14.August2011
Wir über uns
Schlagworte: Über uns
Auf der einen Seite ist die Linke Liste (LiLi) eine hochschulpolitische Interessengemeinschaft, die jährlich, wie viele andere Listen auch, zu den Wahlen des Studierendenparlaments (Stupa) antritt. Wir versuchen möglichst viele Stimmen zu erhalten, um im Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) die politischen Ansichten unserer WählerInnen umzusetzen und eine aktive, kritische und unabhängige Studierendenvertretung zu verwirklichen.
Auf der anderen Seite reichen unsere Aktivitäten weit über die eines Wahlvereins hinaus: Die LiLi stellt ein breites unabhängiges Bündnis der emanzipatorischen, antifaschistischen und undogmatischen Linken an der Uni und in der Stadt dar und hat inhaltlich und organisatorisch weit mehr zu bieten als die an der RUB tätigen Parteijugenden.
Seit unserer Gründung im Zuge des Hochschulstreiks 1997 verbinden wir Hochschulpolitik und Gesellschaftskritik. Wir sind aktiv bei den Protesten für bessere Studienbedingungen und gegen Anwesenheitspflicht, Master NC und ähnliche Zumutungen und begleiten sie durch eine fundierte Kritik am neoliberalen Diskurs. Wir organisieren gesellschafts- und genderkritische Veranstaltungen auf dem Campus und in der Stadt, beteiligen uns an antifaschistischen und antirassistischen Aktivitäten und bieten mit unseren Filmabenden Alternativen zur durchstandardisierten Kulturindustrie. Zur LiLi zählen selbstverständlich auch Zusammenschlüsse ausländischer Studierender, deren Interessen und Bedürfnisse in unserer Arbeit einen wichtigen Stellenwert einnehmen.
Aktivitäten im Rahmen der verfassten Studierendenschaft
In diesem Jahr sind wir erneut im AStA vertreten und arbeiten in den folgenden Referaten:
Finanzen/Vorstand – hier werden die Gelder der Studierendenschaft verwaltet, der Haushalt aufgestellt und seine Einhaltung überwacht.
Öffentlichkeitsarbeit – wie der Name schon sagt: Pressemitteilungen, Flugblätter und Stellungnahmen werden geschrieben, Plakate designt, der Kontakt zur Presse gehalten und die Homepage gepflegt.
Hochschul- und Bildungspolitik – dieses Referat widmet sich vor allem der Projektarbeit: Kampagnen gegen die Anwesenheitspflicht, für bessere Arbeitsbedingungen der studentischen Hilfskräfte und für eine Zivilklausel an der RUB und werden ins Leben gerufen. Die politischen Entscheidungen zum Umbau der Hochschule werden kritisch begleitet.
Kultur – das Kulturreferat verwaltet das Kultur-Café und unterstützt Fachschaftsräte bei ihren Partys; darüber hinaus organisiert es jedoch auch selbstständig Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Events.
Kritische Wissenschaften – Ziel dieses Referats ist es, Veranstaltungsreihen, Diskussionsrunden und Film-Vorträge zu gesellschaftskritischen Themen zu organisieren, die in den Vorlesungsverzeichnissen der Uni-Fakultäten zu kurz kommen. Im Sommersemester fand ein wöchentlicher Lesekreis zur "Dialektik der Aufklärung" (http://www.asta-bochum.de/2011/04/lesekreis-dialektik-der-aufklarung-ab-montag-den-18-04-16-uhr-im-az/) statt.
Grund- und Freiheitsrechte – auch hier geht es um Projektarbeit: antifaschistische und antirassistische Initiativen werden vor allem bei Großereignissen wie den Gegenaktivitäten zu Naziaufmärschen infrastrukturell unterstützt. Darüber hinaus wird eine kontinuierliche Aufklärungsarbeit über rechte Ideologien wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus etc. und ihre Akteure geleistet. Während der Vorlesungszeit könnt ihr im Rahmen des Politischen Dienstag (PolDi) (http://poldi.blogsport.de/) jede Woche einen spannenden Vortrag mit anschließender Diskussion besuchen - die Planungen für das Wintersemester laufen bereits.
Ökologie und Verkehr – dieses Referat sichert euch das günstige Semesterticket, das inzwischen NRW-weit gültig ist; hinzu kommt aktuell die kritische Begleitung der Campussanierung und der Protest gegen Tierversuche an der RUB.
Service und Soziales – neben der Betreuung des Hochschulsports steht euch dieses Referat mit sehr großzügigen Öffnungszeiten stets als erster Ansprechpartner bei allen Problemen des Studiums mit Rat und Tat und einer multilingualen Beratung zur Seite.
