27.Januar2011
Vorher wissen, was hinterher passiert!
Das 100-Tage-Programm der LiLi
Wenn sich nach den StuPa-Wahlen wieder eine Mehrheit unter Beteiligung der Linken Liste ergibt, dann werden wir Folgendes im Bochumer AStA durchsetzen:
1. Party-Infrastruktur
Wir werden uns dafür einsetzen, dass die beliebten Fachschaftspartys in den Hörsaalgebäuden, wie z.B. die IB-United, wieder stattfinden können. Durch Gespräche mit der Univerwaltung muss eine schnelle, kostenneutrale Lösung für das Problem gefunden werden.
2. Theater und Musik
Wir werden den musikalischen Bochumer Nachwuchs fördern und lokalen Newcomern eine Chance bieten sich der Studierendenschaft im Rahmen von Konzerten und Auftritten während des Sommerfests zu präsentieren. Wir brauchen keine Stars, sondern eine vielfältige studentische Kulturlandschaft. Außerdem liegt uns die Unterstützung alternativer Theaterprojekte am Herzen, beispielsweise werden wir im kommenden Semester eine Inszenierung von Sartres „Geschlossener Gesellschaft“, die von StudentInnen der Philosophie organisiert wird, fördern.
3. Campussanierung
Unser Hauptaugenmerk liegt hier auf den Bedürfnissen und Wünschen der Studierenden, denn für sie ist die Universität da. Wir werden uns gleichermaßen konstruktiv wie kritisch am Uni-Umbau und der Ausgestaltung der neuen Gebäude beteiligen. Wichtig ist uns die Einrichtung von großzügigen Aufenthaltsbereichen, Individual- und Gruppenarbeitsplätzen sowie eine gemütliche Cafeteria.
4. Universitätsbibliothek
Im Rahmen der Campussanierung wird eine neue Universitätsbibliothek entstehen. Wir bringen unsere Ideen schon in der Planungsphase ein. Unsere Maxime lautet: Mehr Service, kürzere Wege, vereinheitlichte und insgesamt längere Öffnungszeiten sowie bessere Ausleihmöglichkeiten für die Studierenden! Vor allem kleine Fachbibliotheken mit kurzen Öffnungszeiten werden davon profitieren.
5. Barrierefreie Uni
Für die gesamte Campussanierung gilt nicht nur, dass sie nachhaltig, sondern auch, dass sie behindertengerecht sein muss. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Interessengemeinschaft behinderter und nicht behinderter Studierender (ibs) in die Planung miteinbezogen wird. Die Sanierung soll nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg, sondern mit diesen zusammen geplant werden.
6. Verkehrsproblematik
Wir fordern die zügige Sanierung des Parkhauses West. Die jetzige Parkplatzsituation ist unhaltbar und wird sich durch die Errichtung des Gesundheitscampus und den doppelten Abiturjahrgang – insgesamt bis zu 8.000 zusätzliche Studierende - nicht bessern. Wir werden der kritischen Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel frühzeitig entgegenwirken. In Verhandlungen mit der Bogestra wird eine Lösung für die ausgelastete U35 erarbeitet: Während der Stoßzeiten würde die Einrichtung von Pendelbussen zwischen dem Hbf und der Uni ein wenig Abhilfe schaffen.
7. Anwesenheitspflicht und Fächervielfalt
Zum einen bereiten wir im AStA eine Klage gegen die Anwesenheitspflicht vor und zum anderen setzen wir uns gegen die Schließungen weiterer Studienfächer ein. In der Vergangenheit wurde die Skandinavistik abgewickelt, aktuell steht die Angewandte Informatik vor dem Aus. Für uns ist eine Vielzahl von Fächern wünschenswert und notwendig für die freie Entfaltung der individuellen Interessen – das Fächerangebot einer Uni sollte sich nicht primär an wirtschaftlichen Gesichtspunkten orientieren!
8. Masterplatzgarantie
Jeder Bachelorabsolvent und jede Bachelorabsolventin soll die Möglichkeit haben, einen Masterplatz zu erhalten. Die Option, nach dem Bachelor an eine andere Uni zu wechseln, muss erweitert und darf nicht durch Zulassungsbeschränkungen und inkompatible Studienordnungen verbaut werden.
9. Politischer Dienstag
In Form des Politischen Dienstags (kurz PolDi) wollen wir einen regelmäßigen Beitrag zur politischen Bildung an der Uni leisten. Einmal die Woche bieten wir Euch Informationen und Diskussionen über tagesaktuelle und zeitlose Themen und Probleme dieser Gesellschaft. Es geht beispielsweise um Rassismus und Antisemitismus, aber auch um Geschichtspolitik und Verschwörungstheorien. Mit dem Referat für Kritische Wissenschaften füllen wir Leerstellen im Lehrplan und schaffen Freiräume zum kritischen Denken jenseits von Lernstress und Leistungsdruck.
10. Woche der Wissenschaften
Welcher Physiker kennt schon Platons Höhlengleichnis und wie viele WirtschaftswissenschaftlerInnen wissen warum sich eine Supernova entwickelt? Wir wollen im kommenden Semester eine Woche der Wissenschaften organisieren, die einen Blick über den Tellerrand eures Faches ermöglicht. Spannende Einführungsvorträge in andere wissenschaftliche Disziplinen erwarten euch!
Wie Ihr seht, haben wir viele Ideen und Konzepte für das kommende Semester. Wenn Ihr der Meinung seid, dass diese Projekte es wert sind realisiert zu werden, gebt uns die Möglichkeit dazu: Wählt Liste 1.
Nach 100 Tagen im Amt werden wir öffentlich Rechenschaft darüber ablegen, welche der Ziele wir bereits erreicht haben, woran wir weiterhin arbeiten und was sich die Linke Liste im AStA für die restliche Amtszeit vorgenommen hat.

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