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	<title>Linke Liste Bochum</title>
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	<description>Die Linke Liste ist eine parteiunabh&#228;ngige B&#252;ndnisliste, die f&#252;r
alternative Kultur auf dem Campus, f&#252;r den Kampf gegen Studiengeb&#252;hren, f&#252;r Antifaschismus und Kritische Wissenschaften steht. Seit ihrer Gr&#252;ndung 1997 ist sie die gr&#252;&#223;te Liste an der Ruhr-Universit&#228;t Bochum und war an vielen politisch aktiven und finanziell soliden ASten beteiligt.</description>
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		<title>Magazin Nr.11, Januar 2006</title>
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		<description>Vorspann LiLi, wer ist das? Juso sein ist kein Schicksal Hinter den Kulissen der B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t Rezension: Das neue Album von Belle &amp; Sebastian Neonaziaktivit&#228;ten: Ein R&#252;ckblick 2005 Hilfskr&#228;fte an der RUB Studentenwerke: Das Land streicht die Zusch&#252;sse

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&lt;a href="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2006-.html" rel="directory"&gt;Januar 2006&lt;/a&gt;


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/Vorspann.html' class='spip_out'&gt;Vorspann&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/LiLi-wer-ist-das.html' class='spip_out'&gt;LiLi, wer ist das?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/Juso-sein-ist-kein-Schicksal.html' class='spip_out'&gt;Juso sein ist kein Schicksal&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/Wahn-GmbH-Co-KG.html' class='spip_out'&gt;Hinter den Kulissen der B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/Killing-people-s-not-my-scene.html' class='spip_out'&gt;Rezension: Das neue Album von Belle &amp; Sebastian&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/Bochumer-Zustande.html' class='spip_out'&gt;Neonaziaktivit&#228;ten: Ein R&#252;ckblick 2005&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/Stets-zu-Diensten.html' class='spip_out'&gt;Hilfskr&#228;fte an der RUB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.lili-bochum.de/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; &lt;a href='http://www.lili-bochum.de/Weniger-kostet-wieder-mehr.html' class='spip_out'&gt;Studentenwerke: Das Land streicht die Zusch&#252;sse&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Vorspann</title>
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		<dc:creator>Sven</dc:creator>

<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2006-.html">Januar 2006</category>

		<dc:subject>&#220;ber uns</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2006</dc:subject>

