Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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15.Juli2011

Linke Liste im AStA: die ersten 100 Tage

eine positive Bilanz!

Schlagworte: Über uns // Campussanierung // Gesundheit / Umwelt // Grund- und Freiheitsrechte // Hochschulpolitik // Kritische Wissenschaft // Kultur // Studienbedingungen // Veranstaltungen // Wahl 2011

Während der letzten Wahlen zum Studierendenparlament hatte die Linke Liste, ebenso wie die übrigen hochschulpolitischen Listen, viele großartige Dinge versprochen, die wir in der kommenden Zeit für die Studierendenschaft auf die Beine stellen wollten. In unserem Fall hatten wir elf Themen und Problemstellungen in einem Flugblatt zusammengefasst, mit denen wir uns in den ersten 100 Tagen unserer Amtszeit im Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) in besonderem Maße beschäftigen wollten. Da diese 100 Tage am 8. Juli abgelaufen sind, ziehen wir eine erste Bilanz und dokumentieren unsere Fortschritte und Erfolge.


Party-Infrastruktur
Da sich die Universitätsverwaltung (UV) aus Sicherheitsgründen nach wie vor weigert, Fachschaftspartys in den Hörsaalgebäuden stattfinden zu lassen, hat sich das Kulturreferat um Ausweichmöglichkeiten gekümmert. Durch die Kooperationen mit dem Veranstaltungszentrum „Bahnhof Langendreer“ und der Disco „Matrix“ eröffnen sich neue Party-Locations, außerdem bleibt das Kulturcafé natürlich als Veranstaltungsort erhalten.

Theater und Musik
Auch in diesem Jahr bot das Bochumer Newcomerfestival studentischen Bands die Chance, sich der Studierendenschaft zu präsentieren. Auf der vom AStA organisierten Bühne auf dem Nordforum traten während des Uni-Sommerfestes viele großartige alternative Bands, u.a. „Minerva“ die Vizemeister des Newcomerfestivals 2011, auf. Außerdem setzen wir uns im AStA für die finanzielle Förderung studentischer Theaterprojekte ein und das Kulturreferat organisierte eine Lesung.

Neubau der Universitätsbibliothek
Zumindest in Sachen Barrierefreiheit konnten wir in der UB bereits etwas bewegen: In Zukunft wird es sehbehindertengerechte Software auf den Rechnern der UB geben, damit auch KommilitonInnen mit einer Sehbehinderung ihrer Literaturrecherchen direkt vor Ort durchführen können.

Barrierefreie Uni
In mehreren Gesprächen mit der UV konnten wir gemeinsam mit VertreterInnen der behinderten Studierenden darauf aufmerksam machen, dass die Barrierefreiheit bei Neubauten, wie dem kommenden Gebäude GD, besser umgesetzt werden muss. Die Verwaltung sicherte daraufhin zu, enger mit der Interessengemeinschaft behinderter und nicht behinderter Studierender (IbS) zusammenzuarbeiten, um Fehler, wie sie zuletzt beim Neubau ID aufgetaucht sind, schon im Vorfeld zu vermeiden.

Verkehrsproblematik
Unser Engagement in Sachen "Parkhaus West" hat sich gelohnt: Eine Hälfte des Parkhauses wurde Instandgesetzt, sodass es wieder benutzbar ist. Die andere Hälfte wird parallel abgerissen und neugebaut. Nach der Fertigstellung wird die andere Hälfte ebenfalls durch einen Neubau ersetzt werden. Darüber hinaus befindet sich der AStA in Kontakt mit der UV, der BOGESTRA und der Stadt Bochum und arbeitet an verschiedenen Konzepten, um die Parkplatzsituation zu entlasten und den ÖPNV auf die steigenden Studierendenzahlen der kommenden Jahre vorzubereiten. Zurzeit wird evaluiert, ob die Taktung der U35 erhöht werden kann, ob sich der Einsatz von Shuttlebussen (Hbf-RUB) lohnt und wie man die Parkraumbewirtschaftung optimieren könnte.

Anwesenheitspflicht
Vor der Wahl hatten wir versprochen, uns gegen die Anwesenheitspflicht zu engagieren und eine Klage durchzuführen. Diese Klage konnte leider noch nicht umgesetzt werden, da bislang die juristischen Voraussetzungen der Interessierten nicht ausreichend waren. Anwesenheitspflichten werden jedoch primär in den Fakultäten festgelegt und wir werden daher Fachschaften, die gegen den Präsenzzwang vorgehen wollen, unterstützen.

