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	<title>Linke Liste Bochum</title>
	<link>http://www.lili-bochum.de/</link>
	<description>Die Linke Liste ist eine parteiunabh&#228;ngige B&#252;ndnisliste, die f&#252;r
alternative Kultur auf dem Campus, f&#252;r den Kampf gegen Studiengeb&#252;hren, f&#252;r Antifaschismus und Kritische Wissenschaften steht. Seit ihrer Gr&#252;ndung 1997 ist sie die gr&#252;&#223;te Liste an der Ruhr-Universit&#228;t Bochum und war an vielen politisch aktiven und finanziell soliden ASten beteiligt.</description>
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		<title>Zeitung als PDF zum Download</title>
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		<dc:date>2008-01-22T10:08:00Z</dc:date>
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		<dc:creator>Lukas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>


		<description>LiLi Zeitung 2008 3,3 MB

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_267 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lili-bochum.de/IMG/pdf/lili13_web.pdf&quot; title='PDF - 3.3 MB' type=&quot;application/pdf&quot;&gt;&lt;img src='http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L52xH52/pdf-eb697.png' width='52' height='52' alt='PDF - 3.3 MB' style='height:52px;width:52px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:120px;'&gt;&lt;strong&gt;LiLi Zeitung 2008&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:120px;'&gt;3,3 MB
&lt;/dd&gt;
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	</item>
<item>
		<title>Intro</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/Intro.html</link>
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		<dc:date>2008-01-21T08:04:06Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>

		<dc:subject>&#220;ber uns</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2008</dc:subject>

		<description>In den letzten Wochen und Monaten machte der Bochumer AStA bundesweit Schlagzeilen: Mit dem sagenhaften Verlust von 200.000 Euro schaffte das Mitte-rechts-B&#252;ndnis aus Jusos, RCDS und LHG es zwischenzeitlich bis in die SZ und den Focus. Und das zurecht. Schlie&#223;lich haben die drei parteinahen Listen nicht einmal das Mindeste geschafft, was man von einer Studierendenvertretung erwarten kann: Mit dem anvertrauten Geld der Studierenden verantwortungsvoll umzugehen. F&#252;r uns ist das eine (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;In den letzten Wochen und Monaten machte der Bochumer AStA bundesweit Schlagzeilen: Mit dem sagenhaften Verlust von 200.000 Euro schaffte das Mitte-rechts-B&#252;ndnis aus Jusos, RCDS und LHG es zwischenzeitlich bis in die SZ und den Focus. Und das zurecht. Schlie&#223;lich haben die drei parteinahen Listen nicht einmal das Mindeste geschafft, was man von einer Studierendenvertretung erwarten kann: Mit dem anvertrauten Geld der Studierenden verantwortungsvoll umzugehen. F&#252;r uns ist das eine Selbstverst&#228;ndlichkeit. In dieser Zeitung wollen wir jedoch zeigen, dass es auch noch andere Themen gibt, &#252;ber die es zu berichten lohnt: Antifaschismus, Migrationspolitik, alternative Kultur, Kritische Wissenschaften und Studiengeb&#252;hren sollten auch in Wahlkampfzeiten nicht untergehen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit resultiert nicht zuletzt aus dem gro&#223;en Teil unserer Aktiven mit Migrationshintergrund und nicht-deutschem Pass. Ausl&#228;ndische Studierende sind immer noch weit gr&#246;&#223;eren Diskriminierungen ausgesetzt als Deutsche. Unsere Kandidaten, die als Referenten im autonomen Ausl&#228;nderInnenreferat arbeiten, setzen sich speziell f&#252;r ihre Belange ein. Dazu geh&#246;rt unter anderem, ausl&#228;ndische Studierende zu beraten, ihre Initiativen zu unterst&#252;tzen und kulturelle Veranstaltungen zu organisieren.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item>
		<title>Rezension: Turbostaat - Vormann Leiss</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/Rezension-Turbostaat-Vormann-Leiss.html</link>
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		<dc:date>2008-01-21T07:22:37Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>

		<dc:subject>Kultur</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2008</dc:subject>

		<description>F&#252;r viel Diskussion hat der mit dem neuen Album &#8222;Vormann Leiss&#8220; verbundene Wechsel der Band Turbostaat zum Label &#8222;Same Same But Different&#8220; gesorgt, waren doch pl&#246;tzlich Clips der Indie &#8212; Punkband bei MTV zu sehen. So musste sich die Band den ein oder anderen bissigen Kommentar im G&#228;stebuch ihrer Homepage gefallen lassen. Von Verrat an Indie-DIY-Idealen war gar die Rede. Bef&#252;rchtet wurde ein Album mit Identifikationspotenzial, das leicht und seicht daherkommt, um sich selbst zum &#8222;next big thing&#8220; zu (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;F&#252;r viel Diskussion hat der mit dem neuen Album &#8222;Vormann Leiss&#8220; verbundene Wechsel der Band Turbostaat zum Label &#8222;Same Same But
Different&#8220; gesorgt, waren doch pl&#246;tzlich Clips der Indie &#8212; Punkband bei
MTV zu sehen. So musste sich die Band den ein oder anderen bissigen
Kommentar im G&#228;stebuch ihrer Homepage gefallen lassen. Von Verrat
an Indie-DIY-Idealen war gar die Rede. Bef&#252;rchtet wurde ein Album
mit Identifikationspotenzial, das leicht und seicht daherkommt, um
sich selbst zum &#8222;next big thing&#8220; zu machen. Es mag sein, dass Turbostaat
nach ihren ersten Platten zwar ein solides, aber kein unbedingt gro&#223;artiges
Jahrhundert-Handwerkszeug ablieferten. Es mag auch sein, dass einigen
&#8222;Vormann Leiss&#8220; abermals nicht gef&#252;llt, weil die Platte sich zu sehr im Midtempo-Bereich bewegt und die Texte mal wieder zu &#8222;kryptisch&#8220; sind. Sicher ist auch: Das Rad erfinden Turbostaat nicht neu. M&#252;ssen sie aber auch nicht, weil sie das, was sie tun, ausgesprochen gut machen. Es
entsteht eine gute Mischung aus Punk und Hardcore die recht gitarrenlastig
ist und das Schlagzeug nicht so stark &#252;berbetont, wie es viele Deutschpunkbands machen, kombiniert mit rauem Gesang. St&#228;rker als die Musik stechen aber die Texte hervor. Dies ist auch eine Eigenart, die Turbostaat vom typischen Deutschpunk unterscheidet, denn die Texte lassen sich nicht runterh&#246;ren und sofort verstehen. Es sind Wortsch&#246;pfungen wie &#8222;Roducheln&#8220;, die immer wieder f&#252;r Kopfkratzen
sorgen. Genau aber das ist das bemerkenswerte an der Platte: Sie
verbiegt (und verstellt) sich nicht. Sie skandiert bei aller meist unterschwelligen Aggressivit&#228;t keine Parolen und sie serviert auch keine mundgerechten Geschichts-H&#228;ppchen. Sie hinterl&#228;sst mehr Fragezeichen, als dass sie Antworten gibt. Fazit: Ein neues St&#252;ck Turbostaat, das man uneingeschr&#228;nkt weiterempfehlen kann.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item>
		<title>Baf&#246;g rauf, Geb&#252;hren runter!</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/Bafog-rauf-Gebuhren-runter.html</link>
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		<dc:date>2008-01-21T07:22:36Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>

