Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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30.Dezember2005

Die Flugblätter aus dem SP-Wahlkampf 2004


30.Dezember2005

Elite-Uni für alle

Warum es der SPD gar nicht um die Bildung geht

Denn gleichzeitig haben zahlreiche Landesregierungen Sparmaßnahmen im Bereich der Hochschulen beschlossen, die die Misere eher verschärfen als ihr entgegen zu wirken. Ob der angedrohten Streichungen befinden sich noch viele Unis im Streik, um gegen Kürzungen und Bildungsabbau zu demonstrieren.

Schaut man sich die Weimarer Leitlinien an, so wird auch schnell deutlich, dass es der SPD nicht um Bildung, sondern vielmehr um Forschung geht. „Wettbewerbsfähigkeit“ des „Standortes Deutschland“, das ist es, worum die SPD sich Sorgen macht. „Spitzenforscherinnen und -forschern“ sollen „mehr Anreize“ geboten werden, „an unseren Universitäten zu bleiben oder zu uns zu kommen“. Deswegen spricht man sich für leistungsorientierte Vergütung aus. Mit der „volksnahen“ Fußballmetapher wird gefordert, dass sich Spitzenhochschulen und Forschungszentren etablieren sollen, die „in der ersten Liga mitspielen und mit internationalen Spitzenhochschulen wie Harvard und Stanford konkurrieren können“. Im Vordergrund stehen die Spitzentechnologie und ihre ökonomische Bedeutung.

Dass die Forderung nach Eliteunis dabei ausgerechnet von der SPD kommt, die in den 60er Jahren noch die große Vorreiterin der Massenuniversität war, ist nur die Spitze des Eisberges. Alle Erkenntnisse darüber, wie Elitenbildung und sozialer Status zusammenhängen, werden über Bord geschmissen mit der lapidaren Behauptung, dies würde man entsprechend durch Stipendienförderung ausgleichen wollen. Doch wenn schon Harvard als Maßstab dient, dann auch bitte richtig: 90 Prozent der dortigen Studierenden stammen aus überdurchschnittlich gut verdienenden Elternhäusern. Dieses Beispiel zeigt, dass Elite eben nichts mit Chancengleichheit und der behaupteten Förderung der „Besten“, sondern der Reichsten zu tun hat. Und die Stipendienförderung beinhaltet noch einen weiteren Aspekt, der in der Debatte bisher übersehen wurde: Stipendien brauchen nur die, die sich Studiengebühren nicht leisten können. Durch die Hintertüte kommen somit die Studiengebühren hinein, die angeblich beim Thema Elite-Unis gar nicht angeklopft hatten. War nicht letztens noch die Rede davon, an der allgemeinen Studiengebührenfreiheit festzuhalten? Und was ist mit der Chancengleichheit, die sich die SPD auch gerne auf die Fahnen geschrieben hat?

Aber davon mal ganz abgesehen, sind die Anlässe für die konstatierte „Bildungsmisere“ unterdurchschnittliche StudienanfängerInnenzahlen, schlechte AbsolventInnenquoten und überdurchschnittlich viele StudienabrecherInnen (die aufgrund der in vielen Bundesländern eingeführten Studiengebühren auch nicht weiter verwundern dürften). Damit ist die Rede von Zahlen, die nicht genehm sind, die aber nur sehr bedingt etwas über die Qualität der Bildung aussagen. Im Vordergrund steht die Quantität: Der Output muss erhöht werden, um konkurrenzfähig zu sein. Dass Bildung jedoch nicht nach marktwirtschaftlichen Kriterien bewertet werden kann, ist ein alter Hut. Doch wenn es die oben genannten schlechten Zahlen sind, die das Problem ausmachen, wie sollen Elite-Hochschulen das Problem dann lösen? Dadurch werden die StudienanfängerInnen nicht mehr, und der „Bodensatz“ der Hochschulen wird mit Sicherheit auch keine besseren Ergebnisse erzielen. Die Qualität würde nur für einige wenige gelten, nämlich die, die zur „Elite“ gehören.

