sommersemester Veranstaltungen geplant und im Dezember wird es zu einer weiteren Vortragsreihe kommen.


15.Januar2010

Für eine iranische Revolution

gegen die iranische Revolution

Das Mullahregime reagiert auf den massenhaften Protest seiner Gegner extrem brutal, Sicherheitskräfte gehen mit Schlagstöcken und Schusswaffen gegen die DemonstrantInnen vor. Aber nicht nur gegen große Teile der eigenen Bevölkerung führt das Mullahregime Krieg, auch bellizistische Drohungen gegen westliche Staaten, insbesondere gegen Israel, sind an der Tagesordnung. Was aber ist das für ein Regime, das sich nach innen wie außen so viele Feinde macht?

Die iranische Revolution gegen das eigene Volk

Im Jahr 1979 stürzte die iranische Revolution die Herrschaft des Schahs Mohammad Reza Pahlavi. Dieser hatte im Iran mit autoritären Mitteln eine stark am „Westen“ orientierte Kultur durchgesetzt, die den Menschen zwar keine demokratisch-bürgerlichen Rechte im vollen Sinne zugestand, aber zugleich die Fesseln religiöser Traditionen sukzessive sprengte. Der gestürzten Schahdiktatur folgte nun die Diktatur der Mullahs. Schnell gerieten diese in Konflikt mit den iranischen KommunistInnen. In einer Art „Zweckbündnis“ hatten letztere vor der Revolution noch gemeinsam mit den IslamistInnen den Schah bekämpft, nach der Revolution waren sie dann der brutalen Verfolgung durch die ehemaligen Bündnispartner ausgesetzt. Linke Oppositionelle wurden so vehement bekämpft, dass nahezu alle von ihnen innerhalb kürzester Zeit ins politische Exil fliehen mussten. Die aktuelle Widerstandsbewegung in Iran wird deshalb kaum von linken Kräften initiiert und vorangetrieben. Überhaupt spielen für einen großen Teil der protestierenden DemonstrantInnen dezidiert politische Überzeugungen nur eine eher untergeordnete Rolle. Hinter der Forderung nach echter Demokratie und freien Wahlen steht insbesondere auch die Forderung nach dem, was in laizistischen Gesellschaften scheinbar selbstverständlich möglich ist: nämlich frei von religiös-sittlichen Bevormundungen halbwegs individuelle Lebenskonzepte zu entwerfen und zu verwirklichen, was eben auch profane Dinge beinhaltet, wie z. B. abends mit FreundInnen mal ein kühles Bier zu trinken oder in einer Diskothek bis in die Morgenstunden zu tanzen und zu feiern. Weniger die Politik als vielmehr das Bedürfnis nach sinnlichem Genuss lässt die DemonstrantInnen zu „Feinden Gottes“ avancieren. Einem weiteren großen Teil der Protestbewegung geht es ohnehin nur um graduelle Aspekte: Die Grundfeste des iranischen Schariasystems werden von diesen DemonstrantInnen nicht in Frage gestellt, Ziel ist lediglich eine etwas „entschärfte“ Form der totalen Gottesherrschaft. Insgesamt gilt es aber festzuhalten, dass es trotz dieser Punkte sicherlich falsch wäre, der Widerstandsbewegung die Solidarität zu verweigern.

Der militärische Amoklauf der Mullahs

Dem Krieg, den die Mullahs gegen die eigene Bevölkerung führen, korrespondieren die aggressiven Drohgebärden gegenüber westlichen Gesellschaften im Allgemeinen und Israel im Besonderen. Für das Regime sind nicht nur die vielen DemonstrantInnen im eigenen Land Feinde Gottes, sondern auch jene Gesellschaften, die die Religion bereits in ihre Schranken bzw. - wie es in liberalen Gesellschaften der Fall ist - in die Privatsphäre verwiesen haben. Eine Gesellschaft, in der es formell jedem Menschen frei steht, welcher Religion er seinen Glauben schenken will oder ob er überhaupt gläubig sein mag, erscheint den iranischen Mullahs und ihren GesinnungsgenossInnen als ein einziges dekadentes Freudenhaus, in dem jedes Individuum frei und ungezügelt seinen sinnlichen Bedürfnis folgen würde. Dass dies mit der Beschaffenheit bürgerlich-kapitalistischer Gesellschaften nichts zu tun hat, spielt dabei keine Rolle, in der Wahrnehmung der IslamistInnen spiegelt sich wider, was sie selbst in die „westliche Welt“ hineinprojizieren. Zwar ist unbestritten, dass bürgerlich-demokratische Gesellschaften, die sozial gespalten und zerrissen sind, selbstverständlich auch einer konsequenten Kritik unterzogen werden müssen, aber die IslamistInnen zeigen allenfalls auf, wie schnell das Ziel einer emanzipatorischen Kritik verfehlt werden und in Barbarei umschlagen kann.