		<description>Und wieder ist es soweit: Wir werden &#252;bersch&#252;ttet mit Flugis, sehen Plakate, die wir lieber nie gesehen h&#228;tten oder schon viel zu oft gesehen haben. Und doch, ein Licht am Ende des Tunnels. Es gibt noch gut gemachte und durchdachte Plakate, es gibt noch Inhalte, die plakativ und trotzdem w&#228;hlenswert sind. Da sind wir ein bisschen arrogant? Nein, nein. Selbstbewusst? Aber sicher doch. Die Linke Liste im AStA stand immer f&#252;r das, was sie versprochen hat, und nach einem Jahr (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Und wieder ist es soweit: Wir werden &#252;bersch&#252;ttet mit Flugis, sehen Plakate, die wir lieber nie gesehen h&#228;tten oder schon viel zu oft gesehen haben.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Und doch, ein Licht am Ende des Tunnels. Es gibt noch gut gemachte und durchdachte Plakate, es gibt noch Inhalte, die plakativ und trotzdem w&#228;hlenswert sind. Da sind wir ein bisschen arrogant? Nein, nein. Selbstbewusst? Aber sicher doch.
Die Linke Liste im AStA stand immer f&#252;r das, was sie versprochen hat, und nach einem Jahr Chaos-All-Parteien-AStA sind wir endlich auch durch die Reihen selbst davon &#252;berzeugt, dass wir das alles deutlich besser k&#246;nnen. Es geht nicht um politische Macht. Das ist die von so vielen, wenn auch nicht immer von uns, propagierte Macht des Faktischen. Ein AStA, wie wir ihn im Sinn haben, steht nicht nur pro Forma zum politischen Mandat. Wir werden die Inhalte f&#252;llen, f&#252;r die wir stehen, und nicht alles nur vor sich hinpl&#228;tschern lassen. Wie, das werdet ihr im n&#228;chsten Jahr sehen k&#246;nnen, wenn ihr w&#228;hlen geht. Und ganz am Rande: Nat&#252;rlich machen wir auch in der Opposition &#252;berzeugte wie &#252;berzeugende Politik, das haben wir im vergangenen Jahr gezeigt. Aber die Dinge, die f&#252;r euch und f&#252;r uns wichtig sind, lassen sich nur mit uns im AStA wirklich erfolgreich bewerkstelligen. Deshalb brauchen und vor allem wollen wir eure Unterst&#252;tzung. Also: LiLi-Magazin lesen, Licht im Dunkel sehen und Linke Liste w&#228;hlen!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;W&#228;hlen &#8722; wie geht's?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vom 23. bis 27. Januar werden in der in den Geb&#228;uden (meistens gut sichtbar in den Cafeten) die Wahlurnen untergebracht. Ihr seid im W&#228;hlerInnenverzeichnis mit eurem Erstfach registriert (bei Bachelor-Studierenden ist dies das erste Fach auf der Immatrikulationsbescheinigung), also m&#252;sst ihr auch dort w&#228;hlen. In welchem Geb&#228;ude genau eure Urne steht, k&#246;nnt ihr unter&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href='http://www.rub.de/sp-wahlen' class='spip_out'&gt;www.rub.de/sp-wahlen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;nachschauen.
Bei eurer Urne bekommt ihr gegen Vorlage des Studiausweises von den netten WahlhelferInnen einen riesengro&#223;en un&#252;berschaubaren Wahlzettel, auf dem alle Listen mit all ihren Kandidatinnen und Kandidaten aufgef&#252;hrt sind. Ihr habt bei der Wahl eine Stimme und macht f&#252;r die Person eures Herzens ein Kreuz. Danach werft ihr den Zettel gefaltet in die Wahlurne.
Die Listen bekommen nach absoluter Anzahl ihrer Stimmen Sitze im Studierendenparlament (SP) zugeteilt. Welche KandidatInnen einer Liste ins SP kommen, h&#228;ngt von der Anzahl der jeweiligen Individualstimmen ab.
Insgesamt sind 35 Sitze zu vergeben. Je nach Wahlausgang bilden sich Koalitionen. Aus der Koalition wird dann im SP der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) gew&#228;hlt.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>LiLi, wer ist das?</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/LiLi-wer-ist-das.html</link>
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<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2006-.html">Januar 2006</category>

		<dc:subject>&#220;ber uns</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2006</dc:subject>