Was steckt also hinter der Forderung nach Elite-Hochschulen? Bildung wird damit einmal mehr auf die Zurichtung der Studierenden für das kapitalistische System reduziert, Chancengleichheit über Bord geworfen und kein einziges Problem gelöst. Damit reiht sich der Quatsch, den die SPD nun wieder ausgedacht hat, nahtlos in die Studiengebühren- und die Bildungsprivatisierungsdebatte ein - der Neoliberalismus lässt grüßen. Bildung liegt in der Verantwortung der Einzelnen: Wenn die Studis nicht schnell und effektiv genug studieren und für den Markt verwertbar werden, dann muss man das Pferd eben von hinten aufzäumen. Leistung soll für mehr Effizienz sorgen. Dass dabei die Argumentation mit der „Innovation“ nichts anderes als Standortdenken ist, ist geschenkt. Und das bestimmt nicht die Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen gemeint sind, ebenfalls. Anstatt also die bestehenden Probleme zu thematisieren, macht die SPD eine neues Feld auf. Die Ideen, die sie zu bieten hat, führen jedoch dazu, dass Bildung in erster Linie über Marktimpulse gesteuert werden soll. Was auf der Strecke bleibt, ist ein umfassender Bildungsanspruch, der über die reine Verwertbarkeit der AbsolventInnen für den Markt hinaus geht. Besser wäre es, anstatt darüber zu lamentieren, was wäre, wenn es in Deutschland Elite-Hochschulen gäbe, sich mit den bestehenden Defiziten auseinander zu setzen und die Situtation an den bereits existenten Unis zu verbessern. Deswegen: Elite-Uni für alle!


30.Dezember2005

Sieben gute Gründe, LiLi zu wählen

Unser Angebot, das ihr nicht ablehnen könnt

1. Studiengebühren abschaffen!

Ab kommendem Semester will die Landesregierung 650 Euro von fast einem Viertel der Studierenden kassieren. Die Linke Liste wird im AStA weiterhin Widerstand gegen jede Form von Studiengebühren organisieren und die Klagen gegen die Studienkonten unterstützen. Dabei sehen wir die Studiengebühren nicht isoliert, sondern im Kontext der herrschenden Bildungs- und Sozialpolitik.

2. Parteiunabhängig agieren

Gegen die Linke Liste treten die Hochschulorganisationen von CDU/CSU, SPD, FDP und den Grünen an. Die Linke Liste steht keiner Partei nahe, sondern ist ein breites Bündnis aus der außerparlamentarischen, antifaschistischen und undogmatischen Linken.

3. Initiativen unterstützen

Die Linke Liste sorgt dafür, dass der AStA ein verlässlicher Partner für studentische und nichtstudentische Initiativen bleibt. Die Unterstützung von Fachschaften, Kulturveranstaltungen (z.B. dem Internationalen Bochumer Videofestival) und emanzipativen Projekten ist uns dabei besonders wichtig.

4. Rektorat in die Pflicht nehmen

Überfüllte Hörsäle, unklares Lehramtskonzept, Chaos in den gestuften Studiengängen: Die Unileitung hat Zusagen nicht eingehalten und wird von einem AStA mit LiLi-Beteiligung weiter auf Trab gehalten. Die angefangenen Reformen dürfen nicht zu Lasten der Studierenden gehen.

5. Kritische Wissenschaft fördern

Leben ist mehr als zur Uni gehen und Wissenschaft ist mehr als das, was in den offiziellen Veranstaltungen vorkommt. Mit Vorträgen, Diskussionen und Lesungen werden wir kritischen Positionen Gehör verschaffen.

6. Nazis bekämpfen

Die Linke Liste nimmt weder die Naziaufmärsche in Bochum, noch die regelmäßigen Übergriffe auf diejenigen hin, die nicht ins Weltbild der Nazis passen. Wir sind aktiv im Bochumer Antifa-Plenum und organisieren mit PartnerInnen Aktionen gegen Rechts.

7. Privatisierung aufhalten

Von der Uni gegründete Firmen wie die Akademie der RUB müssen beobachtet werden. Es darf nicht sein, dass immer mehr Univeranstaltungen Geld kosten (jetzt ist das schon bei Deutschkursen und vielen Weiterbildungsangeboten so). Und natürlich bleibt mit uns das Kulturcafé Veranstaltungsort für Parties sowie alternative Kultur und wird nicht kommerziell verpachtet.


30.Dezember2005

Sieben gute Gründe, LiLi zu wählen (Englisch)

Our offer you can’t refuse

1. Abolish tuition

Starting April 2004, the government will grab 650 Euro per semester from almost 20 percent of all students in Bochum. In the student government (AStA), the Linke Liste will counsel those having to pay, actively support people going to court against the new tuition system and continue to organize resistance against any form of tuition or fee.

2. Independence from parties

At this year’s student council election, the youth groups of CDU/CSU, SPD, FDP, and the Greens are running against the Linke Liste. We have no ties to any party whatsoever. Instead, we are a group composed of the non-parlamentarian, antifascist, and undogmatic left.

3. Support grassroot groups

The Linke Liste will look to maintaining the AStA as a reliable partner of independent student and non-student groups. We will support Fachschaften, cultural events (such as the Bochumer Videofestival) and emancipatory projects.

