Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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27.Januar2011

Konsequent gegen rechts

In Bochum und anderswo

Hakenkreuze auf dem jüdischen Friedhof in Bochum

Ende November wurden die Grabsteine des jüdischen Friedhofs in Bochum Wattenscheid mit Hakenkreuzen, S-Runen und den Schriftzügen „Juden raus“ und „6 Mio Lüge“ beschmiert. Nazi-Symbole wurden ebenfalls an der Gedenkstätte der alten Synagoge, an den gläsernen Stelen für die Opfer der Shoa und am Denkmal für die von den Faschisten ermordeten WiderstandskämpferInnen auf dem Hauptfriedhof in Bochum gefunden. Die Vorfälle rufen auf erschreckende Weise ins Bewusstsein, dass Antisemitismus in Deutschland nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem ist. Moralische Entrüstung und der Ruf nach Bestrafung der Täterinnen oder Täter sind völlig berechtigt – nur sollte es damit nicht getan sein. Antisemitismus ist ein gesellschaftliches Problem mit gesellschaftlichen Ursachen. Diese gilt es anzugehen durch Aufklärung und fundierte Kritik.

Europaweiter Naziaufmarsch in Dortmund

Im September letzten Jahres hatten Neonazis erneut versucht im Zuge des „nationalen Antikriegstags“ ihre rassistischen und antisemitischen Inhalte öffentlich zu verbreiten. Um den Rechten diese Plattform streitig zu machen, hatten sich die ReferentInnen der Linken Liste im AStA dafür eingesetzt, die Aktivitäten gegen den rechten Aufmarsch auf verschiedenen Ebenen zu unterstützen. Unter anderem gab es zwei Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen an der RUB. Obwohl antifaschistische Demonstrationen in der Innenstadt gerichtlich verboten worden waren, gab es am vierten September tausende AntifaschistInnen, die unterwegs waren, um den Nazis zu zeigen, dass Dortmund (noch) nicht ihre Stadt ist. 500 Nazis war es zwischenzeitlich gelungen die überforderten Einsatzkräfte der Polizei zu übertölpeln, sie wurden erst nach vier Kilometern kurz vor der Innenstadt gestoppt.

Das Problem an der Wurzel fassen

Versatzstücke rechtsradikalen Gedankenguts sind allerdings auch in der Mitte der Gesellschaft zu finden. Daher hat sich die Linke Liste im AStA darum bemüht, im Rahmen von Veranstaltungsreihen wie beispielsweise „CRITIX“ und „Geschlecht und Gesellschaft“ über die Entstehungsbedingungen von Antisemitismus, Rassismus und Sexismus aufzuklären. In diesem Rahmen wurden Veranstaltungen u.a. zur Geschichte des Antizionismus, zur Theorie und Praxis des arabischen Antisemitismus organisiert. Auch außerhalb der Uni haben wir die emanzipatorische Bildungsarbeit nicht aus den Augen verloren: Im letzten Sommer haben die ReferentInnen der LiLi die Organisation des NRW-weiten Antifacamps in Oberhausen im dritten Jahr in Folge entscheidend unterstützt. Dort gab es sowohl Einführungsveranstaltungen als auch Vorträge zu weiterführenden Aspekten von Antifaschismus und Gesellschaftskritik.

Sarrazin und die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Aus der Mitte der Gesellschaft stammt auch Thilo Sarrazin, der im vergangenen Jahr mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ Rassismus, antimuslimische Hetze und Ressentiments gegen sozial Schwache auflagenstark verbreiten konnte. Wie es dazu gekommen war, dass solche menschenfeindlichen Einstellungen in der BRD salonfähig geworden sind, zeichnete die Studie „Deutsche Zustände“ nach. Die Linke Liste organisierte im Dezember 2010 die Veranstaltung „Vom Rassismus der Machteliten“, um sich im Rahmen einer vorläufigen Bilanz der Sarrazin-Debatte für ein antirassistisches Klima an der RUB starkzumachen. Das alarmierende Fazit der anschließenden gut besuchten Diskussion war jedoch, dass ein Teil unserer KommilitonInnen die menschenverachtende Ideologie Sarrazins unkritisch bejahten und einige BesucherInnen zu rechtsoffenen Statements hinreißen ließen. Somit bestätigte unsere Erfahrung leider die Ergebnisse der oben genannten Untersuchung: Auch in den gebildeten und sozioökonomisch gut gestellten Gesellschaftsschichten verbreitet sich zunehmend der Hass auf jene, die anders sind.

