24.Januar2012
Wir brauchen Platz zum Tanzen!
Kultur im AStA mit der Linken Liste
In den letzten vier Jahren war die Linke Liste im Kulturreferat des AStA vertreten und hat dabei einiges bewegt. Wir haben keine überdimensionierten Shows mit kommerziellen Popstars organisiert, sondern bieten lieber jungen, weniger bekannten KünstlerInnen – gerne aus den Reihen der Studierenden – eine Plattform.
Kulturelle Vielfalt schaffen ...
Bei der Organisation des jährlichen Campusfests war das Kulturreferat mit Lili-Beteiligung federführend – mit vollem Erfolg: Wie jedes Jahr wurden die Verkaufs- und Infostände auf dem Nordforum organisiert und auch für das Musikprogramm auf der Bühne vor der UB war das Kulturreferat zuständig. Das Programm reichte von HipHop zu Rock, von Ska/Reggae bis Indie und bot als Headliner die Folk-Rock Gruppe The Mighty Stef aus Dublin. Auch die GewinnerInnen des jährlichen Bochumer Newcomer Festivals, das vom AkaFö-Kulturbüro boSKop in Zusammenarbeit mit dem AStA organisiert wird, waren wieder dabei.
...und fördern
Neben eigenen Veranstaltungen und der Vermittlung des KulturCafés an Fachschaften, stehen wir auch in Kontakt mit den vielen kulturellen Initiativen auf dem Campus, wie dem Videofestival, dem Studienkreis Film (skf), der Literaturgruppe treibgut oder den Theaterprojekten megaFON und podest, um nur einige zu nennen.
Fachschaftspartys
Ein besonderer Teil der Arbeit des Kulturreferats stellt die Unterstützung der Fachschaften dar. Beliebte Veranstaltungsorte hierfür sind das KultuCafé und das angrenzende AZ. Leider untersagt die Universitätsverwaltung mit dem Verweis auf die vorhandenen Brandschutzvorkehrungen die Nutzung anderer beliebter Partylocations auf dem Campus, wie beispielsweise Hörsaalfoyers, die bis vor kurzem eine Ergänzung zu KulturCafé und AZ darstellten. Sicher ist, dass Euch ein AStA, an dem die Linke Liste beteiligt ist, das Kulturcafé und das AZ für Partys und andere Veranstaltungen zur Verfügung stellt. Zugleich arbeiten wir daran, dass wieder zusätzliche Räume von der Universität frei gegeben werden, damit dem Bedarf der Fachschaften nach Räumlichkeiten wieder entsprochen werden kann.
Kurz gesagt
Kulturarbeit ist für uns dann erfolgreich, wenn es gelingt, die Universität in einen Ort zu verwandeln, an dem die kulturellen Bedürfnisse aller Studierenden berücksichtigt werden. Hierzu zählt zum einen, Euch die nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, und zum anderen, das Angebot durch weitere Ideen zu ergänzen. Wenn Ihr in einer Band spielt, ein Theaterprojekt plant oder Poetry Slamer seid und Euer Schaffen unseren KommilitonInnen präsentieren wollt, können wir Euch im AStA weiterhe
23.Januar2012
Vorher wissen, was hinterher passiert!
Das 100-Tage-Programm der Linken Liste
Wenn sich nach den StuPa-Wahlen wieder eine Mehrheit unter Beteiligung der Linken Liste ergibt, dann werden wir Folgendes im Bochumer AStA durchsetzen:
1. Raumproblematik anpacken
Schon jetzt ist die Raumproblematik dramatisch. Häufig sind die Räume für die Veranstaltungen zu klein und die Menge an Teilnehmer*innen macht eine sinvolle Diskussion unmöglich. Das muss sich ändern! Wir sind jedoch nicht der Meinung, dass einfach die Lehrpflichten der Dozent*innen erhöht werden sollten. Veranstaltungen um 20 Uhr oder am Wochenende sind ebenso keine Lösung. Wir fordern mehr Lehrende und zusätzlich angemietete Räume. Diese sollen in Uni-Nähe liegen und per ÖPNV problemlos erreichbar sein.