		<dc:subject>Hochschulpolitik</dc:subject>
		<dc:subject>Studiengeb&#252;hren</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2008</dc:subject>

		<description>Das vergangene Jahr war von vielen einschneidenden Ver&#228;nderungen in der Bildungspolitik in NRW gepr&#228;gt: Zum einen wurden allgemeine Studiengeb&#252;hren in H&#246;he von 500 Euro pro Semester erhoben, zum anderen erfolgte die Einsetzung externer Hochschulr&#228;te durch die Landesregierung, wodurch die M&#246;glichkeiten der Einflussnahme durch Studierende auf wichtige, die Universit&#228;t betreffende Entscheidungen weiter beschnitten wurden. Der einzige Lichtblick war eine l&#228;ngst &#252;berf&#228;llige Erh&#246;hung des Baf&#246;g um 10 (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Das vergangene Jahr war von vielen einschneidenden Ver&#228;nderungen in
der Bildungspolitik in NRW gepr&#228;gt: Zum einen wurden allgemeine Studiengeb&#252;hren in H&#246;he von 500 Euro pro Semester erhoben, zum anderen erfolgte die Einsetzung externer Hochschulr&#228;te durch die Landesregierung, wodurch die M&#246;glichkeiten der Einflussnahme durch Studierende auf wichtige, die Universit&#228;t betreffende Entscheidungen weiter beschnitten wurden. Der einzige Lichtblick war eine l&#228;ngst &#252;berf&#228;llige Erh&#246;hung des Baf&#246;g um 10 Prozent auf einen neuen H&#246;chstsatz von 648 Euro.&lt;span class='spip_document_263 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:150px;' &gt;
&lt;img src='http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L150xH150/jpg_gebuehren-a86bf.jpg' width='150' height='150' alt=&quot;leeres Portemonnaie&quot; title=&quot;leeres Portemonnaie&quot; style='height:150px;width:150px;' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auch wenn die Anhebung der Bezugss&#228;tze durchschnittlich 50 Euro im Monat mehr in die Taschen vieler Studierenden bringt, ist selbst der neue H&#246;chstsatz nach Ansicht des Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) den heutigen Lebenshaltungskosten
l&#228;ngst nicht angemessen. Verschiedene Studien legen den Schluss nahe, dass mindestens 750 Euro im Monat zur Finanzierung eines Vollzeitstudiums notwendig sind. Hinzu kommt, dass die aktuelle Erh&#246;hung des Baf&#246;g nicht mehr als ein lang erwarteter Inflationsausgleich ist und somit kaum als reale Erh&#246;hung betrachtet werden kann.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nach der neusten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes arbeiten bereits jetzt an der Ruhr-Universit&#228;t 70 Prozent der Studierenden, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Zugleich w&#228;chst der Druck, das Studium innerhalb der Regelstudienzeit abzuschlie&#223;en. So kommt es, dass viele Studierende aufgrund ihrer Arbeitszeiten wichtige Veranstaltungen nicht besuchen k&#246;nnen. Darauf angesprochen, antworten DozentInnen h&#228;ufig, dass das Studium Vorrang haben m&#252;sse und die Arbeit deshalb erst an zweiter Stelle kommen d&#252;rfe. Leider geht dieser gut gemeinte Rat an der Lebensrealit&#228;t vieler Studierender
vorbei. Ein Nebenjob f&#252;hrt bei zunehmender Kontrolle der Anwesenheitspflicht, welche oft mals mit der Umstellung auf die neuen verschultenBachlor und Master-Studieng&#228;nge einhergeht, oft zu einer ungewollten Verl&#228;ngerung des Studiums.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auch aus diesem Grund wird die Linke Liste die Diskussion &#252;ber Sinn und
Zweck von Anwesenheitspflichten in den zust&#228;ndigen Gremien (Fakult&#228;ten, Uni-Leitung) auf die Tagesordnung setzen und sich an Kampagnen f&#252;r eine reale Erh&#246;hung des Baf&#246;g weiterhin aktiv beteiligen.
Neben der Frage nach den Einnahmen ist f&#252;r den studentischen Geldbeutel die Frage nach den Studiengeb&#252;hren von zentraler Relevanz. Seit einem Jahr verlangt die Ruhr-Universit&#228;t nun schon 500 Euro Campusmaut, und es zeigt sich, dass viele Fakult&#228;ten und Institute nicht in der Lage sind, diese Mittel sinnvoll zur Verbesserung der Lehre zu verwenden. Bevor noch die letzte Uni-Toilette mit einem Videobeamer ausgestattet wird, muss die Universit&#228;t beweisen, dass sie Studiengeb&#252;hren nicht lediglich verschleudert. Wir fordern deshalb
eine unabh&#228;ngige Evaluation der bisherigen Ma&#223;nahmen, um anschlie&#223;end die Geb&#252;hren wieder senken oder &#8212; noch besser &#8212; ganz abschaffen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item>
		<title>StudiVZ</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/StudiVZ.html</link>
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		<dc:date>2008-01-21T07:22:34Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>

		<dc:subject>Kritische Wissenschaft</dc:subject>
		<dc:subject>Datenschutz</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2008</dc:subject>

		<description>Die Nutzung des Internet-Portals StudiVZ geh&#246;rt f&#252;r viele Studierende mittlerweile zum Alltag. Doch unumstritten ist es nicht. Stand vor einem Jahr das den Faschismus verharmlosende Gebaren seiner ehemaligen Gesch&#228;ftsf&#252;hrer und die sexistischen Angriffe der NutzerInnen innerhalb der &#8222;Community&#8220; im Mittelpunkt der Diskussion, stellen sich heute v.a. datenschutzrechtliche Fragen. Doch nicht nur deshalb ist es sinnvoll, diese zun&#228;chst n&#252;tzlich erscheinende B&#252;ndelung von Chat-, Blogging- und (...)