Was tun?

Fakt ist, dass das Mullahregime mit unbedingter Notwendigkeit zum Sturz gebracht werden muss - im besten Falle von den oppositionellen IranerInnen selbst. Die Linke Liste hat sich daher im AStA für eine konsequente Unterstützung progressiver exiliranischer Kräfte an der Ruhr Uni eingesetzt. In einem weiteren AStA-Jahr wollen wir diese Zusammenarbeit weiter ausbauen.


15.Januar2010

„Der lachende Hitler neben und in uns“

Seeßlen, Georg: Quentin Tarantino gegen die Nazis

Wer Hintergrunddetails – besonders zu Zitaten aus der Filmgeschichte – erfahren möchte, ist mit dem notorischen Quellensammler Seeßlen gut beraten. Mit kaum verdeckter Begeisterung über „Mr. Tarantino“ schildert er die stilprägenden Entlehnungen aus dem Genrekino: den dirty war movies Hollywoods, dem Italo-Trash der 70er und 80er über „La Grande Guerra“ und Enzo Castellaris „Inglorious Bastards“ (I 1978). Gerade diese Rückgriffe hätten ihm seinen in der Darstellung der Nazis umwälzenden Film ermöglicht, „an dem das, was Geschichte, Erinnerung, Erzählung und Kino ist, sich neu definieren muss“ (37). Nicht mehr und nicht weniger. In der postfaschistischen Gesellschaft lebe der NS in der Kulturindustrie fort. Tarantino habe nun als erster das vorherrschende Bild der Nazis zwischen moralisierendem Kitsch und dämonisierender Todessehnsucht (beides z. B. in „Der Untergang“, D 2004) durchbrochen. „Es ist eine Rachephantasie, die sich um die historische Realität nicht kümmert, weil für Tarantino sowieso schon immer das Kino die bessere Wirklichkeit war“ (140). Das Kino an sich sei also die bessere Wirklichkeit, mit der magischen Kraft ausgestattet, die sozialen Verhältnisse zu verändern. Diese Erhebung des Films zur Wirklichkeit wird zum teueren Preis der Entwirklichung der Geschichte erkauft. Ist doch etwa der jubilierende Filmschluss, in dem die Führungsriege der Nazis auf einen Schlag niedergemetzelt wird, nichts anderes als eine gelungen in Szene gesetzte Phantasievorstellung, die nur den wahnhaften, personifizierenden Projektionen des (deutschen) Publikums nach „endlichem“ Aufräumen mit der belastenden Geschichte entspricht. Dass aber Phantasien bedient werden, zeugt gerade von der schlechten Realität, die sie hervorbringt. Geändert ist diese damit noch längst nicht. Tarantino wolle „den Rassismus auf beiden Seiten“ darstellen. „Jede der handelnden Figuren ist ziemlich ähnlich auf der anderen Seite vorstellbar“ (147). Die jeden Unterschied zwischen den Tätern und Opfern verwischende Beliebigkeit findet Ausdruck in der gleichsam theologischen Sprache Seeßlens, die sich unbekümmert auf die Begriffe des „absolut Bösen“ respektive „Guten“ einlässt. Ihr kann es nur noch um einen Einheitsbrei gehen, das Nebeneinander von Gut und Böse, das der Verfasser „uns“ allen eilig einpflanzt, um die Absolution für die kollektiv erfahrene Ohnmacht vor der schlechten Gesellschaft sich selbst wie uns „allen“ zu erteilen. „Dass sich die Rollen umgekehrt haben, ist natürlich irgendwie ‚gerecht’. Aber wie sollten wir bei unserer Freude darüber nicht daran denken, dass wir uns gerade genauso verhalten wie Minuten zuvor die Nazis? Und lacht da ein Hitler neben uns, in uns, mit, wenn Nazis abgeknallt werden, so wie vorher GIs abgeknallt wurden?