Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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16.Januar2012

We Did It!

Linke Liste im AStA - Eine Bilanz

Schlagworte: Antifa // Grund- und Freiheitsrechte // Hochschulpolitik // Kritische Wissenschaft // Studienbedingungen // Veranstaltungen // Wahl 2012

Mit der Studierendenparlamentswahl vom 23. bis 27. Januar endet nun das vierte Jahr, in dem wir, die Linke Liste, im AStA vertreten sind. Im letzten Jahr haben wir wieder viele Verbesserungen angestoßen und Projekte verwirklicht. In diesem Flugblatt wollen wir Euch einen kleinen Einblick in die Projekte der Linken Liste des letzten Jahres geben.


Kritische Wissenschaften

Neben verschiedenen Vorträgen und Seminaren, die wir organisierten, belebten wir den Politischen Dienstag, kurz PolDi, neu. Unsere Referent*innen organisierten für Euch jeden Dienstag einen Vortrag, der über verschiedene Themen informierte und die Möglichkeit zur kritischen Diskussion bot. Als Novum starteten wir in diesem Semester die Woche der Wissenschaften. In dieser wollten wir Forscher*innen unserer Universität ein Podium für ihre Forschung bieten, sodass man über Fachgrenzen hinweg einen Einblick in ihre Projekte erhalten konnte. Das Themenspektrum reichte hierbei von deutschsprachigem Gangstarap bis zur wissenschaftlichen Kritik am Kreationismus. Die große Besucher*innenzahl zeigte uns, dass wir damit einen Nerv der Studierendenschaft getroffen haben, sodass wir die Woche der Wissenschaften im nächsten Semester ausbauen wollen.

Bessere Arbeitsbedingungen für Studierendenschaft

Von unserem Referent für Hochschul- und Bildungspolitik wurde ein Projekt zur Vernetzung von Wissenschaftlichen und Studentischen Hilfskräften initiiert und unterstützt. Ein Ziel war die Selbstorganisation dieser zumeist nur kurzzeitig und prekär beschäftigten Studierenden. Aus diesem Projekt entstand eine Broschüre, die über die Rechte und Pflichten von SHKs/WHKs aufklärt. Ihr erhaltet diese kostenlos im AStA. Neben der Unterstützung dieses Projektes freuen wir uns, dass das Campus Office der DGB Jugend Ruhr-Mark im letzten September wieder seinen Weg zurück an die Uni gefunden hat. Da fast alle Studierende neben der Uni jobben müssen, ist solch ein Beratungsangebot unerlässlich. Deshalb stellen wir diesem Projekt einen Raum im AStA zur Verfügung, dort können sich Studierende zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen beraten lassen.

Die Universität ist für alle da!

Auch soziale Unterschiede machen vor der Universität nicht Halt, sodass wir unser Engagement im sozialen Bereich fortsetzten. So bietet der AStA Studierenden in finanziellen Problemlagen die Übernahme des Sozialbeitrags an und finanziert einen Hilfsfonds für ausländische Studierende. Derzeit stehen wir mit dem Rektorat über die Finanzierung des spielraum e.V. in Verhandlungen, welcher Stipendien für alleinerziehende Studierende in der Abschlussphase vergibt. Darüber hinaus bietet der AStA vielfältige Beratungen für Studierende an: Sowohl eine BAFÖG-Beratung, die Euch bei Problemen mit dem BAFÖG-Amt gerne weiterhilft, als auch eine Sozial- und eine Rechtsberatung. Auch für die Inklusion von behinderten Studierenden setzten wir uns dieses Jahr wieder ein. Nicht nur förderten wir die Interessengemeinschaft behinderter und nichtbehinderter Studierender bei ihren Projekten, auch setzten wir uns dem Rektorat gegenüber für die Berücksichtigung der Bedürfnisse von behinderten Studierenden bei der Campussanierung ein. Das bedeutet für uns, dass diese selbst in den Planungsprozess einbezogen werden und ihre Probleme und Bedürfnisse zur Sprache bringen können. Ein erster Erfolg ist die Anschaffung von speziellen Computerausstattungen für die Universitätsbibliothek, um allen Studierenden dort ein Arbeiten zu ermöglichen.

Mit uns vorwärts!