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&lt;a href="http://www.lili-bochum.de/+-Wahlen-2008,38-+.html" rel="tag"&gt;Wahlen 2008&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Die Nutzung des Internet-Portals StudiVZ geh&#246;rt f&#252;r viele Studierende
mittlerweile zum Alltag. Doch unumstritten ist es nicht. Stand vor einem
Jahr das den Faschismus verharmlosende Gebaren seiner ehemaligen
Gesch&#228;ftsf&#252;hrer und die sexistischen Angriffe der NutzerInnen innerhalb
der &#8222;Community&#8220; im Mittelpunkt der Diskussion, stellen sich heute v.a.
datenschutzrechtliche Fragen. Doch nicht nur deshalb ist es sinnvoll, diese zun&#228;chst n&#252;tzlich erscheinende B&#252;ndelung von Chat-, Blogging- und Networking-&#8222;Tool&#8220; unter die Lupe zu nehmen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ein paar harte Fakten. Beim StudiVZ handelte es sich von Anfang an um ein kommerzielles Unternehmen mit Gewinninteresse. StudiVZ ist eine Limited Company (Ltd.) nach britischem Recht. Es wurde im Oktober 2005 mit &#252;ber 2,5 Millionen Euro Startkapital gegr&#252;ndet. Gr&#246;&#223;ter Investor war die Holtzbrinck Ventures GmbH mit 2 Millionen. Im Januar 2007 haben die
InvestorInnen durch den Verkauf &#8212; vor allem aller bis dahin erhobenen
Privatdaten der NutzerInnen &#8212; ein Vielfaches der Summe verdient. Nach
den Presseberichten hat die &#220;bernahme zwischen 50 und 100 Millionen
Euro gekostet.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Management, Kontrolle, Alltag&lt;/h3&gt;
&lt;dl class='spip_document_262 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L151xH300/jpg_studivz-1001c.jpg' width='151' height='300' alt='JPEG - 4.6 kB' style='height:300px;width:151px;' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Warum ist aber dieses Portal f&#252;r Investoren so interessant? Steckt hinter
seinem Erfolg nur eine geschickte Marketingstrategie, oder ist das Marketing erfolgreich, weil es lediglich allt&#228;gliche Phantasien, W&#252;nsche und Begierden aufgreift ?
Ein Blick in die gegenw&#228;rtige Management-Literatur kann hier&#252;ber aufkl&#228;ren. Die einschl&#228;gigen Handb&#252;cher sind voll von neuen F&#252;hrungskonzepten, welche &#8222;flache Hierarchien&#8220; predigen. Die Betriebswirtschaftlehre nennt die gegenseitigen Personal-Evaluationen &#8222;Controlling&#8220;, die Kulturwissenschaft hingegen spricht von einer &#8222;Kontrollgesellschaft &#8220;, weil die Bewertungsmechanismen mittlerweile
auch fester Bestandteil der Freizeit und sozialer Beziehungen sind. Der Sinn von Verfahren wie dem &#8222;360-Grad-Feedback&#8220; liegt nahe. In Assessment-Centern erhebt das Personal selbst St&#228;rken und Schw&#228;chen
der KollegInnen und l&#228;sst sich wiederum offen und gnadenlos kritisieren.
Als Ergebnis erh&#228;lt man einen individuellen &#8222;Verbesserungsplan&#8220;. Alles, von den sogenannten &#8222;Typing-Skills&#8220; bis hin zu &#8222;Vitamin-B-Kompetenzen&#8220;
soll verbessert werden. Entweder schafft man den oft widerspr&#252;chlichen
Plan einzuhalten &#8211; oder eben nicht. In dem Fall hat man sich als &#8222;unflexibel&#8220; gezeigt und damit einen weiteren Grund geliefert, bei der
n&#228;chsten K&#252;ndigungswelle mit auf dem Top-Ten des nicht &#8222;employable&#8220;
Personals zu stehen. Das Ironische daran: In diese Bewertungspraktiken
muss man eingewilligt haben, werden doch die &#8222;Pr&#228;ferenzen&#8220; und &#8222;Mankos&#8220; f&#252;r das individuelle Profi l jeweils selbst angegeben.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Medium der Selbstkontrolle&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Was hat aber all dies mit dem StudiVZ zu tun?! Die Antwort liegt auf
der Hand: Im Netz kn&#252;pft man Kontakte mit den &#8222;eigenen Leuten&#8220;, listet
ihre Namen auf der eigenen Profi lseite auf, zeigt gemeinsame Fotos von
der letzten WG-Feier oder alten Klassenfahrten. Hobbies, Musikvorlieben,
Lebensdaten, besuchte Kurse, aber auch: W&#252;nsche, Tr&#228;ume, Vorlieben
und Interessen werden angegeben. Man verlinkt sich gegenseitig mit jenen, die &#8222;gleich ticken&#8220;. Es ergeben sich unterschiedliche medial erfasste Subgemeinschaft en, die sowohl in sich vielf&#228;ltig als auch vielf&#228;ltig miteinander verlinkt sind. Nur so existieren sie n&#228;mlich: in der Dynamik der permanenten Datenerneuerung und der Kontaktpflege.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Parallele zu den Evaluationen in der Arbeitswelt zeigt sich in den
vielf&#228;ltigen M&#246;glichkeiten der Generierung des eigenen Lifestyles, welche
zum lautlosen Zwang werden. Bewusst oder unbewusst wird gezeigt,
&#8222;was man so zu bieten hat&#8220;. Das Ziel ist, die anderen auf die eigene Seite zu locken, um damit den &#8222;Kontaktpool&#8220; auszubauen. Die Quantit&#228;t und die Qualit&#228;t der Kontakte sollen &#252;ber die Attraktivit&#228;t und somit auch &#252;ber den symbolischen Wert der jeweiligen Seiten entscheiden. Der h&#228;ufigste Vorwurf der UserInnen lautet: &#8222;Deine Seite ist so leer, die ist ja total langweilig!&#8220;. Wer aber mitspielt, versucht auch die attraktiven Leute zu &#8222;gruscheln&#8220; und sie in den &#8222;Freundeskreis&#8220; aufzunehmen. Ist man erfolgreich, werden die neuen Kontakte bei der Anwerbung weiterer &#8222;Freunde&#8220; als Investitionskapital eingesetzt. Es bildet sich ein Verwertungskreislauf dessen, was der neoliberale &#214;konom Gary Becker &#8222;Humankapital&#8220; genannt hat.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dass dies keine blo&#223;e Metapher ist, zeigt sich, wenn man diese Praktiken
der Freizeit nicht mehr isoliert von der Sph&#228;re der Arbeit betrachtet.
Nicht nur, dass die Marketingfirmen auf die pers&#246;nlichen Profile scharf
sind, weil sie ein m&#246;glichst zielgerichtetes Werbungsangebot erm&#246;glichen. Mit dem StudiVZ und &#228;hnlichen Portalen &#252;ben die NutzerInnen jene Selbstoptimierungspraktiken ein, die in den meisten Branchen l&#228;ngst schon die Voraussetzung f&#252;r den Verkauf der eigenen Arbeitskraft darstellen. Nicht umsonst sind also die im StudiVZ aufgebauten &#8222;Humankapitalien&#8220; auch Bares wert, k&#246;nnten die AnbieterInnen zynisch einwerfen. Und sie haben Recht. Die Ideologietheorie w&#252;rde hier von der &#8222;Zurichtung des Subjekts&#8220; sprechen. Nimmt man den hier wirksamen Subjektwerdungsprozess ernst, m&#252;sste man von der Selbstzurichtung der Subjekte sprechen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item>
		<title>SP, AStA &amp; Co</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/SP-AStA-Co.html</link>
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		<dc:creator>Jonas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>