2. Besseres Verkehrskonzpet
Wir fordern eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung der RUB: Die Erhöhung der Taktung der U35 war ein guter Anfang und wir werden weiter auf Ersatzbusse drängen, die hoffentlich ab 2013 eingeführt werden. Wir werden den engen Kontakt zur BOGESTRA aufrecht erhalten, an einem ganzheitlichen Verkehrskonzept für 2013 mitarbeiten und es kritisch begleiten! Nicht fehlen darf darin eine Verbesserung des Individualverkehrs. Das bedeutet zum einen, dass die Parkplätze an der RUB nach Möglichkeit saniert werden und somit zugänglich sind, zum anderen, dass ein Parkleitsystem bereitgestellt wird, mit dem eine optimale Nutzung der vorhandenen Plätze möglich ist.

3. Online-Lehrangebot erweitern
Ein möglicher Weg, um sowohl mit der Raum- als auch der Verkehrsproblematik umzugehen, ist die Erweiterung des Online-Lehrangebots. Damit würde zumindest ein Teil des Studiums keine Anwesenheit an der Uni mehr voraussetzen. Dabei sollen nicht nur Online-Kurse beispielsweise über das Blackboard häufiger angeboten, sondern auch Podcasts von Vorlesungen gefördert werden.
4. Barrierefreie Uni
An der RUB studieren zahlreiche Menschen mit Behinderungen. Doch nicht nur die vielen Treppen, Ebenen und Stufen auf dem Campusgelände behindern die Inklusion der betroffenen Studis. Die Probleme sind vielfältig. Deswegen wollen wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass bei der Campussanierung und der Konzeption des Studiums Barrierefreiheit realisiert wird. Damit dies gewährleistet ist, müssen Menschen mit Behinderung direkt an den Planungsprozessen beteiligt sein. Wir wollen dazu die Rolle der ibs (Interessengemeinschaft behinderter und nichtbehinderter Studierender) stärken und ihre Forderungen weiterhin gegenüber der Universitätsverwaltung unterstützen.
5. Mehr eBooks
Es gibt ein deutlich steigendes Interesse an eBooks und ein gestiegenes Angebot der wissenschaftlichen Verlage. Die Bibiliotheken der Ruhr-Uni sind auf diesem Gebiet leider nicht sehr gut aufgestellt. Wir setzen uns dafür ein, dass Bücher und Zeitschriften von den Bibliotheken auch digital angeschafft werden.
6. PolDi fortsetzen
Im vergangenen Sommersemester haben wir den Politischen Dienstag, kurz PolDi, wiederbelebt. Auch in diesem Jahr wollen wir wieder jeden Dienstag spannende Vorträge zu unterschiedlichen politischen Themen anbieten.
7. Mehr Wasserspender auf dem Campus
Die kostenlosen Wasserspender in der Mensa werden gut angenommen. Doch wer hat schon Lust, für einen Schluck Wasser ewig in der Schlange zu stehen oder zur Mensa zu laufen? Deswegen wollen wir zusammen mit dem AKAFÖ prüfen, ob es möglich ist, weitere Wasserspender in den anderen Gebäuden der Uni aufzustellen.
8. Gegen Nazischmierereien vorgehen
In der letzten Zeit sind vor allem in der G-Reihe vermehrt Schmierereien und Aufkleber mit rechtem Inhalt aufgetaucht. So steht auf einigen Toiletten „Nationaler Sozialismus jetzt“ oder auch „Ausländer raus“. Nicht nur müssen die Schmierereien so schnell wie möglich entfernt werden, auch wollen wir mit dem Rektorat, den Hausmeistern und den Reinigungskräften eine Absprache treffen, so dass neue Schmierereien zukünftig sofort beseitigt werden.
9. AKAFÖ-Essen an die Tafel
Wir stehen für einen sozialen AStA, der nicht nur die Uni im Blick hat. Wir werden prüfen, ob es möglich ist, das vom AKAFÖ nicht verkaufte Essen an die Bochumer Tafel zu geben.