Für eine sinnvolle Verbindung von Theorie und Praxis

Die Linke Liste wird ihr antifaschistisches Engagement im nächsten Jahr nicht nur fortsetzen, sondern ihre Bemühungen weiter intensivieren, damit alle Studierenden - gleich, woher sie kommen und wie sie aussehen - an einer Universität und in einer Stadt studieren können, wo sie keine Übergriffe oder Diskriminierungen durch rechte Akteure fürchten müssen.


27.Januar2011

Vorher wissen, was hinterher passiert!

Das 100-Tage-Programm der LiLi

1. Party-Infrastruktur

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die beliebten Fachschaftspartys in den Hörsaalgebäuden, wie z.B. die IB-United, wieder stattfinden können. Durch Gespräche mit der Univerwaltung muss eine schnelle, kostenneutrale Lösung für das Problem gefunden werden.

2. Theater und Musik

Wir werden den musikalischen Bochumer Nachwuchs fördern und lokalen Newcomern eine Chance bieten sich der Studierendenschaft im Rahmen von Konzerten und Auftritten während des Sommerfests zu präsentieren. Wir brauchen keine Stars, sondern eine vielfältige studentische Kulturlandschaft. Außerdem liegt uns die Unterstützung alternativer Theaterprojekte am Herzen, beispielsweise werden wir im kommenden Semester eine Inszenierung von Sartres „Geschlossener Gesellschaft“, die von StudentInnen der Philosophie organisiert wird, fördern.

3. Campussanierung

Unser Hauptaugenmerk liegt hier auf den Bedürfnissen und Wünschen der Studierenden, denn für sie ist die Universität da. Wir werden uns gleichermaßen konstruktiv wie kritisch am Uni-Umbau und der Ausgestaltung der neuen Gebäude beteiligen. Wichtig ist uns die Einrichtung von großzügigen Aufenthaltsbereichen, Individual- und Gruppenarbeitsplätzen sowie eine gemütliche Cafeteria.

4. Universitätsbibliothek

Im Rahmen der Campussanierung wird eine neue Universitätsbibliothek entstehen. Wir bringen unsere Ideen schon in der Planungsphase ein. Unsere Maxime lautet: Mehr Service, kürzere Wege, vereinheitlichte und insgesamt längere Öffnungszeiten sowie bessere Ausleihmöglichkeiten für die Studierenden! Vor allem kleine Fachbibliotheken mit kurzen Öffnungszeiten werden davon profitieren.

5. Barrierefreie Uni

Für die gesamte Campussanierung gilt nicht nur, dass sie nachhaltig, sondern auch, dass sie behindertengerecht sein muss. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Interessengemeinschaft behinderter und nicht behinderter Studierender (ibs) in die Planung miteinbezogen wird. Die Sanierung soll nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg, sondern mit diesen zusammen geplant werden.

6. Verkehrsproblematik

Wir fordern die zügige Sanierung des Parkhauses West. Die jetzige Parkplatzsituation ist unhaltbar und wird sich durch die Errichtung des Gesundheitscampus und den doppelten Abiturjahrgang – insgesamt bis zu 8.000 zusätzliche Studierende - nicht bessern. Wir werden der kritischen Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel frühzeitig entgegenwirken. In Verhandlungen mit der Bogestra wird eine Lösung für die ausgelastete U35 erarbeitet: Während der Stoßzeiten würde die Einrichtung von Pendelbussen zwischen dem Hbf und der Uni ein wenig Abhilfe schaffen.

7. Anwesenheitspflicht und Fächervielfalt

Zum einen bereiten wir im AStA eine Klage gegen die Anwesenheitspflicht vor und zum anderen setzen wir uns gegen die Schließungen weiterer Studienfächer ein. In der Vergangenheit wurde die Skandinavistik abgewickelt, aktuell steht die Angewandte Informatik vor dem Aus. Für uns ist eine Vielzahl von Fächern wünschenswert und notwendig für die freie Entfaltung der individuellen Interessen – das Fächerangebot einer Uni sollte sich nicht primär an wirtschaftlichen Gesichtspunkten orientieren!

