20.April2007
Alfred Hitchcocks ’Lifeboat’
Filmabend der Linken Liste
Schlagworte: Kultur // Veranstaltungen
Mittwoch, 25.04., 19 Uhr im KulturCafé
Er habe immer schon mal einen Film in einer Telephonzelle drehen wollen, erklärte Alfred Hitchcock. 1944, während des Zweiten Weltkriegs, gab ihm die 20th Century Fox Gelegenheit dazu. Das Rettungsboot, auf dem sich die komplette Handlung des Films in Nahaufnahmen abspielt, beherbergt acht überlebende eines Torpedoangriffs: eine Journalistin, einen Arbeiter tschechischer Herkunft, der mit dem Sozialismus sympathisiert und die Deutschen haßt, einen Fabrikbesitzer, einen verletzten Seemann, der früher einmal Schmidt hieß und sich jetzt Smith nennt, einen dunkelhäutigen Schiffssteward und andere. Zu ihnen gesellt sich bald ein Neunter, Willy, der der Besatzung des deutschen U-Boots entstammt, das für den Angriff auf das Passagierschiff verantwortlich war.
"Ich fühlte das Bedürfnis”, erklärte Hitchcock im Gespräch mit Francois Truffaut, "meinen kleinen Beitrag zu den allgemeinen Kriegsanstrengungen zu leisten, und für den aktiven Militärdienst war ich zu alt und zu dick.” Der Film, der in der BRD erst 1974 im Fernsehen ausgestrahlt wurde, wird - Willy zuliebe, der angeblich nur Deutsch spricht - in der englischsprachigen Originalfassung gezeigt.
Mit einer kurzen Einleitung von Christoph Hesse.
Lifeboat, USA 1944, Regie: Alfred Hitchcock; Drehbuch: Jo Swerling, nach einer Originalstory von John Steinbeck; Darsteller: Tallulah Bankhead, William Bendix, Walter Slezak u.a.; Länge: 96 Min.
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