		<description>Das Studierendenparlament (SP) wird einmal j&#228;hrlich von allen Studierenden gew&#228;hlt. Dabei hat jede/r Studierende die M&#246;glichkeit, einer Liste (Hochschulgruppe) ihre/seine Stimme zu geben, um so die Verteilung der 35 Sitze im SP auf die einzelnen Listen zu beeinflussen. Nach wochen oder monatelangen Verhandlungen, in denen sich die verschiedenen Listen w&#252;st beschimpfen, finden sich irgendwann ein paar nicht besonders gl&#252;ckliche, aber hoffentlich in diesem Jahr wieder mal vern&#252;nftige Listen (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Das Studierendenparlament (SP) wird einmal j&#228;hrlich von allen Studierenden gew&#228;hlt. Dabei hat jede/r Studierende die M&#246;glichkeit, einer Liste (Hochschulgruppe) ihre/seine Stimme zu geben, um so die Verteilung
der 35 Sitze im SP auf die einzelnen Listen zu beeinflussen. Nach wochen oder monatelangen Verhandlungen, in denen sich die verschiedenen Listen
w&#252;st beschimpfen, finden sich irgendwann ein paar nicht besonders
gl&#252;ckliche, aber hoffentlich in diesem Jahr wieder mal vern&#252;nftige Listen
zusammen und w&#228;hlen den AStA. Der AStA repr&#228;sentiert die Studierendenschaft, das ist die Gesamtheit aller Studierenden, und verf&#252;gt &#252;ber die Sozialbeitr&#228;ge (derzeit 12 Euro pro Semester pro Studi). Dabei kommt eine Menge Geld zusammen, so dass ein Haushaltsplan aufgestellt werden muss. Darin kann Geld f&#252;r sinnvolle Kulturprojekte oder Initiativenf&#246;rderung eingeplant werden. Es kann aber auch Geld f&#252;r schlecht kalkulierte Partys ausgegeben werden, so dass die Studierendenschaft &#8212; wie im letzten Jahr geschehen &#8212; auf 200.000
Euro Verlust sitzen bleibt. Auch Vertragsverhandlungen &#252;ber das Semesterticket sind Teil der umfangreichen Aufgaben des AStA.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item>
		<title>...weil Nazis leider nicht nur &#8222;doof&#8220; sind</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/weil-Nazis-leider-nicht-nur-doof.html</link>
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		<dc:date>2008-01-21T07:22:26Z</dc:date>
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		<dc:subject>Antifa</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2008</dc:subject>

