22.Mai2007
Antifaschistischer Kompromiß Pt.1
Schlagworte: Antifa
Am Dienstag, den 16.5., fand im Bochumer "Haus der Geschichte des Ruhrgebiets“ ein Vortrag statt, der vom Bochumer DGB und dem ehemaligen AStA der RUB veranstaltet wurde. Thema war der Naziladen Goaliat und in Zusammenarbeit mit der Ehrenfelder Initiative gegen den Laden am Schauspielhaus wurde dort etwa 100 AnwohnerInnen über den Zusammenhang zwischen rechter Mode, dem neuen Lifestyle der extremen Rechten und dem Laden "Goaliat“ informiert. Der neue Asta hielt es nicht für nötig dort zu erscheinen.
Trotz der Tatsache, dass auch der neue AStA immer noch als Veranstalter fungierte, schien es niemanden im AStA möglich die Veranstaltung zu besuchen oder einen irgendwie gearteten Beitrag zu leisten. Der letzte AStA und die ReferentInnen der Linken Liste waren immer bemüht den Kontakt zu antifaschistischen Initiativen in der Stadt zu suchen und zusammen zu arbeiten. So war es für uns auch selbstverständlich die Veranstaltung mit zu organisieren und dort auch aktiv teil zu nehmen.
Nachdem der neue AStA-Vorsitzende jedoch auf der SP-Sitzung auf der er gewählt wurde schon ankündigte "Kompromisse“ beim Thema Antifaschismus machen zu müssen, da der RCDS bestimmt nicht alles mittragen würde, zeigt sich nun sehr schnell wie dies in der Praxis aussieht. Obwohl im Bündnis gegen den Naziladen die SPD, die Jusos und die Schüler-Jusos mitarbeiten, scheint dem neuen AStA selbst diese Art antifaschistischen Engaments zu gewagt, als das man daran teilnehmen könnte.
Die Linke Liste ist auch ausserhalb des AStA weiterhin ein verläßlicher Partner für antifaschistische Initiativen. Im neuen AStA gibt es nicht einmal ein Referat für Studierende die sich gesellschaftspolitisch engagieren möchten. Und die Tatsache, dass der neue AStA in der ersten Woche seiner Amtszeit nichts zustande gebracht hat, außer Flugblätter über den unaufgeräumten AStA zu schreiben, lässt nichts Gutes hoffen. Weder gibt es bisher einen Koalitionsvertrag, der schon für letzte Woche angekündigt war, noch hält es der AStA für nötig sich gegen einen eindeutig extrem rechten Bekleidungsladen in Bochum zu stellen.
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