10. Woche der Wissenschaft ausbauen
Im Wintersemester haben wir zum ersten Mal eine Woche der Wissenschaft durchgeführt. Dabei haben Lehrende der RUB ihre Forschungsergebnisse präsentiert und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Alle Vorträge wurden positiv aufgenommen, weshalb wir die Woche im kommenden Jahr ausbauen wollen.
11. Party-Infrastruktur
Wir werden uns dafür einsetzen, dass wieder mehr (Fachschafts-)Partys auf dem Campus möglich sind und uns nach neuen Locations umschauen. Durch Gespräche mit der Univerwaltung muss eine schnelle, kostenneutrale Lösung für das Problem gefunden werden, da de facto aktuell nur das Kulturcafé zur Verfügung steht.
21.Januar2012
10 gute Gründe LiLi zu wählen
Natürlich gibt es tausend gute Gründe, der Linken Liste bei den SP-Wahlen die Stimme zu geben. Zehn ausgewählte Gründe haben wir für Euch zusammengefasst.

1. Masterplätze für alle
Wesentlich mehr Studierende als vorgesehen möchten nach dem Bachelor- einen Master-Abschluss machen. Dies könnte auch an der RUB zu einer Limitierung der Masterplätze führen. Wir sprechen uns klar gegen jede Art von Zulassungsbeschränkung zum Master aus und fordern ein ausreichendes Lehrangebot für alle Master-Studierenden.
2. Kritische Wissenschaft
Leben ist mehr als zur Uni gehen; Wissenschaft ist mehr als die offiziellen Veranstaltungen! Deshalb verschaffen wir in Vortragsreihen und Diskussionsveranstaltungen kritischen Positionen Gehör, z.B. durch den PolDi (Politischer Dienstag). Zudem unterstützen wir Initiativen wie die Rote Ruhr Uni, die AG „Ungleichheit & Differenz“ oder das Institut für Sozialtheorie.
3. Fachschaften stärken
Mit der Linken Liste bleibt der AStA ein verlässlicher Partner auf dem Campus und darüber hinaus. Die Unterstützung von Fachschaften, Initiativen (z.B. „CT das radio“ oder dem Studienkreis Film) und politischen Projekten ist uns besonders wichtig. In den letzten drei Jahren ist es uns gelungen, die finanzielle Unterstützung auszubauen und auch in Zukunft besitzt der Support von Initiativen für uns die höchste Priorität.
4. Finanzen sichern
Wir stehen für solide Finanzen: Als wir den AStA 2008 übernahmen, hatte er ein Defizit von einer knappen Viertelmillion Euro: Die damalige Koalition aus Jusos, RCDS und Julis hatte eine überdimensionierte Mensaparty organisiert, die bereits einen Strafbefehl zur Folge hatte und immer noch die Gerichte beschäftigt. Inzwischen ist es uns gelungen, den Haushalt zu konsolidieren. Wir gehen verantwortungsbewusst mit den Geldern der Studierendenschaft um und versuchen kontinuierlich, die Erlöse in Druckerei, KulturCafé und Copyshop zu verbessern.
5. Engagement gegen Nazis
Die gewaltsamen Übergriffe von Nazis in Langendreer, die Terrorisierung des gesamten Stadtteils zeigen: Nazis sind auch in unserer nächsten Umgebung ein aktuelles Problem. Die Linke Liste wird sich weiterhin gegen Nazis in Bochum und der anderswo stellen! Wir unterstützen die Zivilcourage der Menschen vor Ort: Ende letzten Jahres demonstrierten in Langendreer mehr als 1.200 Bewohnern des Stadtteils gegen Rechtsextremismus. Wir sind in regionalen antifaschistischen Gruppen aktiv, organisieren Aktionen gegen Rechts und informieren mit Vorträgen über Entwicklungen der extremen Rechten. Das AStA-Referat für Grund- und Freiheitsrechte leistet eine professionelle Unterstützung antifaschistischer Initiativen. Um das Vorgehen gegen die extreme Rechte in der Region zu stärken, waren wir in den drei vergangenen Jahren an der Organisation des NRW-weiten Antifa-Camps in Oberhausen beteiligt.