8. Masterplatzgarantie

Jeder Bachelorabsolvent und jede Bachelorabsolventin soll die Möglichkeit haben, einen Masterplatz zu erhalten. Die Option, nach dem Bachelor an eine andere Uni zu wechseln, muss erweitert und darf nicht durch Zulassungsbeschränkungen und inkompatible Studienordnungen verbaut werden.

9. Politischer Dienstag

In Form des Politischen Dienstags (kurz PolDi) wollen wir einen regelmäßigen Beitrag zur politischen Bildung an der Uni leisten. Einmal die Woche bieten wir Euch Informationen und Diskussionen über tagesaktuelle und zeitlose Themen und Probleme dieser Gesellschaft. Es geht beispielsweise um Rassismus und Antisemitismus, aber auch um Geschichtspolitik und Verschwörungstheorien. Mit dem Referat für Kritische Wissenschaften füllen wir Leerstellen im Lehrplan und schaffen Freiräume zum kritischen Denken jenseits von Lernstress und Leistungsdruck.

10. Woche der Wissenschaften

Welcher Physiker kennt schon Platons Höhlengleichnis und wie viele WirtschaftswissenschaftlerInnen wissen warum sich eine Supernova entwickelt? Wir wollen im kommenden Semester eine Woche der Wissenschaften organisieren, die einen Blick über den Tellerrand eures Faches ermöglicht. Spannende Einführungsvorträge in andere wissenschaftliche Disziplinen erwarten euch!

Wie Ihr seht, haben wir viele Ideen und Konzepte für das kommende Semester. Wenn Ihr der Meinung seid, dass diese Projekte es wert sind realisiert zu werden, gebt uns die Möglichkeit dazu: Wählt Liste 1.

Nach 100 Tagen im Amt werden wir öffentlich Rechenschaft darüber ablegen, welche der Ziele wir bereits erreicht haben, woran wir weiterhin arbeiten und was sich die Linke Liste im AStA für die restliche Amtszeit vorgenommen hat.

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100Tage

25.Januar2011

Die Linke Liste im AStA

Eine Bilanz

Wir unterstützen unabhängige Kultur

Initiativen, Projekte und studentische Partys, die abseits vom kommerziellen Mainstream ein buntes Publikum ansprechen, gehören für uns zum wich- tigsten Bereich studentischer Kulturarbeit. So wurde zum Beispiel das diesjährige „Undergroundz Finest“-Konzert mit drei angesagten HipHop- LiveActs zu einem vollen Erfolg, auch der Auft ritt der Gitarren-Rock Band Liquit Assets kam gut an. Unsere Kulturarbeit umfasste außerdem die Organisation des Uni-Campusfests, für das wir junge und alte Bands aus verschiedenen Musikrichtungen engagieren konnten. Ein besonderes Highlight stellte dabei der Headliner Mambo Kurt dar, der auf der Bühne, alleine und lediglich mit einer Heimorgel ausgestattet, bekannte Rock- und Popsongs coverte. Im Sommer haben wir euch ein entspanntes Pu- blic Viewing der Fussball-WM auf dem Campus ermöglicht. Dabei stand der Genuss der Fußballspiele jenseits von nationalistischer Schikane und Ausgrenzung von Anderen im Vordergrund. Vor allem aber haben wir dafür gesorgt, dass Studierende und studentische Gruppen das KulturCafé und das AZ für eigene Veranstaltungen nutzen können und bei organisa- torischen Schwierigkeiten im AStA einen zuverlässigen Ansprechpartner hatten.