		<description>In der Tat ist mit dieser simplen Einsch&#228;tzung kein Blumentopf gegen die konkrete Bedrohung durch gewaltbereite Neonazis oder gegen ihre sozial verkleideten rassistischen Forderungen zu gewinnen. Einerseits nimmt im Ruhrgebiet vor allem in Dortmund und Umgebung die Zahl der &#220;bergriffe auf Ausl&#228;nder und Linke dramatisch zu, andererseits sind die Nazis und ihre Propaganda heute nicht mehr ohne weiteres auf den ersten Blick zu erkennen. Der Nazis neue Kleider Auch an der RUB tauchen in letzter (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;In der Tat ist mit dieser simplen Einsch&#228;tzung kein Blumentopf gegen die
konkrete Bedrohung durch gewaltbereite Neonazis oder gegen ihre sozial verkleideten rassistischen Forderungen zu gewinnen. Einerseits nimmt im Ruhrgebiet vor allem in Dortmund und Umgebung die Zahl der
&#220;bergriffe auf Ausl&#228;nder und Linke dramatisch zu, andererseits sind die
Nazis und ihre Propaganda heute nicht mehr ohne weiteres auf den ersten Blick zu erkennen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Der Nazis neue Kleider&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Auch an der RUB tauchen in letzter Zeit vermehrt Aufkleber so genannter
&#8222;Autonomer Nationalisten&#8220; auf. F&#252;r das unge&#252;bte Auge sind weder diese
Publikationen, die beispielsweise Forderungen gegen staatliche &#220;berwachung beinhalten, noch die dahinter stehenden Personen eindeutig
als neonazistisch einzuordnen. In der rechten Szene ist die &#220;bernahme linker Outfits, Symbole und Designs inzwischen weit verbreitet. Daher wird
es immer wichtiger nicht nach Glatzen und Springerstiefeln, sondern nach mehr oder weniger geschickt getarntem Rassismus und Antisemitismus
in Statements und Texten Ausschau zu halten.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;David gegen &#8222;Goaliat&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein Beispiel f&#252;r neue unauff&#228;llige Dresscodes der rechten Szene sind
Kleidungsst&#252;cke der Marke &#8222;Thor Steinar&#8220;, wie sie u.a. im Laden &#8222;Goaliat&#8220; auf der Oskar-Hoffmann-Stra&#223;e bis August letzten Jahres verkauft wurden. Das Gesch&#228;ft, dessen Besitzer aus Witten Kontakte zur rechten Szene pflegt, konnte sich zum Gl&#252;ck nur zehn Monate in Bochum halten. Bereits in dieser kurzen Zeit avancierte es jedoch zu einem Treffpunkt f&#252;r die extreme Rechte des Ruhrgebiets. Verkauft wurden dort haupts&#228;chlich Produkte des Labels &#8222;Thor Steinar&#8220;, eine Marke von Nazis f&#252;r Nazis, deren Erl&#246;s zur Finanzierung von Strukturen der extremen Rechten eingesetzt wird. Dem anhaltenden Engagement diverser antifaschistischer Gruppen aus Bochum und Umgebung sowie dem damaligen AStA der Ruhr-Uni unter Beteiligung der Linken Liste ist es zu verdanken, dass die rechte Szenein NRW nun einen Treffpunkt und eine Einnahmequelle weniger hat.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Nazistrukturen in Dortmund&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_261 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L200xH136/jpg_dagegen-2c3b6.jpg' width='200' height='136' alt=&quot;Mehr als nur dagegen!&quot; title=&quot;Mehr als nur dagegen!&quot; style='height:136px;width:200px;' /&gt;&lt;/span&gt; Leider sieht die Lage nicht in allen St&#228;dten des Ruhrgebiets so entspannt aus: In Dortmund griffen in den letzten Monaten Neonazis immer wieder mit gr&#246;&#223;ter Brutalit&#228;t Lokalit&#228;ten an, die als Treffpunkt der linken Szene gelten oder von Menschen mit Migrationshintergrund
betrieben werden. In der Silvesternacht zog ein Trupp von rund 30 Neonazis Parolen gr&#246;hlend durch die Dortmunder Innenstadt und machte Jagd auf alternativ aussehende Jugendliche. Mindestens zwei der Opfer wurden so schwer verletzt, dass sie per Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. In einigen Teilen der Stadt
wird eine regelrechte &#8222;Ansiedlungspolitik&#8220; durch die Nazis betrieben:
Durch den konsequenten Zuzug rechter Nachwuchskader aus dem
Umland entstehen f&#252;r Menschen mit Migrationshintergrund No-Go-
Areas, in die sich zumindest nach Einbruch der Dunkelheit niemand
mehr traut, der &#8222;nicht deutsch genug&#8220; aussieht. Die Neonazis nennen
dieses Konzept die Schaffung &#8222;National befreiter Zonen&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Rechte Akteure&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Getragen werden die rechten Strukturen ma&#223;geblich durch den, dem
Spektrum der &#8222;autonomen Nationalisten&#8220; zuzurechnenden, &#8222;Nationalen
Widerstand Dortmund&#8220; um Dennis Giemsch, aber auch durch ein subkulturelles extrem rechtes Milieu um die Nazi-Hooligantruppe
&#8222;Borussenfront&#8220; von Siegfried Borchardt. Besonders im Fall der
rechtsextremen Partei NPD werden auch die strukturellen Verbindungen
nach Bochum deutlich: Claus Cremer, ein wegen Volksverhetzung verurteilter Neonazi aus Bochum ist zugleich stellvertretender Vorsitzender der NPD in NRW und fungiert als Bindeglied zwischen der Partei und den &#8222;Freien&#8220;. Cremer signalisierte den parteiunabh&#228;ngigen &#8222;Kameraden&#8221;, dass sie mit offenen Armen empfangen w&#252;rden. Das m&#252;ssen sie aus Sicht der NPD allerdings auch, denn im Ruhrgebiet geben die gewaltt&#228;tigen &#8222;Kameradschaft en&#8220; und nicht die sich biederer gebende Partei den Ton in der extremen Rechten an.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Antifaschismus an der RUB&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Linke Liste unterst&#252;tzt antifaschistische Gruppen und gegen
Rechts gerichtetes Engagement in der Stadt und an der Universit&#228;t nach
Kr&#228;ften. Gerade weil heutzutage die Nazis immer geschickter und besser
vernetzt auftreten, ist eine inhaltliche Auseinandesetzung dringend geboten. Deshalb legen wir einen besonderen Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Organisation von Informations und Aufkl&#228;rungsveranstaltungen zu den neuen Strategien und Strukturen
der Rechten. Zugleich steht die Linke Liste f&#252;r eine Abkehr von einer rein
symbolischen Politik gegen Neonazis. Entscheidend ist es, den Rechten undihrem nationalistischen und rassistischen Gedankengut offen entgegenzutreten.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item>
		<title>Eine B.D. &#224; la B.B.?</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/Eine-B-D-a-la-B-B.html</link>