4. Put pressure on the uni administration

Overcrowded lecture rooms, problematic ideas for the future of teacher education, chaos in the new B.A./B.Sc. courses: There still are lots of problems with the current “reforms”. In the AStA, the Linke Liste will keep putting pressure on the university’s administration. The reforms that have begun to be undertaken must not lead to adverse effects on the students in any way.

5. Further criticism in higher learning

Life extends beyond going to school, and academics is more than what you hear in the official lectures and seminars. We want to make critical positions heard by sponsoring lectures, discussions and readings.

6. Fight nazis

The Linke Liste will not remain passive, when Nazis march through Bochum, nor will we tolerate the frequent attacks upon those who don’t fit the Nazis’ world view. We are active in city-wide anti-Nazi projects and organize events against the right with partners from throughout town.

7. Stop privatization

Corporations founded by the university (such as the “Akademie der RUB”) must be watched closely. More and more lectures and seminars at university (such as the German courses for non-native speakers) actually cost money, a trend that must be stopped. And, of course, with us the Kulturcafé will remain an event location for parties and alternative culture and won’t be leased to the private sector.

Vote Linke Liste from 26 to 30 January!


30.Dezember2005

Sieben gute Gründe, LiLi zu wählen (Kurdisch)

Bi kurtasî bernameya me

1. Rakirina pereyê xwendinê!

Ji nîvsala pêþîn û pê ve hiqumeta eyaletê ji nêzîkî caryekî xwendekaran dixwaze pereyên bi qasî 650 Euro ji bo xwendinê bistîne. Lîsteya me wê di AStAyê de berxwedana xwe bidomîne û alîkarî bide daweyên hemberî vê biryarê. Em girtina vê biryarê di çarçoveya siyaseta civakî û perwerdeyî de dinirxînin.

2. Karkirina serbixwe!

Ji bilî Listeya me rêxistinên zanîngehî yên girêdahî partiyên CDU/CSU, SPD, FDP û Partiya Keskan henin. Beranberî van em ne girêdahî ti partiyên siyasî ne. Em xwe wekî yekitiyekî berfireh ku ji aliyê çepgirên derveyî parlemanê, ku li dijî ramanên faþistî û dogmatîk inpêk tên, dibînin.

3. Alîkariya înîsiyatîvan

Lîsteya me wê hewl bide, ku rêxistina AStAyê herdem alîkarî bide înîsiyatîvên xwende- û nexwendekarî. Bi taybetî alîkarî ji bo komên xwendekarên her fakûlteyê (Fachschaft), ji bo þahiyên çandî û ji bo projeyên pêþketina mirov em gelek pêwîst dibînin.

4. Hiþyarkirina rêvebirê zanîngehê

Sinifên tije, konseptek nezelal ji bo perwerdê, tevlihevbûn di beþên xwendinê yên Bachelor/Master: Rêveberî sozên xwe bi cîh neanîn û wê ji aliyê AStAyek, ku LiLi tevli bibe, herdem bê hiþyarkirin. Dibê guhertînên vê demê ji bo xwendekaran nebe bar.

5. Pêþvebirina zanîstiyên rexneyî

Jiyan ne tenê xwendin û zanistiyê ye; ne tenê naveroka dersên fermî ye. Bi semînaran, guftûgoyan û bi saetên xwendinê em dixwazin rê bidin nêrînên rexneyî.

6. Li dijî Naziyan

Lîsteya Çep ne meþên nihjadperestan ne jî êrîþên hemberî kesên ku, di nav cîhana Naziyan cîh nagrin, qebûl dike. Em bi awayekî aktîf di nav saziya Anitfa-Plenum ya Bochumê tevlidibin û em bi hevalbendên xwe çalakî li dijî nijadperestan li dar dixin.

7. Sekinandina pêvajoya menfietê þexsî

Karê rêxistinên yên ji aliyê zanîngehê sazkirî wek Akademiya RUBê dibê werin þopandin. Nabe ku çalakiyên/pêþengên zanîngehî bihatir û bihatir dibin (wek mînak: dersên zimanê almanî û gelek dersên din yên perwerdeyê). Her wekî din bi xêra me wê Kulturcafé cîhê þahî û kêfê bîmîne û kirê, wek menfietê aborî, wê neyê standin.


30.Dezember2005

Sieben gute Gründe, LiLi zu wählen (Polnisch)

Nasza oferta, którą nie możecie odrzucić

1. Chcemy pobudzić kolegium rektorskie do działania

Sale wykładowe są przepełnione, projekty naukowe są problematyczne, isnieje chaos w studiach poziomowych. Nadal wynikają problemy przy wprowadzeniu studiów na Bachelor i Master. Linke Liste jako uczestnik w ogólnym komitecie studenckim (AStA) nie będzie dawała spokoju kierownictwie universytu, ponieważ to nie jest w porządku aby reformy były uciążeniem dla studentów.