Hochschul- und Sozialpolitik

Der wohl größte Erfolg des vergangenen Jahres war die Zusage der rot-grünen Landesregierung die Studiengebühren zum kommenden Wintersemester 2011/12 endgültig abzuschaff en und mit Landesmitteln zu kompensieren. Auch wenn diese Entscheidung in der großen Politik gefällt wurde, ist es vor allem der Verdienst des jahrelangen studentischen Protests, dass das Th ema Studiengebühren ein wichtiges Th ema auf der politischen Agenda geblieben war.
Der Ausbau der basisdemokratischen Entscheidungsmöglichkeiten der Studierendenschaft ist für die Linke Liste ein maßgebliches Ziel. Daher beschäftigten wir uns mit Möglichkeiten der studentischen Mitbestimmung im Zuge der anstehenden Reform des BA/MA-Systems und anderen Problemen wie hohen NCs, überfüllten Seminaren, VSPL und schlechten Studienordnungen. 2010 investierte der AStA 135.000 Euro in die Sozialleistungen für Studierende − so viel wie noch nie zuvor. Finanziert werden davon der AusländerInnen-Hilfsfond, der studentische Rechtsschutz und der Sozialfond aus dem finanziell benachteiligten Studierenden der Sozialbeitrag zurückerstattet wird.

Campussanierung, Ökologie und Verkehr

Die Campussanierung bietet eine einmalige Möglichkeit die Infrastruktur der RUB mitzugestalten und studentenfreundlich umzustrukturieren. Diese Möglichkeit haben wir in der letzten Legislaturperiode zu Nutzen gewusst, indem wir durch unsere Kompromissvorschläge die festgefahrenen Ver- handlungen um den Standort von GD in den Gremien der Stadt Bochum in Gang brachten. Das neue Gebäude GD wird hinter GC in den Wald gebaut. Der geplante massive Eingriff in die Natur konnte durch ein schmaleres, dafür aber höheres Gebäude minimiert werden. Die abgeholzte Fläche wird großzügig im Verhältnis fünf zu eins durch neue Anpfl anzungen ausgeglichen.
Zur Verbesserung der Parkplatzsituation forderten wir die Sanierung des Parkhaus-West: Mit der Instandsetzung wird begonnen werden, sobald die nötigen Gelder vorhanden sind. Weiterhin stehen wir in Verhandlungen mit der Bogestra, damit ein Pendelbus zwischen Hauptbahnhof und Uni ein- gerichtet wir, um die U35 zu entlasten.
Im Referat für Ökologie und Verkehr organisierten wir mehrere Vorträge und Filmabenden rund um die Themen Umweltschutz und Klimawandel und standen euch zu Fragen bezüglich des Semester- und des NRW-Tickets stets zur Verfügung.

Gegen Nazis und andere Scheußlichkeiten

Als dezidiert antifaschistische Liste ist es uns ein großes Anliegen, Nazis und ihren menschenverachtenden Ideologien entgegenzutreten. Extrem rechtes Gedankengut entsteht nicht einfach im luft leeren Raum – es sind vielmehr die in unserer Gesellschaft angelegten Bedingungen, die es hervorbringen. Mit Vorträgen, Lesungen und Diskussionen, die von unseren ReferentInnen im GruF und KriWi organisiert werden, verschaff en wir daher gesellschaftskritischen Positionen Gehör.
Exemplarisch dafür wäre eine Veranstaltung zur deutschen Geschichtspolitik am Beispiels Stauffenberg zu nennen. Da aber auch die Praxis nicht zu kurz kommen darf, sorgen die ReferentInnen der LiLi im AStA dafür, dass antifaschistische und emanzipatorische Initiativen und Projekte in Bochum und Umgebung fi nanzielle, infrastrukturelle und personelle Unterstützung erhalten, um Nazis entschlossen entgegentreten zu können. Beispielsweise haben wir im vergangenen Jahr die Gegenaktivitäten zum größten lokalen Naziaufmarsch, dem „nationalen Antikriegstag“ in Dortmund, supportet und zwei Informationsveranstaltungen an der der RUB durchgeführt. Bereits seit drei Jahren sind unsere GruF-ReferentInnen maßgeblich an der Organisation des NRW-weiten Antifa-Camps in Oberhausen beteiligt, um so interessierten Jugendlichen theoretische und praktische Grundkenntnisse antifaschistischer Arbeit zu vermitteln.

