Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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29.Januar2009

Antifaschismus mit der LiLi

Schlagworte: Antifa

Seit ihrem Bestehen engagiert sich die Linke Liste für einen konsequenten Antifaschismus auf dem Campus und in der Stadt. Auch im letzten Jahr haben wir es geschafft, durch unsere Arbeit im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) antifaschistische Arbeit zu unterstützen und sinnvolle Projekte finanziell und infrastrukturell zu fördern. Außerdem haben wir inhaltliche Veranstaltungen und Publikationen ermöglicht, die über Nazistrukturen aufklären oder weitergehendes Wissen über rechte Denkweisen vermitteln.


Am 25.10. letzten Jahres hatte die NPD ein weiteres Mal versucht, mittels einer Demonstration durch die Bochumer Innenstadt ihre rassistischen und antisemitischen Inhalte öffentlich zu verbreiten. Um den Rechten diese Plattform streitig zu machen, hatten sich die Referenten der Linken Liste im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) dafür eingesetzt, die Aktivitäten gegen den rechten Aufmarsch auf verschiedenen Ebenen zu unterstützen. Obwohl die Demonstration der NPD wegen der starken Polizeipräsenz zum Schutz der Rechten nicht verhindert werden konnte, wurde durch die Gegenmaßnahmen ein wichtiges Zeichen gesetzt. Es ist ein wichtiges Anliegen der Linken Liste, dass die Aktionen und Propaganda der extremen Rechten nicht unkommentiert hingenommen werden.

Das Problem an der Wurzel fassen

Versatzstücke extrem rechten Gedankenguts sind allerdings auch in der Mitte der Gesellschaft zu finden. Daher hat sich die Linke Liste im letzten AStA darum bemüht, im Rahmen des wöchentlichen „Politischen Dienstags“ (PolDi) auch über die Entstehungsbedingungen von Antisemitismus, Rassismus, Sexismus usw. aufzuklären. In diesem Rahmen wurden im letzten und aktuellen Semester Veranstaltungen zu den Themen kritische Theorie, Rechtsrock, Psychoanalyse und vielen weiteren Ansätzen und Schwerpunkten organisiert. Auch außerhalb der Uni haben wir die linke Bildungsarbeit nicht aus den Augen verloren: Im letzten Sommer haben die LiLi und der AStA die Organisation des NRW-weiten Antifacamps in Mülheim entscheidend unterstützt. Dort gab es sowohl niedrigschwellige Einführungsveranstaltungen, als auch komplexe Vorträge zu diversen Aspekten von Antifaschismus und Gesellschaftskritik.

Raum für Diskussionen

Im Referat für kritische Wissenschaften geben die ReferentInnen der LiLi die Publikation „decrypt – Zeitschrift für Diskussion und Praxis“ heraus, von der bereits drei Ausgaben erschienen sind und die großen Anklang gefunden hat. Inhaltlich setzt sich das Heft mit aktuellen Entwicklungen in der Nazi-Szene, aber auch mit theoretischen Diskussionen – etwa zur Finanzkrise oder zur völkischen Ideologie der Vertriebenenverbände – auseinander. Darüber hinaus wurde auch antifaschistischen Gruppen aus der Umgebung die Möglichkeit gegeben, eigene Veröffentlichungen über Nazistrukturen vor Ort drucken zu lassen.

Build a team – start the action

Die Linke Liste begrüßt die Gründung der „Offenen Uni Antifa“, die sich vor wenigen Tagen auf dem Campus zum ersten Mal traf. Wir möchten im kommenden Semester die Arbeit dieser Gruppe aus dem AStA heraus tatkräftig unterstützen und vielleicht auch gemeinsame Aktionen durchführen. Ihrem Selbstverständnis nach setzt sich diese neue Gruppe sowohl aus interessierten KommilitonInnen, als auch aus engagierten Leuten aus der Stadt zusammen. Dies halten wir für einen guten Ansatz, da hierdurch die lokale Vernetzung antifaschistischer Arbeit gestärkt wird. Für eine sinnvolle Verbindung von Theorie und Praxis

Die Linke Liste wird ihr antifaschistisches Engagement auch im nächsten Jahr fortsetzen, damit alle Studierenden (egal, woher sie kommen und wie sie aussehen) an einer Uni und in einer Stadt studieren können, an der sie keine Übergriffe oder Diskriminierungen durch extreme Rechte fürchten müssen. Kein Fußbreit den Faschisten - an der Uni und sonstwo!