2. Znieść opłaty za studia

Od następnego semestra chce rząd krajowy kasować 650,-€ od 20 prozent studentów na unversytecie w bochum. Linke Liste będzie doradzać osobom, które są zainteresowane i dotknięte poprzez sytuację. Linke Liste będzie pomagać aktywnie przy skargach przeciwko kontom studenckim. Będzie nadal organizowała opór przeciwko wszystkim opłatom za studia.

3. Umocnić inicjatywy

Linke Liste angażuje się aby ogólny komitet studencki (AStA) był zawsze zaufanym partnerem w inicjatywach studenckich a także nie studenckich. Zależy nam na pomocy dla grup z różnych dziedzin, które zastępują interesy swoich studentów. Podpieramy bardzo chętnie imprezy kulturalne (jak np. międzynarodowy festiwal-video w bochum), najważniejsze jest nam wsparcie projektów emancypacyjnych.

4. Wspierać naukę krytyczną

Życie jest więcej an nie tylko codzienna droga do universytetu, nauka jest więcej a nie tylko to co występuje w ramach wykładów oficjalnych. Poprzez dyskusje, wykłady i wieczory autorskie skupiamy uwagę słuchaczy na krytyczne pozycje.

5. Zwalczyć nazistów

Linke Liste nie toleruje pochodów nazistowskich w Bochum i nigdzie w pobliżu, nie tolerujemy ingerecji przeciwko tych, któży nie pasują w obraz świata nazistowkiego. Jesteśmy aktywni w plenum antyfaszystowkim w Bochum i organizujemy akcje z różnymi partnerami przeciwko prawicy.

6. Zatrzymać prywatyzację

Chcemy nadal obserwować firmy, które zostały założone poprzez universytet, jak np. „Akademie der RUB”. To niemożliwe, żeby wykłady na universytecie kosztowały pieniądze. Obecnie wystepuje to w ramach kursów języka niemieckiego i innych wykładach dokszatałceniowych. Naturalnie pozostanie wraz z nami nasza Kulturcafé, jako miejsce na dyskusje, zebrania i imprezy, a także miejsce dla kultury alternatywnej i nie może być komercjalisowane.

7. Wtrącaj się aktywnie, niezależnie od partii

Grupy partyjne na universytecie w Bochum jak CDU/CSU, FDP, SPD und die Grünen stoją w ramach wyborów do parlamentu studenckiego przeciwko Linke Liste. Linke Liste jest niezależna od partii. Jest rozpiętym zwiąskiem pozaparlamentarnej, antyfszystowskiej i niedogmatycznej lewicy.

Dlatego wybież Linke Liste od 26. do 30. Stycznia!


30.Dezember2005

Sieben gute Gründe, LiLi zu wählen (Spanisch)

Nuestra oferta, qué no podéis rechazar

1. Abolir las tasas de estudio

A partir del semestre que viene el gobierno del estado de Renania del Norte/Westfalia quiere cobrar 650 Euro a cerca del 20 por ciento de los estudiantes en Bochum. La Lista de Izquierda en el AstA asesorará a l@s afectad@s, apoyará activamente demandas contra las tasas y seguirá organizando protestas contra qualquier forma de tasas de estudio. Para nosotr@s estas tasas no son algo aislado y deben ser vistas en el contexto de la política educativa y social de hoy.

2. Actuar independientemente de los partidos políticos

A parte de la Lista de Izquierda, las organizaciones universitarias de la CDU/CSU, SPD, FDP y los Verdes luchan por los votos. La Lista de Izquierda no está afilado a ningún partido político, sino que es una amplia alianza compuesta por grupos de diversas concepciones de la izquierda no-parlamentaria, antifacista y no-dogmática.

3. Apoyar iniciativas

La Lista de Izquierda se encarga de que el AStA siga siendo un compañero seguro para iniciativas estudiantiles y no-estudiantiles. Ante todo es importante para nosotr@s en este contexto el apoyo a las diferentes organizaciones estudiantiles dentro de los diversas facultades(Fachschaften), actos culturales (como por ejemplo el Festival Internacional de Video de Bochum) y proyectos emancipativos.