Veranstaltungen über Veranstaltungen

Neben eher theoretisch ausgerichteten Veranstaltungen (wie einem Thementag zu den moralphilosophischen Grundlagen der Gesellschaftskritik) wurden auch Themenabende zur politischen Praxis angeboten: u. a. zur politischen Geschichte des Fußballs oder der Repräsentation Lateinamerikas im Deutschen Schlager. In diesem Zusammenhang bildete die schon seit 1996 bestehende „Rote Ruhr-Uni“ im November 2010 einen Höhepunkt. In Zusammenarbeit mit dem autonomen FrauenLesbenReferat der RUB fand zum dritten Mal die Veranstaltungsreihe „Geschlecht und Gesellschaft “ im vergangenen Dezember statt. In diesem Rahmen wurde u. a. über Okzidentalismus und ‘Sexual Politics’ oder Intersektionalität und Komplexitätsproduktion diskutiert. Insgesamt fanden im Zuge der oben genannten Events und der KriWi-Veranstaltungsreihe „CRITIX“ im vergangenen Jahr für Euch beinahe 40 von LiLi-ReferentInnen organisierte Veranstaltungen statt, die sich mit Themen auseinandersetzten, die Ihr in keinem Vorlesungsverzeichnis der Uni finden werdet.

Service, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit

Neben unserer inhaltlichen Arbeit stellten wir im vergangenen Jahr auch den Finanzreferenten des AStA, der über den verantwortungsbewussten Umgang mit den studentischen Geldern wachte und auf arbeitnehmerfreundliche Weise die Gewinnspannen der Wirtschaft sbetriebe erhöhte. Im Service-Referat stehen euch unsere ReferentInnen während der verlängerten Öffnungszeiten mit einer multilingualen Beratung bei den kleinen und großen Problemen des Studiums als erste AnsprechpartnerInnen zur Seite. Zu guter Letzt kümmerte sich unsere Referentin für Öff entlichkeitsarbeit um die Einrichtung eines neuen Internetauft ritts für den AStA, schrieb Pressemitteilungen, gab Interviews und hielt den Kontakt zu Presse und Verwaltung, um studentischen Anliegen eine Stimme in der Öff entlichkeit zu verleihen. Dabei erwies sich die Öff entlichkeitsarbeit als so erfolgreich wie nie zuvor: Insgesamt ca. 30 Mal reagierten lokale und überregionale Zeitungen im letzten Jahr auf die PMs und thematischen Anregungen des AStA Bochum. Studentische Probleme und Anliegen erreichten damit die breite Öffentlichkeit in einem außerordentlichen Maße.
Darüber hinaus gab es auf dem Campus etliche Flugblätter und Plakate, um euch auf Veranstaltungen des AStA aufmerksam zu machen und euch über die Arbeit der Studierendenvertretung zu informieren.

Vom 24. bis zum 28. Januar habt Ihr die Möglichkeit, das Studierendenparlament und damit den AStA für das kommende Jahr zu wählen. Wenn Ihr nach dieser Übersicht der Meinung seid, dass die Linke Liste ihre Arbeit im AStA fortsetzen soll, stimmt für uns bei der SP-Wahl!


21.Januar2011

Kultur auch jenseits des Mainstreams?

Für eine breite Kulturlandschaft

Kulturelle Vielfalt schaffen...

In den letzten drei Jahren war die Linke Liste im Kultur-Referat des AStA vertreten und hat dabei einiges bewegt. Wir haben keine überdimensionierten Shows mit kommerziellen Popstars organisiert, sondern bieten lieber jungen, weniger bekannten KünstlerInnen – gerne aus den Reihen der Studierenden – eine Plattform. Neben eigenen Veranstaltungen und der Vermittlung des KulturCafés an Fachschaften, stehen wir auch in aktiven Kontakt mit den vielen kulturellen Initiativen auf dem Campus, wie dem Videofestival, dem Studienkreis Film (skf), der Literaturgruppe treibgut oder dem Theaterfestival megaFON, um nur einige zu nennen. Zudem haben Mitglieder der Linken Liste in vergangenen Jahr eine Filmreihe organisiert, in der bekannte und weniger bekannte Klassiker der Filmgeschichte gezeigt wurden. Diese Reihe wollen wir auch im nächsten Jahr fortführen und durch weitere Ideen ergänzen.