Wir bewegen einiges auf dem Campus und dies nicht nur in politischer Hinsicht. Die Verkehrsproblematik an der Ruhr-Universität nimmt immer mehr zu, sowohl in Hinblick auf den ÖPNV als auch den Individualverkehr. In Verhandlungen mit der BOGESTRA konnten wir eine Erhöhung der Taktung der U35 zwischen 8 und 10 Uhr morgens sowie zu weiteren Stoßzeiten erreichen. Mit der BOGESTRA stehen wir auch weiterhin im engen Kontakt und sorgen dafür, dass das zukünftige Verkehrskonzept für den doppelten Abiturjahrgang die Bedürfnisse der Studierenden gebührend berücksichtigt. So gab es bereits Probefahrten für Shuttlebusse vom Hauptbahnhof zur RUB, die eine vielversprechende Möglichkeit sind, die U35 zu entlasten. Aber nicht nur für die bahnfahrenden Studierenden sind wir da, auch der Parkplatzproblematik nahmen wir uns an. Unsere Liste unterstützte die Parkplatzresolution im Studierendenparlament und forderte vom Rektorat, die für Mitarbeiter*innen reservierten Parkflächen morgens auch für Studierende freizugeben, da zur Uni sowohl die Dozierenden als auch die Studierenden gehören. Leider konnten wir hierbei nur erreichen, dass Studierende mit Kindern Zugang zu diesen Parkplätzen erhalten. Wir werden uns weiter um eine Verbesserung der Situation bemühen. Auch auf dem Campus selbst gab es letztes Jahr ein Mobilitätsproblem. Die Universitätverwaltung war mit der Räumung des Schnees überfordert. Wir mahnten beim Rektorat dieses Jahr schon frühzeitig eine Verbesserung des Winterdienstes an und hoffen, dass er dieses Jahr besser sein wird.

Grenzenlose Solidarität von Studierenden!

Der AStA war dieses Jahr auch international tätig. Eine AStA-Delegation reiste ins postrevolutionäre Tunesien auf Einladung des dortigen Studierendenwerks. Ziel dieser Reise war die Diskussion mit den tunesischen Studierenden über die Probleme und Möglichkeiten einer studentischen Selbstverwaltung. Wir reisten durch das gesamte Land, von Tunis im Norden bis Tataouine im Süden und diskutierten vor Ort mit den Studierenden. Hierbei erhielten wir vielfältige Anregungen für die studentische Interessenvertretung, z.B. war die erste Forderung der Studierenden zumeist die Wählbarkeit ihrer Dozent*innen. Dieser Besuch war der erste Auftakt zu einem dauerhaften Austausch, derzeit laufen die Planungen für den Rückbesuch einer tunesischen Delegation im März in Deutschland. Wir freuen uns über den Gewinn an Erfahrungen und Ideen für beide Seiten aus diesem Austausch, denn die Probleme von Bochumer und tunesischen Studierenden sind sich sehr ähnlich.

Universität und Stadt – eine Einheit

Aber nicht nur international waren wir aktiv, sondern auch auf dem Campus und in der Stadt. Wie jedes Jahr förderten wir die Fachschaftsräte und die FSVK in ihrer Arbeit, denn eine starke Studierendenvertretung beginnt an der Basis. Hierfür wurden nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, sondern die Interessen dieser Gremien auch gegenüber der Universitätsverwaltung vertreten. Studentische Initiativen auf dem Campus konnten dieses Jahr auf uns als zuverlässigen Partner bauen, so unterstützen wir z.B. das videofestival, das Theaterfestival megafon, radio c.t. oder die Arbeitsgruppe ’Ungleichheit & Differenz’. Auch dem Studienkreis Film (skf) konnten wir die Zukunft sichern: Schon jetzt haben wir Rücklagen gebildet, um skf in Zukunft die Anschaffung eines digitalen Projektors zu ermöglichen, ohne den sie ihre Arbeit nicht mehr fortführen könnten. Auch außerhalb des Campus engagierten wir uns dieses Jahr, so unterstützten wir die bochumer stadt- und studierendenzeitung bei ihrem Alternativen Medienfestival in der Rotunde. Hierbei wurde in Kooperation mit dem Blog „ruhrbarone“ alternativen Medienschaffenden und Intiativen eine Plattform zur Präsentation, Vernetzung und Diskussion geboten.

Studium ist mehr als nur Lernen...

Neben all diesem Engagement leisteten wir einiges im kulturellen Bereich. Beim alljährlichen Campusfest organisierten wir wieder das Nordforum vor der UB, wo Fachschaften und studentischen Initiativen ihren Platz fanden. Auf der AStA-Bühne gabe es ein vielfältiges Programm, unter anderem mit den Zweitplatzierten des Bochumer Newcomer Festivals. Aber auch im Studierendenalltag sorgten wir für Gelegenheiten zum Feiern: Sei es auf den vom AStA veranstalteten oder unterstützten Partys und Konzerten oder auf den Fachschaftspartys im AZ oder KulturCafe.

Dies alles ist natürlich nur ein Ausschnitt aus unseren Aktivitäten das Jahr über. Wenn Du noch mehr erfahren willst, schau doch auf unsere Homepage www.lili-bochum.de. Auch bist Du herzlich eingeladen bei unseren Listentreffen jeweils Montags um 18 Uhr im Raum GB 02/160 vorbeizuschauen. Wenn wir Dich überzeugt haben, so würden wir uns freuen, Deine Stimme bei der Wahl zum Studierendenparlament vom 23. bis 27. Januar zu erhalten.