6. Hochschulpolitik verändern
Durch den doppelten Abiturjahrgang 2013 wird sich sowohl die Verkehrssituation als auch die Raumproblematik verschärfen. Die Linke Liste hat deshalb schon im vergangenen Jahr diese Themen gegenüber dem Rektorat und der Bogestra immer wieder zur Sprache gebracht. Dafür stehen wir auch 2012 ein: Wir fordern den Einsatz von Shuttlebussen und eine verbesserte Koordinierung der Raumvergabe. Außerdem setzen wir uns für mehr studentische Mitbestimmung bei der Gestaltung von Studiengängen ein, damit die Fächer studierbar und inhaltlich interessant sind.
7. Parteiunabhängig aktiv
Gegen die Linke Liste treten die Hochschulgruppen von CDU, SPD, FDP und Grünen an. Die Linke Liste steht keiner Partei nahe, sondern ist ein unabhängiges Bündnis aus außerparlamentarischen, antifaschistischen und undogmatischen Linken, die in zahlreichen Fachschaften und Initiativen aktiv sind.
8. Kultur nach vorne bringen
Uni darf nicht nur Stress sein. Deshalb bringen wir ein breites Spektrum an unabhängiger, unkommerzieller Kultur auf den Campus. Im Kulturreferat unterstützten wir Studierende bei der Organisation von Konzerten, Lesungen, Partys und anderen Veranstaltungen: So unterstützen wir u.a. das Theaterfestival megaFON und das Videofestival. Mit uns bleibt das KulturCafé ein Ort für alternative Kultur und wird nicht kommerziell verpachtet.
9. Sozialleistungen sichern
Härtefall-Fonds und AusländerInnen-Hilfsfonds helfen vielen Studierenden in Notsituationen. Durch eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik konnten wir in den vergangenen Jahren für diese Unterstützungsmaßnahen größere finanzielle Mittel bereitstellen. Auch die Rechts-, Sozial- und BAFöG-Beratungen des AStA stellen wichtige Anlaufstellen für zahlreiche Studis dar. Unsere ReferentInnen im Servicereferat sind die ersten AnsprechpartnerInnen bei den großen und kleinen Problemen im Uni-Alltag.
10. Es geht ums Ganze!
An den herrschenden Zuständen gibt es aus unserer Sicht viel zu kritisieren. Von weltweiter Armut über Umweltzerstörung und Krieg bis hin zu faschistischen Umtrieben gibt es Missstände, welche wir nicht akzeptieren. Deshalb sind wir nicht nur im AStA aktiv, sondern setzen uns auf allen Ebenen für die Perspektive einer besseren Gesellschaft ein – und dabei kann jedeR von euch mitmachen!
16.Januar2012
We Did It!
Linke Liste im AStA - Eine Bilanz
Mit der Studierendenparlamentswahl vom 23. bis 27. Januar endet nun das vierte Jahr, in dem wir, die Linke Liste, im AStA vertreten sind. Im letzten Jahr haben wir wieder viele Verbesserungen angestoßen und Projekte verwirklicht. In diesem Flugblatt wollen wir Euch einen kleinen Einblick in die Projekte der Linken Liste des letzten Jahres geben.
Kritische Wissenschaften
Neben verschiedenen Vorträgen und Seminaren, die wir organisierten, belebten wir den Politischen Dienstag, kurz PolDi, neu. Unsere Referent*innen organisierten für Euch jeden Dienstag einen Vortrag, der über verschiedene Themen informierte und die Möglichkeit zur kritischen Diskussion bot. Als Novum starteten wir in diesem Semester die Woche der Wissenschaften. In dieser wollten wir Forscher*innen unserer Universität ein Podium für ihre Forschung bieten, sodass man über Fachgrenzen hinweg einen Einblick in ihre Projekte erhalten konnte. Das Themenspektrum reichte hierbei von deutschsprachigem Gangstarap bis zur wissenschaftlichen Kritik am Kreationismus. Die große Besucher*innenzahl zeigte uns, dass wir damit einen Nerv der Studierendenschaft getroffen haben, sodass wir die Woche der Wissenschaften im nächsten Semester ausbauen wollen.