...und fördern

Auch bei der Organisation des jährlichen Campusfests war das Kulturreferat mit Lili-Beteiligung federführend – mit vollem Erfolg. Das Kulturreferat war, wie in jedem Jahr, verantwortlich für die Planung der Stände auf dem Nordforum und auch für die Musik auf der Bühne vor der UB zuständig. Das Programm reichte von HipHop zu Rock, von Ska/Reggae bis Indie und weiterem mehr und bot als Headliner den bekannten Solokünstler Mambo Kurt. Auch die GewinnerInnen des jährlichen Bochumer Newcomer Festivals, das vom AkaFö-Kulturbüro boSKop in Zusammenarbeit mit dem AStA organisiert wird, waren wieder dabei. Daran lassen sich zwei Aspekte der Kulturarbeit der Linken Liste sehr gut aufzeigen: 1. die Unterstützung vielversprechender KünstlerInnen und 2. die Kooperation mit unterschiedlichen Gruppen in Bochum – um die Vielfalt zu erhalten und zu fördern.

Kurz gesagt

Kulturarbeit ist für uns dann erfolgreich, wenn es gelingt, die Universität in einen Ort zu verwandeln, an dem die kulturellen Bedürfnisse aller Studierenden berücksichtigt werden. Damit wir Euch das auch weiterhin bieten können, wollen wir auch in Zukunft unsere Arbeit weiterführen und kontinuierlich für ein vielfältiges Kulturangebot sorgen. In einem AStA, an dem die Linke Liste beteiligt ist, wird Euch das Kulturcafé und das AZ auch weiterhin für Partys und andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Zugleich arbeiten wir daran, das Angebot durch weitere Ideen zu ergänzen. Wenn Ihr Ideen habt, schaut doch einfach mal in den AStA rein und mischt mit!

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Kultur auch jenseits des Mainstreams?

14.Januar2011

10 gute Gründe LiLi zu wählen

1. Masterplätze für alle einrichten

Wesentlich mehr Studierende als vorgesehen möchten nach dem Bachelor- einen Master-Abschluss machen, um ihre Kenntnisse zu vertiefen oder um ihre Berufsaussichten zu verbessern. Dies könnte auch an der RUB zu einer Limitierung der Masterplätze führen. Wir sprechen uns klar gegen jede Art von Zulassungsbeschränkung zum Master aus und fordern die bedarfsdeckende Einrichtung der Plätze in den Masterstudiengängen. Der freie Zugang zum Master ist Teil eines fairen Bildungssystems und die Voraussetzung eines erfolgreichen Studiums.

2. Kritische Wissenschaft fördern

Leben ist mehr als zur Uni gehen; Wissenschaft ist mehr als die offiziellen Veranstaltungen! Deshalb verschaffen wir in Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen kritischen Positionen Gehör. Zudem unterstützen wir gesellschaftskritische Initiativen wie die Rote Ruhr Uni, die AG „Geschlecht und Gesellschaft“ oder das Institut für Sozialtheorie.

3. Fachschaften und Initiativen stärken

Mit der Linken Liste bleibt der AStA ein verlässlicher Partner auf dem Campus und darüber hinaus. Die Unterstützung von Fachschaften, Initiativen (z.B. dem Theaterfestival megaFON oder dem Videofestival) und politischen Projekten ist uns besonders wichtig. In den letzten drei Jahren ist es uns gelungen die finanzielle Unterstützung in diesen Bereichen auszubauen und auch in Zukunft besitzt der Support von Initiativen für uns die höchste Priorität.

4. Finanzen sichern

Wir stehen für solide Finanzen: Als wir den AStA Anfang 2008 übernahmen, hatte er, aufgrund der missglückten Mensaparty der abgewählten Mitte-rechts-Koalition (Jusos-RCDS-LHG), ein Defizit von einer knappen Viertelmillion Euro. Inzwischen ist es uns längst gelungen den Haushalt zu konsolidieren, sodass sich die studentische Interessenvertretung wieder ihren politischen Tätigkeiten zuwenden kann. Den verantwortungsbewussten Umgang mit den Geldern der Studierendenschaft, sowie eine kontinuierliche arbeitnehmerfreundliche Verbesserung der Renditen in Druckerei, KulturCafé und Copyshop betrachten wir trotzdem als zwei unserer Hauptaufgaben.