4. Hacer jurar el cargo al rectorado

Aulas saturadas, un concepto problemático para el cargo de profesores y profesoras, caos en las nuevas carreras de B.A./M.A.: Todavía existen muchos problemas, sobre todo con respecto al B.A./M.A. Un consejo estudiantil (AStA) con la Lista de Izquierda va a seguir haciendo sudar al rectorado, porque las reformas ya iniciadas no deben ir en contra de l@s estudiantes.

5. Fomentar la ciencia crítica

La vida es más que el estudio y la ciencia es más de lo que se nos enseña en las aulas. A través de conferencias, discusiones y lecturas les daremos una voz a posiciones críticas.

6. Luchar contra nazis

La Lista de Izquierda no tolera ni las manifestacione de nazis en Bochum, ni los asaltos casí diarios contra gente, que no cabe en la ideología de los nazis. Trabajamos activamente en el Pleno Antifacista de Bochum y, junto a otros grupos, organizamos acciones contra la extrema derecha.

7. Frenar la privatización

Empresas fundadas por la universidad, como la Academia de la RUB (Akademie der RUB) deben ser observadas detenidamente. No debe ser que cada vez se cobre más por clases universitarias, como ya es el caso de los cursos de alemán y cursos de perfeccionamiento profesional. Y, naturalmente, el Kulturcafé seguirá siendo un lugar de fiestas y para cultura alternativa y no será arrendado comercialmente.

Del 26. hasta el 30. de enero de 2004: Elecciones para el parlamento estudiantil en la RUB

Del 26. hasta el 30. de enro podéis elegir de nuevo al parlamento estudiantil, y así decidir, quien representará los intereses estudiantiles el año que viene. Esto puede ser una turba aburrida de juventudes de ciertos partidos políticos y de fuerzas ápoliticas, o una viva representación de intereses, que se mete con toda su fuerza en la vida política dentro y fuera de la universidad. Lo decidís vosotras y vosotros.

El por qué es más astuto votar por la Lista de Izqueirda, lo podéis leer en el reverso de esta circular. Igual de impotante es saber como se hace:

En o junto a las cafeterias GA, GB, GC, IB, NA, NC, MA y HZO estarán las urnas durante la semena de las elecciones. Tenéis que votar en el edificio de vuestra materia principal. Enseñando vuestra credencial estudiantil a las personas que se encuentran junto a las urnas, os dan un boleto de voto grande e intrincado, donde están escritos todos los nombres de los candidatos y candidatas. Haced una cruz en frente del nombre de vuetsr@ candidat@ elegid@, doblar la hoja, introducirla en la urna y listo.

Según los votos absolutos las diferentes listas reciben escaños en el parlamento estudiantil. Cuando queden distribuidos los escaños en el parlamento - en total hay 35 escaños, así que 18 escaños alcanzan para una mayoria absoluta - se encuentran socios para formar una coalición. Poniendose de acuerdo estos, el parlamento estudiantil elige el consejo estudiantil (AStA), que de momento está formado por la Lista de Izquierda y la Lista Alternativa (Alternative Liste, al).


30.Dezember2005

System error

Here’s fine revolution, an we had the trick to see’t. Hamlet, V.1

Die „Bildungsmisere“, die allenthalben beklagt wird, ist ein Problem, mit dem Menschen ohne Berufsperspektive ganz gut leben können, da es ihnen nämlich schnuppe sein kann, ob die Funktionseliten dieser Welt noch richtig lesen und schreiben können, geschweige denn in ihrem vollbeschäftigten Leben jemals noch ein richtiges Buch zu Gesicht bekommen. Von den Übrigen wird ohnehin bloß erwartet, dass sie ohne Verrenkungen ihre Unterschrift leisten und sich am Arbeitsplatz nicht gegenseitig abmurksen. Die Umstellung der Universitäten auf höhere Ausbildungsanstalten mit Stundenplänen, Klausurarbeiten und möglichst schnellen Abschlüssen zeigt unterdes an, dass auch von den Studierten demnächst nicht viel mehr erwartet wird. Die Zeiten, wo man an den Unis mit Theorien konfrontiert wurde, die wenn nicht die Welt, so doch das eigene Verhältnis zur Welt verändert haben, sind vorbei. Auch die so genannten Geisteswissenschaften haben sich inzwischen weitgehend aufs Dichten verlegt. Gedacht werden muss in Philosophie, Philologien und Sozialwissenschaften nötigenfalls nur noch eine einzige Theorie, die man zum besseren Verständnis nicht einmal wirklich begreifen muss: die Systemtheorie von Niklas Luhmann. Diese Theorie erklärt nicht nur, warum in der scheinbar aus den Fugen geratenen Welt alles an seinem Platz ist; sie räumt sogar denjenigen, die solche Weisheit berufsmäßig weitertratschen, ein für das Funktionieren des Ganzen angeblich notwendiges Plätzchen im Wissenschaftssytem ein. Das macht auf jeden Fall glücklicher als eine kritische Theorie, die frühere Generationen in Selbstzweifel gestürzt und schließlich in den Suff getrieben hat.