Bessere Arbeitsbedingungen für Studierendenschaft
Von unserem Referent für Hochschul- und Bildungspolitik wurde ein Projekt zur Vernetzung von Wissenschaftlichen und Studentischen Hilfskräften initiiert und unterstützt. Ein Ziel war die Selbstorganisation dieser zumeist nur kurzzeitig und prekär beschäftigten Studierenden. Aus diesem Projekt entstand eine Broschüre, die über die Rechte und Pflichten von SHKs/WHKs aufklärt. Ihr erhaltet diese kostenlos im AStA. Neben der Unterstützung dieses Projektes freuen wir uns, dass das Campus Office der DGB Jugend Ruhr-Mark im letzten September wieder seinen Weg zurück an die Uni gefunden hat. Da fast alle Studierende neben der Uni jobben müssen, ist solch ein Beratungsangebot unerlässlich. Deshalb stellen wir diesem Projekt einen Raum im AStA zur Verfügung, dort können sich Studierende zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen beraten lassen.
Die Universität ist für alle da!
Auch soziale Unterschiede machen vor der Universität nicht Halt, sodass wir unser Engagement im sozialen Bereich fortsetzten. So bietet der AStA Studierenden in finanziellen Problemlagen die Übernahme des Sozialbeitrags an und finanziert einen Hilfsfonds für ausländische Studierende. Derzeit stehen wir mit dem Rektorat über die Finanzierung des spielraum e.V. in Verhandlungen, welcher Stipendien für alleinerziehende Studierende in der Abschlussphase vergibt. Darüber hinaus bietet der AStA vielfältige Beratungen für Studierende an: Sowohl eine BAFÖG-Beratung, die Euch bei Problemen mit dem BAFÖG-Amt gerne weiterhilft, als auch eine Sozial- und eine Rechtsberatung. Auch für die Inklusion von behinderten Studierenden setzten wir uns dieses Jahr wieder ein. Nicht nur förderten wir die Interessengemeinschaft behinderter und nichtbehinderter Studierender bei ihren Projekten, auch setzten wir uns dem Rektorat gegenüber für die Berücksichtigung der Bedürfnisse von behinderten Studierenden bei der Campussanierung ein. Das bedeutet für uns, dass diese selbst in den Planungsprozess einbezogen werden und ihre Probleme und Bedürfnisse zur Sprache bringen können. Ein erster Erfolg ist die Anschaffung von speziellen Computerausstattungen für die Universitätsbibliothek, um allen Studierenden dort ein Arbeiten zu ermöglichen.
Mit uns vorwärts!
Wir bewegen einiges auf dem Campus und dies nicht nur in politischer Hinsicht. Die Verkehrsproblematik an der Ruhr-Universität nimmt immer mehr zu, sowohl in Hinblick auf den ÖPNV als auch den Individualverkehr. In Verhandlungen mit der BOGESTRA konnten wir eine Erhöhung der Taktung der U35 zwischen 8 und 10 Uhr morgens sowie zu weiteren Stoßzeiten erreichen. Mit der BOGESTRA stehen wir auch weiterhin im engen Kontakt und sorgen dafür, dass das zukünftige Verkehrskonzept für den doppelten Abiturjahrgang die Bedürfnisse der Studierenden gebührend berücksichtigt. So gab es bereits Probefahrten für Shuttlebusse vom Hauptbahnhof zur RUB, die eine vielversprechende Möglichkeit sind, die U35 zu entlasten. Aber nicht nur für die bahnfahrenden Studierenden sind wir da, auch der Parkplatzproblematik nahmen wir uns an. Unsere Liste unterstützte die Parkplatzresolution im Studierendenparlament und forderte vom Rektorat, die für Mitarbeiter*innen reservierten Parkflächen morgens auch für Studierende freizugeben, da zur Uni sowohl die Dozierenden als auch die Studierenden gehören. Leider konnten wir hierbei nur erreichen, dass Studierende mit Kindern Zugang zu diesen Parkplätzen erhalten. Wir werden uns weiter um eine Verbesserung der Situation bemühen. Auch auf dem Campus selbst gab es letztes Jahr ein Mobilitätsproblem. Die Universitätverwaltung war mit der Räumung des Schnees überfordert. Wir mahnten beim Rektorat dieses Jahr schon frühzeitig eine Verbesserung des Winterdienstes an und hoffen, dass er dieses Jahr besser sein wird.