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		<description>B&#233;b&#233; &#8212; so nennen die Franzosen liebevoll Bertolt Brecht. Viel von seiner Verfremdungstechnik ist auch in die B&#233;d&#233; (bande desin&#233;e) oder in den Comic der iranischen K&#252;nstlerin Marjane Satrapi eingegangen. &#8222;Persepolis&#8220; ist urspr&#252;nglich als eine Serie von Comicb&#252;chern &#252;ber ihr Leben als exilierte Iranerin in Wien und Paris entstanden. Im vergangen Jahr landete Satrapi mit der Filmversion (zusammen mit Vincent Paronnaud) einen Hit. Das klar aufgetragene Schwarz-Wei&#223;, die Zweidimensionalit&#228;t der Figuren (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;B&#233;b&#233; &#8212; so nennen die Franzosen liebevoll Bertolt Brecht. Viel von seiner
Verfremdungstechnik ist auch in die B&#233;d&#233; (bande desin&#233;e) oder in den Comic der iranischen K&#252;nstlerin Marjane Satrapi eingegangen. &#8222;Persepolis&#8220; ist urspr&#252;nglich als eine Serie von Comicb&#252;chern &#252;ber ihr Leben als exilierte Iranerin in Wien und Paris entstanden. Im vergangen Jahr landete Satrapi mit der Filmversion (zusammen mit Vincent Paronnaud) einen Hit.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_260 spip_documents spip_documents_left' style='float:left; width:150px;' &gt;
&lt;img src='http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L150xH150/jpg_persepolis-6b54d.jpg' width='150' height='150' alt=&quot;Persepolis&quot; title=&quot;Persepolis&quot; style='height:150px;width:150px;' /&gt;&lt;/span&gt;Das klar aufgetragene Schwarz-Wei&#223;, die Zweidimensionalit&#228;t der Figuren und die kindhafte Vereinfachung im Zeichnungsstil, inspiriert von Spiegelmans &#8222;Maus&#8220;, ergeben in &#8222;Persepolis&#8220; einen besonderen Effekt.
Obwohl oder vielleicht gerade weil es beim autobiografischen R&#252;ckblick
auf die schwierigen Kindheits- und Jugendjahre Satrapis im Iran um
&#8222;ernsthafte&#8220; Themen gehen soll, wird der Zuschauer in eine infantile Position versetzt. Der Animationsfilm will nicht nur komplizierte und sehr strittige Gesichtspunkte rund um Iran zeigen, sondern sie dem Zuschauer selbst wie einem Kind spielerisch, vermittelst ihrer Einflechtung in die pers&#246;nliche Geschichte eines kleinen M&#228;dchens mit ihren Tr&#228;umen und &#196;ngsten, erkl&#228;ren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Marjane lebt als einzige Tochter einer b&#252;rgerlichen Familie sozialistischer Revolution&#228;re in Teheran. Schlag auf Schlag muss sie erfahren, wie mit der islamischen Revolution ihre und die Freiheit ihrer Familienmitglieder beschnitten wird. Sie m&#246;chte Jeans tragen und Iron Maiden h&#246;ren. Stattdessen m&#252;ssen ein Kopftuch her und die Indoktrinationen in der islamischen Schule befolgt werden. Als die Repressionen und die Folter gegen die Regimegegner im Iran zunehmen, entscheiden sich die Eltern, die 14-J&#228;hrige nach Europa zu schicken. Marjane verabschiedet sich auch von der geliebten Gro&#223;mutter, die als ihr Alter Ego fungiert und sie &#8212; in den daf&#252;r eigens hervorgehobenen Farbsequenzen &#8212; vor der Abreise ins ferne Land zur unbedingten Treue mit sich selbst auff ordert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Danach entwickelt sich die Story einigerma&#223;en klischeehaft. In Wien angekommen, muss Marjane sich als Au&#223;enseiterin erneut mit der klerikalen F&#252;rsorge auseinandersetzen. Sie landet im katholischen Heim. Lange dauert's nicht: Sie lernt einen Freund kennen, bricht aus, dieser bricht mit ihr und sie flaniert allein und verlassen durch die unfreundliche Gegend, w&#228;hrend ihr die Briefe ihres Cousins &#252;ber die Greuel des Iran-Irak-Krieges berichten. Sie lernt coole Punks kennen, geht in Diskos und f&#228;ngt an zu rauchen. Doch lang h&#228;lt sie in der Fremde nicht durch. Ihr Eltern fordern sie per Telefon auf, heimzufahren. Marji, inzwischen Erwachsene, kehrt in den Iran zur&#252;ck.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;An dieser Stelle n&#228;hert sich &#8222;Persepolis&#8220; &#8212; ein zwiesp&#228;ltig-romantischer Verweis auf die historische Residenzstadt Persiens &#8212; zeitlich am n&#228;chsten dem gegenw&#228;rtigen Iran. Die Partys von Marjanes Freunden und ihr Alkoholkonsum in den Privatwohnungen werden durch die Geheimpolizei verfolgt. Der Mann, den sie kennen lernt und heiratet, ist ihr gegen&#252;ber am Ende gleichg&#252;ltig. Auf den Stra&#223;en werden die Frauen ebenfalls von fremden M&#228;nnern oder den Offizierendes Staats dominiert und wie Dinge herumgeschoben. Die Figur Marjanes will kein Opfer sein. Sie lehnt sich gegen ihren Mann auf, verl&#228;sst ihn, und muss wieder zur&#252;ck nach Europa, weil sie f&#252;r sich &#8212; eine geschiedene und vom politischen System endg&#252;ltig entfremdete Frau &#8212; im Iran keine Zukunft sieht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Film ist zu einfach, zu richtig. Hier der s&#228;kularisierte Individualismus (&#8222;eigenen Tr&#228;umen treu bleiben&#8220;), dort die religi&#246;se Vereinheitlichung und autorit&#228;re Herrschaft: blind und monoton die Hand auf die Brust schlagend den Namen Gottes mit den Schulm&#228;dchen herunterbeten.
Er ist sympathische und kindisch-spielerisch zugleich. Aber wom&#246;glich umgeht er in seinem Kindisch-Sein genau jene Aspekte, die seine Repr&#228;sentation des Iran nur politisch korrekt, nicht aber treffend
sein lassen. In Europa ist der Film auch deshalb so erfolgreich, weil er in
der Form einer klassischen Erfolgsstory daherkommt: Fremdes und verfolgtes Opfer-M&#228;dchen erhebt ihre Stimme, wird selbstbestimmt aktiv
und setzt ihre W&#252;nsche gegen die repressiven Verh&#228;ltnisse durch, auch
wenn sie daf&#252;r als Strafe ihr Land verlassen muss &#8212; wobei sie im Iran lediglich die zweifelsohne vorhandene Einschr&#228;nkung und die Aufhebung
der Menschenrechte moniert. Die heutige Ausrichtung des iranischen
Staates auf die Vernichtung Israels, die eine Parallele zur deutschen Vergangenheit aufzeigen w&#252;rde, wird in dem Zeichentrick ausgeblendet. Das Alibi der anderen Zeit, in der die Filmhandlung spielt, erwiese sich als
ein falsches, ist doch jede Gegenwart schwanger mit der Zukunft &#8212; und
somit auch die j&#252;ngste Vergangenheit als die Erzeugerin heutiger Gegenwart im Iran dargestellt werden k&#246;nnte. Eine Technik der Verfremdung kann einfache Technik bleiben, ohne Reflexivit&#228;t zu erreichen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;PERSEPOLIS (F 2007)&lt;br /&gt;
R/B: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi&lt;br /&gt;
mit Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve u.a. (Synchronstimmen)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item>
		<title>Ideologien im nachideologischen Zeitalter</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/Ideologien-im-nachideologischen.html</link>
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		<dc:date>2008-01-21T07:22:19Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>