“ (142). Nein, es lacht kein Hitler neben und in „uns“. Zwischen der Erfreuung an einer infantilen Wunschvorstellung von niedergebrannter Naziführung und einer wirklichen Vernichtung der Millionen von Juden und anderen liegen Welten – auf die Aufrechterhaltung des Unterschieds sollte es ankommen. Wäre dem nicht so, müssten auch die Juden tatsächlich Rache geübt haben, die es aber nie gegeben hat: Niemand ist in einen Vernichtungskrieg gegen Deutschland gezogen, niemand hat Millionen von Deutschen vergast. Den Unterschied zwischen dem erzwungenen Befreiungskrieg der Alliierten und dem eliminatorischen Krieg der Nazis kann nur nivellieren, wer längst den Begriff individueller Verantwortung verabschiedet hat. Für ihn sind alle menschliche Wesen gleich: irgendwie gut und böse zugleich, „Bastarde“ eben. „Die historische Wahrheit zum Nationalsozialismus scheint zu sein, dass die Menschen allein nicht mit ihm fertig wurden“ (146). Dass die Alliierten den Widerstand gegen die Nazis gewollt haben müssten, gehört heruntergespielt, soll die Interpretation sitzen. Auch die „sauberen“ und „unsauberen“ Kriegsfilme Hollywoods mögen oft nichts als Ästhetisierung der Politik und des Krieges sein und diesen als einen verselbständigten Zusammenhang („Maschine“) darstellen, in dem das Individuum nur aufgehen, nicht aber sich retten kann. Mehr als ein Auge muss jedoch zugedrückt sein, um zugleich Filme wie „Apocalypse Now“ (USA 1979) u. a., in denen sich die Verzweiflung angesichts der Auslöschung des menschlichen Ichs vor dem Monstrum Krieg zeigt, wiederum ganz aus der Rechnung zu streichen. In Nazi-Deutschland wären sie unvorstellbar; im postfaschistischen unwirklich. Seeßlen gelangt ungewollt zu einer Geschichtsphilosophie mit Endzeitstimmung, für die der postfaschistisch zersetzte Lauf der Dinge nichts mehr aufhalten kann. Daher kann es in ihren Filmen auch keine „Guten“ mehr geben. „Nur Gedanke an Rache hält sie (die Opfer) am Leben“ (ebd.). Kaum glaubhaft zugleich, die Motivation der Protagonisten Tarantinos sei als nichts anderes als Rachsucht zu deuten; nicht aus Zufall wird selbst in seinem phantastischen Film nicht Gleiches mit Gleichem vergolten, kein Holocaust mit Holocaust, weil diese monströse Rechnung nie aufgehen könnte. Ob die Sujetwendung, wonach Filmvorführerin Shosanna und ihr Liebhaber ihren Tod im verbrennenden Kino eigenhändig mitvorbereiten, nicht einfach einer der zahlreichen Hommages geschuldet ist, diesmal an den französischen Widerstandsfilm, sei dahingestellt. Ebenfalls, ob es schlichte Rache ist, dem Nazi Landa, statt ihn umzubringen, ein Hakenkreuz auf die Stirn zu ritzen, damit der Gebrandmarkte in seinem künftigen Leben in den USA zum lebendigen Zeichen der Legitimität ihrer Gesellschaftsordnung werden kann. Zum Schluss wird nicht eben einfach brutal gerächt, sondern zugleich auch die moralische Überlegenheit dieser Ordnung, die auf der Ebene der Zuschauer repräseniert ist, demonstriert – darin ist Tarantino ganz dem Lauf der Weltgeschichte treu, keine Spur von „Umschreiben“. Er reitet auf den Wellen des welthistorischen Erfolgs der Alliierten. Kein amerikanischer Traum ist verloren – wie Seeßlen das schreibt. Vielmehr kann er sich, als Akteur der Kinoindustrie des heute hegemonial stärksten Staats, nun auch den Witz leisten, den vernichteten nationalsozialistischen Feind in einem projektiven Rausch auf der Leinwand, frei von allen Verbeugungen vor wirklicher Geschichte, auslöschen zu lassen. „Who cares?“, könnte man fragen, wenn es nicht so wäre, dass Tarantino hier mit der Trivialisierung der Nazis zugleich auch die schlechte Gesellschaft von heute trivialisiert. Diese hat sich gegenüber dem NS als siegreich durchgesetzt und ist unbestritten auch die bessere Gesellschaft, aber damit noch keine gute.