Die Systemtheorie steht dem Wissenschaftsbetrieb gut zu Gesicht: Sie argumentiert „wertfrei“, will nur beobachten und zu nichts verpflichten, und sie gibt der Gesellschaft eine Daseinsberechtigung, wie sie vielleicht seit Hegel niemand mehr so unverfroren auf den Tisch gebracht hat. Die objektive Vernunft, die Hegel dazu herbemühen musste, ist längst in die Funktionale gerutscht und das Bewusstsein der Freiheit auf dem Müllhaufen des alteuropäischen Denkens abgelegt. Der soziologische Bauplan, den Luhmann über rund 50.000 Seiten entrollt, um die moderne Gesellschaft als eine der funktionalen Differenzierung zu beschreiben, ist ernüchternd in jeder Hinsicht. Wer von utopischen Schwärmereien die Nase voll hat, betritt mit der Systemtheorie endlich ein Paradies der Sachlichkeit. Alles um einen herum kommuniziert und interpoliert und penetriert und der Tigersprung unter freiem Himmel, als welchen Walter Benjamin einst die Revolution bezeichnet hat, findet an keine der Kommunikationen mehr Anschluss. Zumal für ehemalige Radikale, die ihre schlechte Behausung aufgeben und zum Beispiel auf einen Lehrstuhl umziehen wollen, hält Luhmann eine Art zweiten Bildungsweg bereit. Komplexe Theorien (Marx, Adorno usw.) haben sie schon früher nicht recht verstanden, und wenn sie Luhmann heute ebenso schlecht verstehen, verstehen sie ihn möglicherweise genau richtig. Das Zauberwort Komplexität allein reicht hin, um wenigstens das eigene Verhalten, das jetzt Funktionieren heißt, zu plausibilisieren.

Luhmanns Theorie hat nichts mit Geschichte und im Grunde auch nichts mit Gesellschaft zu tun. Das macht ihren Reiz gegenüber herkömmlichen Soziologien gerade aus. Das Universum, das sie beschreibt, besteht aus abstrakten Kommunikationen und Koppelungsprozessen, aus Systemen, die sich wechselseitig als Umwelt in Anspruch nehmen. An keiner Stelle ist von handelnden Menschen, Klassen oder den gesellschaftlichen Formbestimmungen die Rede, die das menschliche Handeln genauer erklären könnten. Inmitten dieser gigantischen Relaiskonstruktion, die manche für eine unübertreffliche Beschreibung der modernen Gesellschaft halten, installiert sich die Theorie als Beobachter, der alles im Griff hat – oder jedenfalls alles in Begriffe fassen kann, die so weit hergeholt sind, dass ihnen platterdings niemand zu widersprechen wagt. Einwände können stets als „unterkomplex“ zurückgewiesen werden. Wer sich auf die Theorie erst einmal einlässt, wird auch vermutlich bald keinen Einwand mehr finden. Anders als postmoderne Instantphilosophien besticht Luhmanns Theorie durch strenge Systematik und eine Gelassenheit, die jeden Zweifel als Sentimentalität erscheinen lässt. Nie hat man den Eindruck, etwas besser zu wissen als der Autor, der auf seinem Terrain souverän mit allem fertig wird. Man kann ihm nur folgen (und vertrauen, wo man ihm nicht folgen kann) oder ein anderes Buch zur Hand nehmen.

Zum Beispiel eins von Marx: „Unbestreitbar eine geniale Konstruktion“, so hat Luhmann einmal die Marxsche Theorie kommentiert. Und wer könnte das besser beurteilen als einer, der zwar von kritischer Theorie nie etwas wissen wollte, es aber selbst beim Konstruieren von Gedankenwerk zu wahrer Ingeniosität gebracht hat? Im Unterschied zu den gern gesehenen Sykophanten der Wissenschaft, die wie Ulrich Beck lieber fürs Feuilleton schreiben, weil sie dort bereits für Denker gehalten werden, war Niklas Luhmann tatsächlich einer. Nur leider hat er sich zeitlebens Gedanken gemacht, deren Zweck allein darin besteht, das von ihm selbst so ausführlich beschriebene Wissenschaftssytem bei Laune zu halten. Alles andere ist der Einbildung der darin tätigen Bewusstseinssysteme zuzurechnen.