		<dc:subject>Kritische Wissenschaft</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2008</dc:subject>

		<description>Mit der Postmoderne etablierte sich in den letzten drei Jahrzehnten ein Diskurs, der mit der Kritik an den &#8222;gro&#223;en Meta-Erz&#228;hlungen&#8220; (Lyotard) auch das Ende der Ideologie proklamierte. Dem entgegnete u.a. Terry Eagleton, dass der Postmodernismus aufgrund seines konzentrierten Blicks aufs Partikulare und Irreduzible stets Gefahr laufe, die Schwelle zur Verkl&#228;rung einer naturw&#252;chsig sich regulierenden Ungleichheitsstruktur zu &#252;berschreiten. Damit stehen sich zwei Zeitdiagnosen gegen&#252;ber: Entweder (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Mit der Postmoderne etablierte sich in den letzten drei Jahrzehnten ein Diskurs, der mit der Kritik an den &#8222;gro&#223;en Meta-Erz&#228;hlungen&#8220; (Lyotard)
auch das Ende der Ideologie proklamierte. Dem entgegnete u.a. Terry
Eagleton, dass der Postmodernismus aufgrund seines konzentrierten Blicks
aufs Partikulare und Irreduzible stets Gefahr laufe, die Schwelle zur Verkl&#228;rung einer naturw&#252;chsig sich regulierenden Ungleichheitsstruktur zu
&#252;berschreiten. Damit stehen sich zwei Zeitdiagnosen gegen&#252;ber: Entweder
zeichnet sich am Horizont das Ende der Ideologie ab, oder es gibt keine
ideologischere Annahme als diejenige, den ideologischen Ballast endlich
abgeworfen zu haben. Grund genug zu hinterfragen, was unter Ideologie
zu verstehen und wie zeitgem&#228;&#223; Ideologiekritik heute noch ist. Mit &#8222;Ideologie&#8220; werden zumeist die Priestertrugstheorien der fr&#252;hb&#252;rgerlichen
Aufkl&#228;rung und des Traditionsmarxismus assoziiert: Ideologien seien auf die Manipulationsleistungen der die gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse
durchschauenden und ihre materiellen Interessen verfolgenden Herrschenden zur&#252;ckzuf&#252;hren. Als charakteristisch f&#252;r das traditionsmarxistische Ideologieverst&#228;ndnis k&#246;nnen die zahlreichen Abhandlungen von Bertolt Brecht &#252;ber die Funktion der Intellektuellen gelten. Ein Beispiel aus Me-ti/ Buch der Wendungen:&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Der Schrift steller Fe-Hu-Wang sagte zu Me-ti: Die mit dem Kopf arbeiten,
stehen eurem Kampf abseits. Die kl&#252;gsten K&#246;pfe halten eure Ansichten
f&#252;r falsch. Me-ti antwortete: Die klugen K&#246;pfe k&#246;nnen sehr t&#246;richt verwendet werden, sowohl von den Machthabern als auch von ihren Eigent&#252;mern selbst. Gerade um die allerd&#252;mmsten und unhaltbarsten Behauptungen oder Einrichtungen zu st&#252;tzen, mietet man kluge K&#246;pfe. Die kl&#252;gsten K&#246;pfe bem&#252;hen sich nicht um die Erkenntnis der Wahrheit, sondern um die Erkenntnis, wie Vorteile zu erlangen sind durch die Unwahrheit. Sie streben nicht nach dem Beifall ihrer selbst sondern dem
ihres Bauches.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Eine personalisierende Manipulationstheorie findet sich auch in den
Fr&#252;hschriften von Karl Marx, wenn er die herrschenden Gedanken mit
den Gedanken der Herrschenden identifiziert, weil diese mit der materiellen
Macht auch &#252;ber die Mittel der geistigen Produktion verf&#252;gen sollen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ideologie als Selbstverr&#228;tselung des Sozialen (Marx)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_259 spip_documents spip_documents_left' style='float:left; width:150px;' &gt;
&lt;img src='http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L150xH149/jpg_ideologie-7f516.jpg' width='150' height='149' alt=&quot;Spielfiguren&quot; title=&quot;Spielfiguren&quot; style='height:149px;width:150px;' /&gt;&lt;/span&gt; Seit den Feuerbachthesen zeichnet sich bei Marx jedoch ein Verst&#228;ndnis
ab, das Ideologien nicht mehr als interessierte Manipulationsversuche,
sondern als strukturell verankerte Verfehlungen der realen Seinsweise
kapitalistischer Vergesellschaft ung begreift. Was bedeutet das genau?
Kritische Wissenschaft zeichnet sich nach Marx dadurch aus, dass sie die
&#246;konomisch-sozialen Formen, die sich gegen&#252;ber den Menschen verselbst&#228;ndigt haben &#8212; also Ware, Geld, Kapital, Recht und Staat &#8212; als
Ausdruck menschlicher Beziehungen begreift , die anders aussehen k&#246;nnten und sollten. In &#8222;Das Kapital&#8220; zeigt er zudem, dass die den Menschen vorausgesetzte und ihr Handeln strukturierende b&#252;rgerliche Gesellschaft in der Alltagsideologie als eine nat&#252;rliche und daher unab&#228;nderliche Vorgabe erscheint. Eine &#8222;Ideologie&#8220; ist demzufolge ein notwendig falsches Bewusstsein, das seine Grundlage in Verh&#228;ltnissen hat, die die Menschen kontrollieren, anstatt von den Menschen kontrolliert zu werden. Marx argumentiert also folgenderma&#223;en: Da das vereinzelte b&#252;rgerliche Subjekt nicht Teil einer Gemeinschaft von Freien und Gleichen ist, die in &#220;bereinkunft bewusst ihr Leben organisieren, sondern es der Gesellschaft und damit auch die Gesellschaft (in Form
von Ware, Geld und Kapital) ihm als ein &#228;u&#223;erliches gegen&#252;bertritt, kann
es den status quo nicht als sein eigenes und daher ver&#228;nderbares Produkt begreifen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ideologie und autorit&#228;er Charakter (Frankfurter Schule)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein an diese soziale Verkehrung von Subjekt und Objekt anschlie&#223;ende
Erkl&#228;rung f&#252;r das Ausbleiben einer emanzipierten Gesellschaft lieferte
die sog. Frankfurter Schule mit ihre &#8222;analytischen Sozialpsychologie&#8220;,
die kritisch an Freud ankn&#252;pfte: Das weitgehend auf sich gestellte Individuum wird durch den gnadenlosen Konkurrenzzusammenhang zu einer &#252;berm&#228;&#223;igen narzisstischen Besetzung der eigenen Person gen&#246;tigt und erleidet zugleich, aufgrund seiner realen Ohnmacht, eine permanente narzisstische Kr&#228;nkung. Die kapitalistische Produktionsweise individuiert also die Menschen und befreit sie von pers&#246;nlicher Abh&#228;ngigkeit, ohne ihnen die M&#246;glichkeit zu geben, ein
Leben frei von Existenz&#228;ngsten in Solidarit&#228;t und Selbstbestimmung zu
f&#252;hren. Resultat ist ein (letztendlich erfolgloser) Fluchtversuch vor Isolation und Ohnmacht in die Unterordnung unter eine Schutz wie Macht
versprechende Autorit&#228;t.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der ideologiekritische Impuls, die vom Alltagsverstand als nat&#252;rlich
interpretierten Gegebenheiten als sozial generierte zu dechiffrieren, zeigt sich auch in Pierre Bourdieus Analyse habitualisierter Verhaltensweisen, die gerade darauf beruhen, dass ein Bewusstsein ihrer sozialen Aneignung nicht existiert und sie deshalb als nat&#252;rliche Dispositionen der Akteure erscheinen. An brauchbaren ideologietheoretischen Instrumenten mangelt es demnach nicht &#8211; an zu
kritisierenden Ideologien noch viel weniger.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item>
		<title>Keine Angst f&#252;r niemand!</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/Keine-Angst-fur-niemand.html</link>
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		<dc:date>2008-01-21T07:22:18Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2008,70-.html">Januar 2008</category>

		<dc:subject>Grund- und Freiheitsrechte</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2008</dc:subject>
		<dc:subject>Antirassismus</dc:subject>

		<description>Nachdem Deutschland sich lange Zeit weigerte zur Kenntnis zu nehmen, dass es ein Einwanderungsland ist, hat es diese Tatsache inzwischen auch offiziell anerkannt. Seit 2005 gibt es ein neues Zuwanderungsgesetz und allerorten wird &#252;ber Integration von MigrantInnen, Bildungschancen f&#252;r Jugendliche mit Migrationshintergrund und andere migrationsbezogene Themen diskutiert. Mehr noch: Wegen des Mangels an Fachkr&#228;ften und zum Ausgleich der Auswirkungen des vielzitierten demographischen Wandels sei (...)

