5.Dezember2005
Das Ergebnis der Urabstimmung
Klares JA! für ein gebührenfreies Studium
Schlagworte: Hochschulpolitik // Studiengebühren
Es ging heiß her in diesen kalten Wintertagen. Am letzten Mittwoch gingen 3000 Leute in Düsseldorf auf die Straße, um gegen die Einbringung des Gesetzesentwurfs von CDU und FDP in den Landtag zu protestieren. Hier an der Ruhr-Uni machte das Ergebnis der Urabstimmung klar, dass eine große Mehrheit von über 90 Prozent der Studierenden gegen Studiengebühren in jeder Form ist.
Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 22 Prozent. Damit blieb sie zwar deutlich unter der Marke von 33 Prozent, die im Mai diesen Jahres bei der Urabstimmung in Hamburg erreicht wurde. Verglichen mit der jährlichen Wahl zum Bochumer Studierendenparlament, die leider nur selten mehr als 10 Prozent der Eingeschriebenen zur Stimmabgabe motiviert, ist diese Wahlbeteiligung aber als Erfolg zu werten.
Die Auswertung der vom Rektorat durchgeführten Online-Umfrage, die aufgrund ihres suggestiven Designs innerhalb der Studierendenschaft für viel Umnut gesorgt hat, steht noch aus. Eine Stellungnahme von Prof. Dr. Wagner zum Ergebnis der Urabstimmung liegt bisher ebenfalls nicht vor.
Wie geht es weiter?
Für den Rektor und den Senat ist das Ergebnis der Urabstimmung rechtlich nicht bindend. Den Entscheidungsträgern sollte aber klar geworden sein, dass wir die Einführung allgemeiner Studiengebühren nicht einfach so hinnehmen werden. Sollten sie das eindeutige Votum ignorieren, wird der Winter heißer denn je.

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