Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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13.Juli2006

Linke Liste sammelt weiter Fahnen

Auch nach der WM konsequent gegen Nationalismus

Schlagworte: Antifa

Wie sich während der WM zeigte, haben nicht alle Linkspartei.PDS Mitglieder beim Marsch durch die Institutionen ihr kritisches Bewußtsein verloren. Die Abgeordnete Julia Bonk, die im sächsischen Landtag sitzt, rief gemeinsam mit der Jungen Linken Sachsen dazu auf Deutschlandfahnen zu entfernen und diese bei ihr gegen Präsente der Linkspartei einzutauschen.


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Auch wenn es sicherlich lohnenswertere Prämien geben würde, ist die Aktion als solches ein Schritt in die richtige Richtung. Äusserte sich doch während der WM unverblümt was einig Deutschland schon lange wieder zeigen wollte. Nationalstolz ohne schlechtes Gewissen, endlich einmal wieder Vollrausch in Schwarz-Rot-Gold ohne die lästige Erinnerung an deutsche Verbrechen. So formulierte Reinhold Beckmann während der Übertragung eines deutschen Endrundenspiels die Freude darüber nun endlich wieder mit vielen Leuten gemeinsam die Nationalhymne zu singen, was vor einigen Wochen noch unmöglich gewesen wäre.

Den Stimmen die darin einen neuen unverkrampften und vor allem positiven Nationalismus entdecken wollen, seien nur einmal die Unterschiede auf fußballerischer Ebene erklärt. Während beispielsweise die englischen Fans die Zuschauer zum aufstehen auffordern in dem sie rufen:“ Stand up for England“ heißt es beim neuen deutschen Selbstbewusstsein folgendermaßen: "Steht auf wenn ihr Deutsche seid“. Auch wenn metrisch mehrere andere Varianten denkbar gewesen wären, zeigt sich hier doch nur alter Wein in neuen Schläuchen.

Völkisch und ausgrenzend wie eh und je äußert sich hier plumpester Nationalismus. Hier normalisiert sich über die Alltagskultur ein nur zu gut bekanntes Phänomen der deutschen Geschichte. Daher ist die Verurteilung der Linkspartei Abgeordneten durch ihre eigenen "GenossInnen“ eine gefährliche Verharmlosung der aktuellen Ereignisse. Wir unterstützen daher die anti-nationalistischen Kräfte in der Linkspartei durch unsere Solidarität, die man auf www.nein-zum-deutschlandhype.de kundtun kann.

Denn mehr denn je heisst es auch heute: Nie wieder Deutschland