Grenzenlose Solidarität von Studierenden!
Der AStA war dieses Jahr auch international tätig. Eine AStA-Delegation reiste ins postrevolutionäre Tunesien auf Einladung des dortigen Studierendenwerks. Ziel dieser Reise war die Diskussion mit den tunesischen Studierenden über die Probleme und Möglichkeiten einer studentischen Selbstverwaltung. Wir reisten durch das gesamte Land, von Tunis im Norden bis Tataouine im Süden und diskutierten vor Ort mit den Studierenden. Hierbei erhielten wir vielfältige Anregungen für die studentische Interessenvertretung, z.B. war die erste Forderung der Studierenden zumeist die Wählbarkeit ihrer Dozent*innen. Dieser Besuch war der erste Auftakt zu einem dauerhaften Austausch, derzeit laufen die Planungen für den Rückbesuch einer tunesischen Delegation im März in Deutschland. Wir freuen uns über den Gewinn an Erfahrungen und Ideen für beide Seiten aus diesem Austausch, denn die Probleme von Bochumer und tunesischen Studierenden sind sich sehr ähnlich.
Universität und Stadt – eine Einheit
Aber nicht nur international waren wir aktiv, sondern auch auf dem Campus und in der Stadt. Wie jedes Jahr förderten wir die Fachschaftsräte und die FSVK in ihrer Arbeit, denn eine starke Studierendenvertretung beginnt an der Basis. Hierfür wurden nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, sondern die Interessen dieser Gremien auch gegenüber der Universitätsverwaltung vertreten. Studentische Initiativen auf dem Campus konnten dieses Jahr auf uns als zuverlässigen Partner bauen, so unterstützen wir z.B. das videofestival, das Theaterfestival megafon, radio c.t. oder die Arbeitsgruppe ’Ungleichheit & Differenz’. Auch dem Studienkreis Film (skf) konnten wir die Zukunft sichern: Schon jetzt haben wir Rücklagen gebildet, um skf in Zukunft die Anschaffung eines digitalen Projektors zu ermöglichen, ohne den sie ihre Arbeit nicht mehr fortführen könnten. Auch außerhalb des Campus engagierten wir uns dieses Jahr, so unterstützten wir die bochumer stadt- und studierendenzeitung bei ihrem Alternativen Medienfestival in der Rotunde. Hierbei wurde in Kooperation mit dem Blog „ruhrbarone“ alternativen Medienschaffenden und Intiativen eine Plattform zur Präsentation, Vernetzung und Diskussion geboten.
Studium ist mehr als nur Lernen...
Neben all diesem Engagement leisteten wir einiges im kulturellen Bereich. Beim alljährlichen Campusfest organisierten wir wieder das Nordforum vor der UB, wo Fachschaften und studentischen Initiativen ihren Platz fanden. Auf der AStA-Bühne gabe es ein vielfältiges Programm, unter anderem mit den Zweitplatzierten des Bochumer Newcomer Festivals. Aber auch im Studierendenalltag sorgten wir für Gelegenheiten zum Feiern: Sei es auf den vom AStA veranstalteten oder unterstützten Partys und Konzerten oder auf den Fachschaftspartys im AZ oder KulturCafe.
Dies alles ist natürlich nur ein Ausschnitt aus unseren Aktivitäten das Jahr über. Wenn Du noch mehr erfahren willst, schau doch auf unsere Homepage www.lili-bochum.de. Auch bist Du herzlich eingeladen bei unseren Listentreffen jeweils Montags um 18 Uhr im Raum GB 02/160 vorbeizuschauen. Wenn wir Dich überzeugt haben, so würden wir uns freuen, Deine Stimme bei der Wahl zum Studierendenparlament vom 23. bis 27. Januar zu erhalten.
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