5. Nazis bekämpfen

Die Linke Liste nimmt weder Naziaufmärsche in Bochum und Umgebung hin, noch die regelmäßigen Übergriffe auf diejenigen, die nicht ins Weltbild der Nazis passen. Wir sind aktiv in regionalen Antifa-Plena, organisieren Aktionen gegen Rechts und informieren mit Vorträgen über Entwicklungen der extremen Rechten. Das AStA-Referat für Grund- und Freiheitsrechte leistet eine professionelle Unterstützung antifaschistischer Initiativen in finanzieller, personeller und infrastruktureller Hinsicht. Um Antifaschismus in der Region zu stärken, waren wir in den drei vergangenen Jahren maßgeblich an der Organisation des NRW-weiten Antifa-Camps in Oberhausen beteiligt.

6. Hochschulpolitik verändern

Da die Studiengebühren in NRW ab diesem Sommer endlich Geschichte sein werden, wird es Zeit sich wieder verstärkt mit den vielen kleinen Missständen an den Hochschulen zu befassen: Wir fordern mehr studentische Mitbestimmung bei der Gestaltung von Studiengängen, damit die „Studierbarkeit“ der Fächer gewährleistet und eine interessante inhaltliche Ausrichtung erreicht werden kann. Im Referat für Hochschulpolitik sind wir an der Erarbeitung einer Klage zur Abschaffung der Anwesenheitspflicht beteiligt und werden versuchen eine Rückzahlung der noch nicht ausgegebenen oder verplanten Studiengebühren an die Studierenden zu erreichen. Insgesamt setzen wir einer auf wirtschaftlicher Verwertungslogik basierenden Politik ein Hochschulmodell entgegen, in dem Bildung, Selbstverwirklichung und gesellschaftliche Verantwortung im Mittelpunkt stehen.

7. Parteiunabhängig aktiv sein

Gegen die Linke Liste treten die Hochschulgruppen von CDU, SPD, FDP und Grünen an. Die Linke Liste steht keiner Partei nahe, sondern ist ein breites, unabhängiges Bündnis aus außerparlamentarischen, antifaschistischen und undogmatischen Linken, die in zahlreichen Fachschaften und Initiativen aktiv sind.

8. Kultur nach vorne bringen

Uni darf nicht nur Stress sein. Deshalb bringen wir ein breites Spektrum an unabhängiger, unkommerzieller Kultur auf den Campus. Im Kulturreferat unterstützten wir Studierende bei der Organisation von Konzerten, Lesungen, Partys und anderen Veranstaltungen. Mit uns bleibt das KulturCafé ein Veranstaltungsort für alternative Kultur und wird nicht kommerziell verpachtet. Unabhängig von unserer AStA-Arbeit tragen wir als Linke Liste mit unseren regelmäßigen Filmabenden ebenfalls zum Kulturangebot der Uni bei.

9. Sozialleistungen sichern

Härtefall-Fonds und AusländerInnen-Hilfsfonds helfen vielen Studierenden in Notsituationen. Durch eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik konnten wir in den vergangenen Jahren für diese Unterstützungsmaßnahen größere finanzielle Mittel bereitstellen. Auch die Rechts-, Sozial- und BAFöG-Beratungen des AStA stellen wichtige Anlaufstellen für zahlreiche Studis dar. Unsere ReferentInnen im Servicereferat sind die ersten AnsprechpartnerInnen bei den großen und kleinen Problemen im Uni-Alltag.

10. Gesellschaftskritik – es geht ums Ganze!

An den herrschenden Zuständen gibt es aus unserer Sicht viel zu kritisieren. Von weltweiter Armut über Umweltzerstörung bis hin zu faschistischen Umtrieben gibt es Missstände, welche wir nicht einfach akzeptieren. Deshalb sind wir nicht nur im AStA aktiv, sondern setzen uns auf allen Ebenen für die Perspektive einer besseren Gesellschaft ein – und dabei kann jedeR von euch mitmachen!

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10 gute Gründe LiLi zu wählen