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Nachdem Deutschland sich lange Zeit weigerte zur Kenntnis zu nehmen, dass es ein Einwanderungsland ist, hat es diese Tatsache inzwischen auch offiziell anerkannt. Seit 2005 gibt es ein neues Zuwanderungsgesetz und allerorten wird &#252;ber Integration von MigrantInnen, Bildungschancen f&#252;r Jugendliche mit Migrationshintergrund und andere migrationsbezogene
Themen diskutiert. Mehr noch: Wegen des Mangels an Fachkr&#228;ften
und zum Ausgleich der Auswirkungen des vielzitierten demographischen
Wandels sei Deutschland sogar auf Zuwanderung dringend angewiesen. Deutsche Universit&#228;ten sollen mit den Hochschulen anderer L&#228;nder um &#8222;die besten K&#246;pfe&#8220; konkurrieren. Dieser Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik l&#228;sst sich &#8212; hier mehr, dort weniger &#8212; in der Programmatik aller etablierten Parteien nachweisen, und sogar die CDU w&#252;nscht sich auf ihrer Homepage mehr t&#252;rkischst&#228;mmige Mitglieder und begr&#252;&#223;t diese mit einer Sonderseite, auf der die Grunds&#228;tze der CDU sowohl auf deutsch als auch auf t&#252;rkisch erkl&#228;rt werden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Deutsche Universit&#228;ten weltoffen?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_258 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:172px;' &gt;
&lt;img src='http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L172xH300/jpg_fortress-cd59e.jpg' width='172' height='300' alt=&quot;Absperrzaun&quot; title=&quot;Absperrzaun&quot; style='height:300px;width:172px;' /&gt;&lt;/span&gt;Wenn nun sogar die CDU MigrantInnen gut findet und 2006 mit der WM alles so gut geklappt hat, k&#246;nnte man denken, in der Migrationspolitik sei nun alles zur besten Zufriedenheit. Doch ein Blick in die Praxis zeigt Anderes. Als EU-Kommissionspr&#228;sident Barroso k&#252;rzlich eine sogenannte Blue Card f&#252;r hochqualifizierte MigrantInnen, die in der EU arbeiten m&#246;chten, und ein einheitliches Antragsverfahren f&#252;r eine EU-weit g&#252;ltige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis vorschlug, stie&#223; dies in Deutschland mehrheitlich auf Ablehnung. &#220;ber Einwanderung solle lieber auf nationaler Ebene entschieden werden. Auch gegen&#252;ber ausl&#228;ndischen AbsolventInnen deutscher Hochschulen, die nach Beendigung ihres Studiums in Deutschland arbeiten m&#246;chten, zeigt Deutschland sich bisher wenig gro&#223;z&#252;gig: Sp&#228;testens ein Jahr nach Abschluss ihres Studiums m&#252;ssen sie einen entsprechenden Job gefunden haben. Und bis vor kurzem wurde auch f&#252;r diese an sich &#8222;erw&#252;nschte&#8220; Personengruppe vor Arbeitsantritt eine sogenannte Arbeitsmarktpr&#252;fung durchgef&#252;hrt. Solcherlei b&#252;rokratische Hindernisse und die trotz aller staatstragenden antifaschistischen Kampagnen immer wieder vorkommenden t&#246;tlichen Angriffe herkunftsdeutscher Geringqualifizierter auf MigrantInnen zusammengenommen, ist nur ein Schluss m&#246;glich: Deutschland will MigrantInnen noch nicht einmal dann haben, wenn es sie braucht!&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Europa, einig Schengenland...&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend ausl&#228;ndische WissenschaftlerInnen und andere Fachkr&#228;fte jedoch zumindest offiziell willkommen sind, werden die Au&#223;engrenzen der EU f&#252;r Fl&#252;chtlinge und &#8222;illegale&#8220; ArbeitsmigrantInnen immer undurchl&#228;ssiger: Tausende ertrinken beim Versuch, Europa auf dem Seeweg zu erreichen, ersticken oder erfrieren in LKWs oder werden von der Grenzpolizei zu Tode gehetzt. Fl&#252;chtlinge in Deutschland werden weiterhin rassistischen Sondergesetzen unterworfen, von den Ausl&#228;nderbeh&#246;rden schikaniert, leiden unter mangelnder medizinischer Versorgung oder werden in Abschiebehaft genommen, obwohl ihr einziges &#8222;Verbrechen&#8220; darin besteht, in Deutschland unerw&#252;nscht zu sein. Ihnen steht die Abschiebung in ein Land, in dem sie von Verfolgung
und Tod bedroht sind, bevor. H&#228;ufig kommt es in Abschiebekn&#228;sten zu Suizidversuchen. Zuletzt erlag ein junger Mann, der in einem Berliner
Abschiebeknast versucht hatte sich zu erh&#228;ngen, am Neujahrsmorgen
seinen Verletzungen. Dies ist die andere Seite der deutschen und europ&#228;ischen Migrationspolitik.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Fight Fortress Europe!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Linke Liste will nicht nur eine weltoffene Universit&#228;t, sondern auch
eine weltoffene Gesellschaft! Ohne diese ist jene nicht denkbar. Deshalb
wenden wir uns gegen eine Migrationspolitik, die MigrantInnen in
erw&#252;nschte Hochqualifizierte und unerw&#252;nschte Fl&#252;chtlinge oder &#8222;illegale&#8220; ArbeitsmigrantInnen einteilt. Die Linke Liste unterst&#252;tzt Gruppen und Initiativen, die f&#252;r eine liberalere Migrationspolitik und/ oder die mittelfristige Abschaffung von Kapitalismus, Nationalstaaten und Grenzen eintreten!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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