Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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26.April2006

Studiengebühren in Bochum verhindern

Donnerstag, 27. April, 10 Uhr: Vollversammlung

Schlagworte: Studiengebühren // Veranstaltungen

Am Donnerstag, den 27. April entscheidet der Senat der Ruhr-Uni Bochum darüber, ob allgemeine Studiengebühren eingeführt werden oder nicht. Gemeinsam mit dem Protestkomitee "gegen Studiengebühren", der Gewerkschaft ver.di, dem Personalrat der nicht-wissenschaftlich Beschäftigen und vielen anderen Gruppen ruft die Linke Liste dazu auf, die Sentasitzung zu besuchen und eine Öffentlichkeit herzustellen.


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Bisher weigern sich das Rektorat und die Fraktion der ProfessorInnen, die Sitzung in einen größeren Raum zu verlegen. Im vorgesehenen Sitzungsraum hätten maximal nur etwas zehn Gäste Platz. Weil es nicht sein kann, dass die Öffentlichkeit durch solche Tricks von einer öffentlichen Sitzung ausgeschlossen wird, organisiert ein breites studentisches Bündnis eine Uni-Vollversammlung vor dem Veraltungsgebäude (Nordforum), in dem der Senat tagen soll. Dort werden die Studierenden gemeinsam entscheiden, wie wir mit der Provokation umgehen. Auf jeden Fall ist klar: Rektor Gerhard Wagner übt erheblichen Druck auf die SenatorInnen aus, um sie davon zu überzeugen für die Gebühren zu stimmen. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Senat nicht alleine lassen und gemeinsam deutlich machen: Wer dem Druck des Rektors nachgibt, der handelt gegen die Interessen sowohl der Studierenden als auch der Beschäftigten der RUB.

Der Protest gegen Studiengebühren wird nämlich unterstützt von zahlreichen Uni-Beschäftigten. Der wissenschaftliche Personalrat hat sich genauso klar gegen die Studiengebühren ausgesprochen wie die der zuständige Fachbereich der Gewerkschaft ver.di. Inzwischen ist deutlich geworden, dass Studiengebühren auf der einen Seite und Lohnkürzungen sowie Arbeitszeitverlängerungen auf der anderen nur zwei Seiten derselben Sozialabbau-Medallie sind. Deswegen sind wir in unserem Kampf gegen Studiengebühren auch solidarisch mit dem Arbeitskampf der Landesbeschäftigten an den Bochumer Hochschulen, die sich nach wie vor im Streik befinden.