Internationalismus - das Referat versteht sich als Schnittstelle zwischen dem autonomen AusländerInnenreferat und dem AStA. Hier stehen internationale Politik, antirassistische Arbeit und integrationspolitische Themen im Mittelpunkt. Für dieses Jahr ist eine Internationale Woche mit vielen kulturellen Events geplant.
Außerdem stellen wir den Sprecher des 44. Studierendenparlaments und sechs ParlamentarierInnen sowie einen Redakteur der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz). Vier ReferentInnen des Autonomen AusläderInnen-Referats an der RUB stammen aus der Multikulturellen Liste, die mit der die LiLi gemeinsam zu den Stupa-Wahlen antritt. Selbstverständlich sind einige von uns auch in den Fachschaftsräten ihrer jewiligen Fächer vertreten und sind aktiv in der Liste VV, die zu den Wahlen zum Senat der Ruhr-Universität antritt.
Studentische und externe Initiativen
Neben der Beschäftigung in den gewählten Gremien der studentischen Selbstverwaltung arbeiten die Aktiven der LiLi in unterschiedlichen studentischen Initiativen mit. Zudem sind wir in gesellschaftskritischen Gruppen, Theoriekreisen und Gewerkschaften in Bochum und darüber hinaus tätig. Zu dieser kleinen Vorschau auf unser Engagement kommen noch etliche weitere antifaschistische und antirassistische Initiativen hinzu, mit denen wir eng zusammenarbeiten:
Ungleichheit & Differenz – genderkritische Initiative an der RUB, die jedes Semester eine Veranstaltungsreihe rund um die Themen Geschlecht, Sexismus, Queer Theory, Intersektionalität und Heteronormativität organisiert; ehemals Geschlecht und Gesellschaft.
Antifa – der Name ist Programm, durch Publikationen, Aufklärungsarbeit und Demonstrationen erfolgt sowohl die Arbeit gegen den rechten Rand, als auch gegen rassistisches, sexistisches und antisemitisches Denken in der Mitte der Gesellschaft.
YXK Verband der Studierenden aus Kurdistan – der Zusammenschluss unterstützt kurdische Studierende bei akademischen und sozialen Anliegen und weckt das Interesse an kurdischer Kultur und Sprache durch Kursangebote, Filmvorführungen und Konzerte.
Institut für Sozialtheorie – Veröffentlichung von Sammelbänden zu Themen der politischen Philosophie und kritischen Soziologie, Durchführung von Lesekreisen und Veranstaltungen im Rahmen eines interdisziplinären sozialtheoretischen Ansatzes.
Afrikanische Vereinigung an der RUB (AVRUB) – der Verein kümmert sich um die Probleme afrikanischer Studierender in Bochum und fördert den Meinungsaustausch zwischen afrikanischen und nicht-afrikanischen KommilitonInnen.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – bei aller notwendigen Kritik, in einer Gewerkschaft zu sein, schadet nicht...
Verband chinesischer Studierender an der RUB – auch hier kümmert man sich um die Studierenden aus dem Heimatland und bereichert den Campus durch kulturelle Events und Partys.
Rote Ruhr-Uni – seit 1995 bestehender linker studentischer Theoriezirkel, der zu Vorträgen und Diskussionen zu allen Themen der Gesellschaftskritik auf einem akademischen Niveau einlädt; jährlich im Wintersemester gibt es eine gleichnamige Veranstaltungsreihe, die weit über Bochum hinaus Renommee besitzt.
freiraum bochum e.V. & Soziales Zentrum – wichtiger Treffpunkt für die Bochumer Linke, wird vom freiraum e.V. getragen und bietet selbstverwaltete Räumlichkeiten für Vorträge, Kneipenabende und die unabhängige Sozialberatung.
Notstand - die Gruppe betreibt das politische Archiv and der Uni sowie einen Info- und Buchladen im Sozialen Zentrum, Ziel ist es politisch aktiven wie wissenschaftlich interessierten Menschen linke Publikationen zugänglich zu machen.
Bochum gegen Rechts - Bündnis verschiedenster Bochumer Gruppen und Einzelpersonen, das sich der Auklärung und dem Kampf gegen rechte Strukturen in der Stadt widmet.
Rote Hilfe e.V. - linke Solidaritätsorganisation, schafft die nötige Absicherung, um politisch aktiv gegen Nazis, AntisemitInnen und RassistInnen vorzugehen.
Wollt ihr mehr wissen, bei uns aktiv werden oder mit uns diskutieren? Ihr seid herzlich eingeladen: Jeden Montag ab 18:00 Uhr (meist c.t.) findet unser Listentreffen in GB 02/160 statt.
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