30.Dezember2005
Linke Liste im AStA
Wir haben noch lange nicht fertig!
Schlagworte: Über uns // Wahlen 2002
Die drohende Einführung von Studiengebühren, die Aktivitäten von rechten Burschenschaftlern, die neoliberale Politik der Unileitung – Gründe, die eine kritische und linke Studierendenvertretung notwendig machen, gibt es genug. Und so gab es für die Linke Liste, die seit nunmehr zwei Jahren als stärkste Liste den AStA mitträgt, genug zu tun. Neben der Vorsitzenden hat die Linke Liste im vergangenen Jahr ReferentInnen für Hochschulund Bildungspolitik, für Kritische Wissenschaften und für Grund- und Freiheitsrechte gestellt.
Auch in Bochum hat sich eine breite Protestbewegung gegen Studiengebühren und Bildungsprivatisierung gebildet. Die AStA-ReferentInnen der Linken Liste haben nicht nur aktiv mitgemacht, sondern auch Infrastruktur und Logistik zur Verfügung gestellt. Während der in diesem Jahr besonders chaotischen Einschreibungen haben wir nicht nur am AStA-Infostand die neuen StudentInnen informiert, sondern konnten auch durch öffentlichen Druck dem Rektor wichtige Zusagen abtrotzen. Auch in vielen anderen Bereichen war die Arbeit der LiLi-ReferentInnen wichtig:Bei der in unseren Augen unzulässigen Rasterfahndung an der Uni haben wir die genauen Kriterien öffentlich gemacht und gemeinsam mit anderen Studierendenvertretungen zu einer Demonstration in Düsseldorf aufgerufen. Im Rahmen der AStA-Veranstaltungsreihe ‚PolDi – politischer Dienstag‘ haben die LiLi-KandidatInnen Veranstaltungen zu vielfältigen Themen (z.B. Nazi-Strukturen in NRW, Castor-Transport, der Terror und seine Folgen, Gentechnik …) organisiert.
Initiativen vernetzt und gefördert
Besonders das Referat für Grund- und Freiheitsrechte war ein Anlaufpunkt für Initiativen, die sich mit den Verhältnissen kritisch auseinandersetzen. Es stellte einen wichtigen Schnittpunkt zwischen Uni-Aktiven und Gruppen außerhalb der Hochschule dar. Dabei hat die politische Arbeit (z.B. die Solidarität mit während des G8-Gipfels in Genua festgenommenen StudentInnen unserer Uni) immer wieder gezeigt, dass die Universität nicht vom Rest der Welt zu trennen ist.
Erfolgreiche Arbeit fortsetzen – Neue Herausforderungen
Die kommende Amtszeit wird den Bochumer AStA vor neue Herausforderungen stellen. Die Landesregierung wird versuchen, Studiengebühren per Gesetz einzuführen. Die Unileitung hat vor, in ihren Augen „unrentable“ Studienfächer (z.B. Musikwissenschaft und Skandinavistik) endgültig zu schließen. Im Bundestagswahlkampf werden sich Stoiber und Schröder gegenseitig mit neoliberalen und rechtspopulistischen Forderungen überbieten („Ausländer Raus“ vs. „Es gibt kein Recht auf Faulheit“). Das hat auch Auswirkungen auf die Uni. Deshalb ist eine kritische StudentInnenvertretung in Bochum bitter nötig. Gegen die bestehende AStA-Koalition treten lediglich die Hochschulableger der SPD, CDU und der FDP an. Die Linke Liste will dagegen die parteiunabhängige, kritische und erfolgreiche Arbeit fortsetzen und dafür sorgen, dass der AStA ein zuverlässiger Ansprechpartner für studentische und nichtstudentische Initiativen bleibt.
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