15.Januar2010
Die Linke Liste stellt sich vor
Schlagworte: Über uns // Wahlen 2010
Linke Hochschulpolitik – das bedeutet Studierendenvertretung mit sozialem Bewusstsein. Der Linken Liste ist es ein wichtiges Anliegen, den unsozialen Gang der gesellschaftlichen Entwicklung, der sich auch an den Universitäten deutlich bemerkbar macht, zum Besseren zu wenden.
Unserem Engagement liegt eine grundsätzliche Herrschaftskritik zugrunde; wir mischen uns überall dort ein, wo soziale Unterdrückung und Ungleichheit vorliegen. Weil das Studium mehr bedeutet als bloßes Auswendiglernen und Wissenschaft mehr ist als das, was das Vorlesungsverzeichnis hergibt, organisierten ReferentInnen der Linken Liste auch in diesem Jahr wieder über den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) kritische Vortragsreihen zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen. Durch das Engagement unserer ReferentInnen im AStA-Referat für kritische Wissenschaften hattet ihr das ganze Jahr über die Möglichkeit, im Rahmen der Reihen „CRITIX“ und „COUNTER CURRICULUM“ Vorträge zu hören, die sich in kritischer Absicht mit gesellschaftlichen Sphären wie Ökonomie, Politik Religion und Kultur beschäftigten. Außerdem unterstützten unsere ReferentInnen, die für die Linke Liste im Referat für Grund- und Freiheitsrechte aktiv sind, die Vortragsreihe „Geschlecht und Gesellschaft“.
Gegen alle bösen -ismen!
Die Linke Liste tritt ohne Wenn und Aber für das allgemeinpolitische Mandat der Studierendenvertretung ein. Da Universitäten nicht im luftleeren Raum existieren, sondern in die Gesellschaft eingebunden sind, ist es wichtig, dass der AStA auch politische Bildungsarbeit leistet sowie kulturelle und politische Initiativen und Projekte unterstützt. Ob Aufmärsche von Neonazis in Bochum, die Einrichtung „national befreiter“ Zonen in Dortmund oder extrem rechte Propaganda an der Uni – wir stehen dafür ein, dass solche Entwicklungen auch vom AStA nicht unkommentiert hingenommen werden. Seit Jahren sind wir in überregionalen antifaschistischen Plena organisiert und unterstützen Aktionen gegen Nazis in Bochum und anderen Städten. Zudem haben wir uns in den beiden letzten Jahren maßgeblich an den NRW-weiten Antifa-Camps in Oberhausen beteiligt.
Rot-Grün-Schwarz-Gelbe Reformen
Die unsinnigen Reformen, die seit dem Bologna-Prozess und dem Hochschul“freiheits“gesetz das Leben der Studierendenschaft (und auch das unserer DozentInnen) schwer machen, stehen ebenfalls im Fokus unseres kritischen Engagements. Die M.A.s sind, entgegen vorherigen Versprechen von Landesregierung und Uni-Leitung, zumeist zulassungsbeschränkt. Die Verschulung des Studiums verunmöglicht individuelle Schwerpunktwahl. Mangelnde Flexibilität und zunehmender Einheitsbrei in der Lehre sind an der Universität längst Usus und eine Wissenschaft in kritischer Absicht wird mehr und mehr an den Rand gedrängt. Das schwarz-gelbe „Hochschulfreiheitsgesetz“ läutet Änderungen ein, die die Universitäten in kleine Kapitalgesellschaften transformieren, die auf dem Markt gegeneinander konkurrieren. Zudem wird eine Wissenschaft, die ihre finanziellen Mittel zunehmend von kapitalträchtigen Unternehmen beziehen soll, stark in ihrer Forschungsautonomie eingeschränkt.
Studentisches Engagement
Eine Hochschule, wie wir sie uns wünschen, beinhaltet gut strukturierte, freie Studienangebote, in denen auch gesellschaftskritische Standpunkte nicht zu kurz kommen. Außerdem darf das Studiumsreglement nicht weiter durch Studiengebühren, NCs etc. einem Großteil der Studierenden den Weg in Richtung „wissenschaftlich anerkannter Abschluss“ versperren. Wir wollen eine Uni ohne Naziparolen und eine Wissenschaft, die in der Lage ist, auch gesellschaftliche Missstände zu kritisieren. Obwohl diese Forderungen auf den ersten Blick Selbstverständlichkeiten sind, gibt es keine Hochschulgruppe, die diese Ziele so konsequent einfordert wie die Linke Liste. Deshalb: Gebt eure Stimmen bei den Wahlen zum Studierendenparlament (zwischen dem 18. und 22. Januar 2010) einem/er der 120 KandidatInnen der LiLi! Schon Pablo Picasso hat gesagt: „Ich suche nicht, ich finde“. Auch wir suchen nicht - und finden euch!
RSS