Masterplatzgarantie
Um eine Masterplatzgarantie für die RUB zu etablieren, unterstützt der AStA die studentischen Gremien dabei, eine entsprechende Resolution in den Senat einzubringen. Ferner kämpft der AStA für die Stärkung der studentischen Selbstverwaltung: Zu Beginn des Jahres standen die Fachschaftsräte Linguistik und Komparatistik plötzlich ohne Raum dar. Auch wenn in diesem Fall inzwischen Abhilfe geschaffen werden konnte, setzte sich der AStA dafür ein, dass der Raumbedarf der Fachschaftsräte zumindest im Zuge der anstehenden Campussanierung angemessen berücksichtigt wird. Darüber hinaus haben wir eine Resolution für die Garantie einer eigenen Infrastruktur für jeden Fachschaftsrat in den Senat eingebracht.

Stärkung der SHK-/WHK-Rechte
Weiterhin stärkten wir die Rechte der studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte an der Uni: Im Referat für Hochschulpolitik konnten wir dazu eine Vernetzung ins Leben gerufen, an der neben einzelnen Studierenden auch Gewerkschaften und Vereine beteiligt sind. In Zukunft werden wir eine ausführliche Infobroschüre zum Thema herausbringen und die Vernetzung landesweit ausbauen. Langfristig wollen wir der Landesregierung Druck machen, damit endlich ein studentischer Tarifvertrag anerkannt wird. Falls Ihr dabei mithelfen wollt, meldet Euch bei uns!

Politischer Dienstag
Unser Referent für Kritische Wissenschaften (KriWi) organisierte dieses Semester verschiedene Vorträge und Workshops u.a. zu Adornos negativer Moralkritik. Darüber hinaus wurde der Politische Dienstag (PolDi) von unseren Referenten für KriWi und Grund- und Freiheitsrechte organisiert. Hier informierten wir über viele aktuelle aber auch zeitlose politische Themen. So startete der PolDi mit einem Bericht über die aktuellen Ereignisse in Tunesien und Ägypten. Geschichtspolitische Debatten und Akteure, z.B. das Zentrum gegen Vertreibung und der Bund der Vertriebenen, wurden kritisch untersucht. Aufklärung fand statt über die in Bochum aktive national-faschistische Organisation „Graue Wölfe“. Auch Problemkomplexe wie Antiziganismus, das studentische Verbindungswesen oder Verschwörungstheorien wurden thematisiert. Am Dienstag, den 12. Juli, gab es einen abschließenden Workshop über Antisemitismus. Im Wintersemester soll die Vortragsreihe fortgesetzt werden, aktuelle Informationen bekommt Ihr über die Homepage www.asta-bochum.de/poldi.

Woche der Wissenschaften
Für das Wintersemester organisieren unsere Leute im AStA die „Woche der Wissenschaften“. Dabei soll es vor allem darum gehen, Studierenden der RUB in interdisziplinären Vorträgen die Inhalte jener Wissenschaften nahezubringen, die sie selbst nicht studieren. So wird eine Biologin Evolutionstheorie und Kreationismus miteinander vergleichen; die Geographen klären uns über den Klimawandel auf; ein Religionswissenschaftler referiert, warum der Buddhismus gar nicht so gewaltfrei ist, wie man immer denkt und der Technik wollen wir uns auf dem Wege der Geschichtswissenschaft annähern. Nähere Informationen zu der Reihe findet Ihr nächstes Semester auf den Veranstaltungsflyern.

Campussanierung
Es wird fleißig gebaut: Die Uni bekommt eine neue Kindertagesstätte, die aktuell hinter der Mensa im Süden der Uni entsteht. In Planung ist ein Studierendenservicecenter (SSC), welches das mit 1,5 Mio. Euro finanzierte Thyssen-Krupp Schülerlabor enthalten wird und hinter der UV errichtet werden soll. Des weiteren wird es Forschungsneubauten im Osten der Universität geben. Wir bleiben am Ball!

Wir hoffen, dass Euch dieser kleine Überblick über unsere Arbeit der letzten 100 Tage gefallen hat und dass Ihr es nicht bedauert, die Linke Liste gewählt zu haben!