Leute, die fürchten müssen, dass, wenn sie wirklich etwas über Gesellschaft erfahren, sie es in dieser Gesellschaft zu nichts mehr bringen werden, können den Luhmann getrost lesen und trotzdem das gute Gefühl behalten, sich mit großer Theorie zu beschäftigen. Einfacher und billiger wäre allerdings eine Flasche Schnaps.


30.Dezember2005

Faschos, haut ab!

Gegen den Naziaufmarsch im März in Bochum

Einig ist man sich darüber, dass die bösen »-ismen« nicht aus dem Nichts heraus entstehen, sondern weit tiefergehende Ursachen haben. Faschistische Angriffe und Gewalt kommen zur Entfaltung, weil sie in ein gesellschaftliches Klima eingebettet sind. Die Stiefelnazis, die man zuweilen pöbelnd die Straßen herunterziehen sieht, sind nur die Spitze eines Eisbergs, der weitaus tiefer reicht, und sich nicht nur bis in die explizit bürgerlichen oder rechten Parteien erstreckt. Akzeptanz für viele rechtskonservative Grundhaltungen findet sich auch in der Mitte der Gesellschaft – sonst wären öffentliche Demonstrationen von Neonazis kein Thema, und müssten auch nicht verboten werden.

So sind auch in Bochum Naziaufmärsche ein Thema, mit dem man sich nach wie vor beschäftigen muss. Allein im letzten Jahr fanden drei (am 28. Dezember 2002, am 4. Januar 2003 und am 22. Februar 2003) in Bochum statt! Gegen diese Aufmärsche stellte sich ein breites Bündnis von Gegendemonstranten, dem auch die Linke Liste angehörte. Die Stadt dagegen hielt lediglich beim letzten Aufmarsch eine Kundgebung fernab der Demoroute der Nazis.

Doch nicht genug damit, am 13. März diesen Jahres kündigen die ungenehmen Kameraden sich erneut an: Es soll gegen den Bau der Synagoge in Bochum protestiert werden. Angekündigt wird dies auf der Internetseite der rechtsradikalen Organisation »Widerstand Wattenscheid« unter dem Titel: »Stoppt den Synagogenbau – 4 Millionen fürs Volk!«. Nicht nur die Linke Liste, auch 24 Bochumer Richterinnen und Richter wollen dies nicht tatenlos hinnehmen! Sie verfassten kürzlich einen offenen Brief an Polizeipräsident Wenner, in dem sie ein Verbot des angekündigten Aufmarsches fordern. Es bleibt abzuwarten, wie die Reaktion auf dieses Schreiben ausfällt. Fest steht jedoch, dass dieser Aufmarsch auf keinen Fall stattfinden darf, und sollte ein Verbot ausbleiben, wird die Linke Liste alles daran setzen, ihn zu verhindern!

Zur Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch wird am 27. Februar im Bahnhof Langendreer ein Konzert stattfinden, das von einer lokalen Antifagruppe, der »Radikalen Sternchen-Antifa« organisiert wird. Aktuelle Infos unter: http://www.bo-alternativ.de.


26.Januar2004

Gegen Nebelkerzen

Endspurt bei den StuPa-Wahlen – heute noch Linke Liste wählen!

Unklare Positionen zu Studiengebühren

Auch wenn der RCDS Bochum nominell an der Forderung nach einem gebührenfreien Studium festhält, sind Zweifel angebracht. Die CDU hat in diversen Ländern Studiengebühren eingeführt und fordert diese auch in NRW. In Baden-Würtemberg plant die CDU-FDP-Mehrheit im Landtag, demnächst ab dem ersten Semester Studiengebühren von allen StudentInnen zu erheben. Und die parteieignen Studis? Der RCDS-Bundesverband hat sogar auf dem vergangenen CDU-Parteitag einen Initiativantrag eingebracht, der allgemeine Studiengebühren fordert. Ähnlich bei den RUB-Rosen: Auch wenn ihre persönliche Ablehnung von Studiengebühren vielleicht etwas glaubhafter ist, unterstützen sie eine Partei, die gerade Studiengebühren in NRW einführt. Und auch die Rhetorik der Grünen Hochschulgruppe zeichnet sich durch eine Polemik gegen diejenigen aus, die mit den Streiks und Protesten in den vergangenen zwei Jahren zumindest eine Einschreibegebühr von 50 Euro pro Semester verhindert haben.