Seeßlen, Georg: Quentin Tarantino gegen die Nazis: Alles über Inglourious Basterds, Bertz + Fischer 2009. 9,90 Euro


15.Januar2010

Nichts als heiße Luft?!

Die Klimaproblematik

“This is not fiction, this is science.”*

Der Effekt der globalen Erwärmung wird etwa seit den 1980er Jahren beobachtet. Die Ursache ist laut des letzten Berichts des Weltklimarats sehr wahrscheinlich durch den Menschen herbeigeführt: Seit Beginn der Industrialisierung werden große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt. Die veränderte Konzentration dieser Gase in der Atmosphäre führt zu einer Veränderung des Verhältnisses einfallender und ausgesendeter Wärmeenergie. Die Folge ist ein Anstieg der mittleren Temperatur der Erdatmosphäre. Während die menschlich bedingten Ursachen der globalen Erwärmung wissenschaftlich kaum mehr angezweifelt werden, stehen die Gegenmaßnahmen in der Kritik von VertreterInnen aus Wirtschaft und Politik. Die vom Weltklimarat vorgeschlagene Maßnahme der Emissionsminderung von Treibhausgasen wird als schädlich für das nationale Wirtschaftswachstum abgelehnt.

„The danger of climate change“*

Der kritische Wert der globalen Erwärmung heißt +2 °C! Vertraut man den Klimamodellen, wird sich das Klima bei einer höheren Erwärmung nachhaltig verändern; mit weitreichenden Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt und natürlich den Menschen. Nicht nur ein erhebliches Artensterben wird erwartet, sondern auch das für den Menschen unbewohnbar werden ganzer Erdteile, beispielsweise durch fortschreitende Wüstenbildung oder Überschwemmungen.

“Empty words on a page.”*

Eine riesige Chance, die globale Erwärmung um mehr als 2 °C zu verhindern, wurde soeben vertan: Der Kopenhagener Klimagipfel endete desaströs. Es wurden keine Einigung über verbindliche CO2-Einsparungen getroffen. Die Verhandlungen zwischen Industriestaaten und Schwellenländern kamen zu kaum einem Ergebnis. Entsprechend vage liest sich dann auch die mühsam errungene Kopenhagener Vereinbarung: die globale Erwärmung soll auf 2 °C begrenzt werden, die Industriestaaten wollen die Entwicklungsländer finanziell unterstützen und die Wälder sollen geschützt werden. Es ist weder geklärt, woher die Gelder kommen sollen, noch wie die Erwärmung zu begrenzen ist.

“We must choose action over inaction”*

Ein weitreichender Geld- und Technologietransfer der Industriestaaten an die Entwicklungsländer wäre nötig, denn ohne Unterstützung ist es den Entwicklungsländern nicht möglich, ihren Beitrag zu leisten. Weitreichende CO2-Einsparrungen müssen vertraglich festgelegt und überprüft werden. Dafür sind zwei Maßnahmen unerlässlich: Ein wesentliches Mittel in den Industrieländern heißt Energieeffizienz. Dabei geht es nicht um Verzicht, sondern um ein Umdenken. Je weniger Energie pro Kopf verbraucht wird, desto leichter gestaltet sich der Wechsel zu erneuerbaren Energien, der zweiten Säule. Durch die computergestützte Vernetzung von Wind-, Wasser-, Solar- und Biomassekraftwerken zu so genannten Kombikraftwerken, werden Unstetigkeiten bei der regenerativen Energieerzeugung behoben. Technische Lösungen sind meist schon vorhanden, jedoch scheitert ihre Umsetzung meist an den Sachzwängen der kapitalistischen Konkurenzwirtschaft, denen fossile Brennstoffindustrie und PolitikerInnen folgen müssen.

* Aus der Rede Barack Obamas auf dem Kopenhagener Klimakongress.


15.Januar2010

Das AAR

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass ein Studium im Ausland ein großer Schritt ist und viele Veränderungen und Unbekanntes mit sich bringt. Nicht nur die Universität ist neu, auch die fremde Sprache, Kultur und Mentalität sind große Herausforderungen. Deswegen stehen unsere ReferentInnen als erster Anlaufpunkt zur Verfügung, um Tipps zu geben, wie ihr euch in Uni, Stadt und Umgebung orientieren könnt. Denn nicht nur die Wohnungssuche und die Aufnahme des Studiums können schwierig sein, sondern auch Alltägliches wie ein Arztbesuch oder etwa der Umgang mit den deutschen Behörden ist manchmal nicht gerade einfach. Damit ihr mit euren Problemen nicht alleine bleibt, sind wir für euch da und geben Hinweise und Ratschläge. Wir wollen euch bei eurem Studium und Leben in Bochum stets unterstützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit ihr euch wohlfühlen und ein erfolgreiches Studium absolvieren könnt. Das AAR verwaltet und koordiniert außerdem verschiedene kulturelle Aktivitäten, die im KulturCafé, dem AusländerInnen Zentrum oder anderen Orten auf dem Campus stattfinden. Dazu zählen Parties, Filmabende, der Saz-Kurs, die ostasiatische, die kurdische und die afrikanische Neujahrsfeier, der syrische Teeabend und vieles mehr. Zudem steht die internationale Bibliothek allen Studierenden zur Verfügung; hier können Bücher in verschiedensten Sprachen nicht nur gelesen, sondern auch ausgeliehen werden. Das Büro des AAR befindet sich im Studierendenhaus direkt zwischen dem Redaktionsbüro der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz) und dem AusländerInnenzentrum.