9.Januar2002
Nehmen Sie zwei Aspirin...
MedizinerInnen und “Reststudierendenschaft” - Was geht uns das an ?
Schlagworte: Fachbereiche // Wahlen 1998
H allo Freunde und Freundinnen! Eigentlich war es schon immer so : MedizinstudentInnen interessieren sich kaum bis gar nicht für die Belange der StudentInnen anderer Fachbereiche. Erfreulicherweise konnten wir uns trotzdem aufraffen und haben durch diverse Protestaktionen gezeigt, daß auch Medizin-studentInnen in der Lage sind, solidarisch für an-dere einzutreten. Also - nicht verstecken - wählen gehen.
MedizinistudentInnen gehören zur Studierendenschaft der RUB, wir sind Teil dieser Gemeinschaft. Sicherlich funktioniert die Medizinische Fakultät relativ autark, und auch räumlich gibt es Distanzen (Kliniken, nur eine Fakultät im Gebäude). Trotzdem : MedizinstudentInnen sind intelligent genug auch mal aus dem Fenster zu gucken. Auch an der Medizinischen Fakultät werden die Bedingungen immer schlechter. Ganz sicher liegt dies nicht nur an den Umständen, die alle Fakultäten betreffen - wie vor allem der massive Geldmangel. Die Medizinische Fakultät leidet vielmehr an einer immer größer werdenen Ignoranz der Ausbilder und vor allem der immer stärker werdenden Reduzierung der Studierenden auf Geldproduktionsmaschinen für die Klinken.
Der Tag ist nah, an dem MedizinstudentenInnen die Solidarität der anderen Fachbereiche brauchen werden.
Deshalb ist wichtig, jetzt die Position der Studierendenschaft zu stärken - also wählen zu gehen.
Medizin und Ökologie - Busfahren oder was?
Medizin hängt heute verstärkt mit Umwelt zusammen. Ökologische Zusammenhänge beeinflußen die Gesundheit und das Leben der Menschen immer mehr. Deshalb : nicht nur linke Liste wählen und dann die Augen verschließen. Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) reicht nicht aus. JedeR MedizinstudentIn kurvt im Laufe seiner Studentenlebens mehrfach durchs Ruhrgebiet. Einzufordern ist eine wesentlich bessere Anbindung an die angrenzenden Stadteile (KKH-Langendreer !)und benachbarten Städte (Herne II !). Diese Aspekte wurden trotz ständiger Ermahnungen gerade durch MedizinStudentInnen vom Öko-Referat (bisher TuWas) offensichtlich völlig ignoriert. Das muß sich ändern. Auch deshalb strebt die Linke Liste gerade diesen Bereich an.
Medizin und Hochschulpolitik - betrifft uns doch nicht - oder ?
Eine gewisse Unabhängigkeit von den sonst üblichen Rahmenbedingungen ist für MedizinstudentInnen zweifelsohne durch die Approbationsordnung gegeben.
Dadurch wird “Schutz” vor den schlimmsten Auswüchsen der modernen Universtätswelt gewährleistet. Aber aufgemerkt ! Dinge wie Ausbildungsförderung oder Studiengebühren betreffen jeden - da hilft auch keine AO !
Medizin und die Gesellschaft - als Studenten ?
Mehr als jede andere Gruppe der Studierendenschaft stehen MedizinstudentInnen auf Grund ihrer Ausbildung in Kontakt zum “wahren Leben”. Es ist also umso wichtiger zu gesamtgesellschaftlichen Themen klare Positionen zu beziehen. Insbesondere in der heutigen Zeit so wichtige Themen wie Sozialpolitik, Mitbestimmung und Demokratie, Feminismus und Wissenschaftskritik dürfen nicht gedankenlos abgetan werden.
Medizin und Wissenschaftskritik - Kritik am ärztlichen Handeln ?
Die Möglichkeiten der Medizin werden immer gewaltiger. Schlagwörter wie Gentechnik, Klonierung oder Eingriffe in Keimbahnen werden immer präsenter. Es ist absolut notwendig, dazu Stellung zu beziehen. Den Hoffnungen auf neue Heilverfahren steht die Gefahr gegenüber, daß die neuen Möglichkeiten zu neuen Diskriminierungen und weiteren Einschnitten in das Selbstbestimmungsrecht Betroffener führen. Medizin und Linke Liste
Augen auf : progressiv, ökologisch und kritisch bleiben : linke Liste wählen
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