Wahlkampf mit unwahren Behauptungen

Wenn Argumente fehlen, dann werden einfach Fakten erfunden: So behauptet der RCDS, der amtierende AStA habe die Sozialberatung für Studierende abgeschafft. Das Gegenteil ist der Fall: Wir haben die Sozialberatung im vergangenen Jahr sehr erfolgreich eingeführt. Weiter meint der RCDS: „Kopierzentrale und Druckerei arbeiten oft mit veralteten Maschinen und bieten ihre Leistungen z.T. deutlich teurer an als vergleichbare private Anbieter.“ Richtig ist: Im vergangenen Jahr haben wir die Kopierer erneuert, außerdem ist uns kein kommerzielles Angebot bekannt, dass unseren Kopierpreis von 2,5 Cent pro Kopie (im Kopierzentrum auf GA/03) unterbieten kann. Auch will der RCDS angeblich die Aufwandsentschädigung „für AStA-Referenten auf 350 € pro Monat senken“, obwohl ein Großteil unserer ReferntInnen 90 Euro weniger erhält.

Genauso unwahr ist die Behauptung, der amtierende AStA habe die Finanzmittel für die Fachschaften gekürzt: Im Gegenteil standen den Fachschaften für ihre Projekte in der Geschichte der Ruhr-Universität noch nie so viel Geld zur Verfügung wie in den vergangenen zwei Jahren. Ähnlich seltsam ist die Forderungen der Grünen Hochschulgruppe, welche die „ Unabhängigkeit der Fachschaften vom AStA und den hochschulpolitischen Listen wieder herstellen“ will, obwohl natürlich die Fachschaften schon immer völlig unabhängig von den politischen Listen waren und sind. Auch die Rechenspielchen der Grünen, nach denen der amtierende AStA nur halb so viel Geld für Hochschulpolitik ausgebe wie für andere Referate, greifen nicht: Hier haben die Grünen schlichtweg den Haushalt nicht verstanden oder absichtlich nur einen Teil der hochschulpolitischen Ausgaben in ihre Berechnungen einbezogen.

Privatisierung des Kulturcafés

In den vergangenen Jahren hat der RCDS ausdauernd gefordert, das Kulturcafé (für einen Euro!) privat zu verpachten. Bisher ist es seit seiner Gründung in studentischer Hand. Wahrscheinlich wegen der Proteste gegen diese Pläne ist diese Forderung nicht mehr ausdrücklich im RCDS-Wahlprogramm zu finden. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der RCDS an dieser Politik festhalten wird. Mit fatalen Folgen: Eine solche Privatisierung würde das umfangreiche kulturelle und politische Veranstaltungsprogramm gefährden. Soll eine Initiative oder eine Fachschaft, die das Kuulturcafé nutzen will, wirklich vorrechnen müssen, dass der Getränkeverkauf bei ihrer Veranstaltung eine Einschränkung des regulären Cafébetriebs rechtfertigt?

Keine Unterstützung von Initiativen

Der RCDS möchte die Unterstützung für viele Initiativen kürzen, die eine wichtige Funktion in der Universität erfüllen und auch Ausstrahlungskraft in die Stadt haben. Das Spektrum der unterstützten Initiativen reicht dabei von kulturellen Projeken bis hin zu Initiativen, die sich z.B. den Naziaufmärschen in Bochum entgegenstellen. Ähnliche Töne stimmt auch die Grüne Hochschulgruppe an, die bei Radio c.t. Behauptet hat, um diese Fragen würde sich ja die Grüne Partei und ihre Jugendorganisation kümmern, deswegen solle sich die Studierendenvertretung da raus halten.

Kürzungen bei den Autonomen Referaten

Jedoch sollen nicht nur die Initiativen in Zukunft weniger Geld erhalten, sondern auch die Autonomen Referate (FrauenLesben, Schwule und AusländerInnen) würden dran glauben. Der RCDS plant, diesen die Sachmittel massiv zu kürzen. Die RUB Rosen äußern sich hierzu nicht.

Ach ja, und die FDP?

Gerne hätten wir uns auch zum Programm der Liberalen Hochschulgruppe geäußert, nur waren wir nicht in der Lage, dieses aufzutreiben. Weder auf Papier, noch im Internet: Auf der Homepage findet sich noch immer der Aufruf, bei den Wahlen im Januar 2002 die LHG zu wählen.

Fest steht: Ein parteipolitischer AStA hätte verheerende Folgen für das politische Klima an der Universität. Und auch ganz konkret würde für viele Projekte kein Geld mehr zur Verfügung stehen. Gegen Nazis und rechte Burschenschaften würde weniger Widerstand geleistet. Dazu kommt, dass die AutorInnen der Wahlprogramme wahlweise absichtlich Falschbehauptungen aufstellen oder von entscheidenden Vorgängen an der Universität keine Ahnung haben. Wer dagegen weiterhin einen kompetenten, kritischen und parteiunabhängigen AStA haben möchte, sollte heute noch Linke Liste wählen!