Linke Liste

an der Ruhr-Universität Bochum

»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.«

B. Brecht

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King of the Monsters

17.Januar2010

Von Nutzen und Nachteil des Geschichtsstudiums

Schlagworte: Fachbereiche // Wahlen 2010

„History, Stephen said, is a nightmare from which I am trying to awake.“ James Joyce, „Ulysses“


Geschichte wird gemacht!

Das Geschichtsstudium an der Ruhr-Universität bietet uns Studierenden so manches Ärgernis: Nicht nur müssen wir uns durch ein durch straff reglementiertes Studium plagen, welches kaum Möglichkeiten für freie Entscheidungen läßt. Auch kommen wir – dank VSPL – kaum in die Kurse, die wir uns aussuchen. Und die ungewünscht zugewiesenen Kurse sind dann zumeist letzten Endes doch überfüllt. Dazu tun die neuen Anmeldeformalitäten – hat irgendjemand deren Sinn verstanden? – ein Übriges und steigern den Ärger. So fühlen wir uns im Geschichtsstudium wie in der Schule; von der erhofften Freiheit an der Uni bleibt wenig übrig.

Es geht voran!

Bei all diesem Unsinn der Uni sollte aber nicht die Bedeutung der Geschichte vergessen werden. Linke Kritik muss die Geschichte kennen, denn jede Gesellschaft ist nur vermittels ihrer Geschichte zu verstehen. Und andersherum wappnet sich die Gesellschaft mit Geschichte, d.h. mit den Bildern, die sie von ihrer Geschichte und damit von sich selbst entwirft und verbreitet. Solche Bilder werden zum ideologischen Kitt und Kitsch der Nation. Derartige Geschichtsmythen zu entlarven – sei es wenn Guido Knopp behauptet, die Deutschen seien die wahren Opfer Hitlers gewesen, sei es beim „Zentrum gegen Vertreibungen“ oder bei anderen Themen – ist eine der Aufgaben der kritischen Linken. Die Linke Liste hat bereits in der Vergangenheit im AStA zahlreiche Veranstaltungen zur Kritik der Geschichtsschreibung und -wissenschaft organisiert und plant diesen Themenschwerpunkt auch im nächsten AStA weiter auszubauen.