		<description>Die Linke Liste ist eine parteiunabh&#228;ngige und basisdemokratisch organisierte B&#252;ndnisliste an der Ruhr-Uni, in die sich alle einbringen k&#246;nnen, die das richtige Leben im Falschen gar nicht erst suchen m&#246;chten. Seit unserer Gr&#252;ndung im Zuge des Hochschulstreiks 1997 verbinden wir Hochschulpolitik mit Gesellschaftskritik. Wir verstehen uns als Ansprechpartnerin und Anlaufstelle f&#252;r linke und gesellschaftskritische Studierende, die der Denkfabrik Universit&#228;t mit kritischer Distanz gegen&#252;berstehen. (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Die Linke Liste ist eine parteiunabh&#228;ngige und basisdemokratisch organisierte B&#252;ndnisliste an der Ruhr-Uni, in die sich alle einbringen k&#246;nnen, die das richtige Leben im Falschen gar nicht erst suchen m&#246;chten. Seit unserer Gr&#252;ndung im Zuge des Hochschulstreiks 1997 verbinden wir Hochschulpolitik mit Gesellschaftskritik.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Wir verstehen uns als Ansprechpartnerin und Anlaufstelle f&#252;r linke und gesellschaftskritische Studierende, die der Denkfabrik Universit&#228;t mit kritischer Distanz gegen&#252;berstehen. Herrschaftskritik wird dabei durch die Linke Liste auf so vielf&#228;ltige Weise ge&#228;u&#223;ert, wie es die Dimensionen sozialer Unterdr&#252;ckung und Ungleichheit erfordern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hochschulpolitik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wir sind aktiv bei den Protesten gegen Studiengeb&#252;hren und setzen sie in Bezug zu dem allgegenw&#228;rtigen neoliberalen Diskurs. In den vergangenen Jahren haben wir ma&#223;geblich dazu beigetragen, dass der Protest gegen eine weitere Kommerzialisierung von Bildung auch &#252;ber den Campus hinaus sichtbar war. Wir sind Mitglied im Aktionsb&#252;ndnis gegen Studiengeb&#252;hren und waren eine der Triebfedern f&#252;r die Streik- und Protestbewegungen der vergangenen Jahre. In unserer Zeit im AStA haben wir dar&#252;ber hinaus umfangreiche Beratungsangebote f&#252;r betroffene Studierende eingef&#252;hrt und die Klagen gegen das Studienkontengesetz vorangetrieben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wir beschr&#228;nken uns aber nicht auf das Thema Studiengeb&#252;hren, denn in der Hochschulpolitik brennt es an allen Ecken und Enden: Die CDU diskutiert in verschiedenen Bundesl&#228;ndern die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaften, an der RUB gibt es Probleme mit der (Nicht-)Akkreditierung einzelner Studieng&#228;nge und der Umstellung auf Bachelor-Studieng&#228;nge. Und entgegen allen Versprechungen werden Zulassungsbeschr&#228;nkungen f&#252;r die Master-Studieng&#228;nge eingef&#252;hrt. Gleichzeitig werden die finanziellen Mittel f&#252;r die Fakult&#228;ten im Zuge des Globalhaushalts gek&#252;rzt. Anstatt auch nur einige dieser Baustellen studierendenfreundlich zu bearbeiten, f&#252;hrt das Uni-Rektorat das Millionen Euro teure und datenschutzrechtlich bedenkliche System zur Verwaltung von Studien- und Pr&#252;fungsleistungen (VSPL) ein. Um Widerstand gegen diese Entwicklungen zu organisieren, k&#252;mmern wir uns auch um die fakult&#228;tsspezifische Interessensvertretung der Studierenden und unterst&#252;tzen die Fachschaften in ihrer fakult&#228;tsinternen Arbeit.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Antifaschismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Neben der Hochschulpolitik ist uns die Beteiligung an antirassistischen und antifaschistischen Aktivit&#228;ten an der RUB und im gesamten Ruhrgebiet ein wichtiges Anliegen. Wir nehmen weder die Naziaufm&#228;rsche in Bochum, noch die regelm&#228;&#223;igen &#220;bergriffe auf diejenigen hin, die nicht ins Weltbild der Nazis passen. Wir sind aktiv in lokalen AntiFa-Plena und organisieren mit PartnerInnen Aktionen gegen Rechts.
So besuchten am 5. Dezember 2005 ca. 100 Menschen eine LiLi-Veranstaltung zur WDR-Dokumentation &quot;Nebenan der braune Sumpf&quot;. Auch war die LiLi als Mitveranstalter an einem Vortrag zur deutschen Burschenschaft und der extremen Rechten im Fr&#252;hjahr 2005 beteiligt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Veranstaltungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Weil Leben mehr bedeutet als zur Uni zu gehen und Wissenschaft mehr ist als das was uns das Vorlesungsverzeichnis bietet, organisieren wir regelm&#228;&#223;ig kritische wissenschaftliche Vortr&#228;ge und Diskussionsveranstaltungen. So konnte auch im vergangenen Jahr mit unserer Unterst&#252;tzung wieder die traditionsreiche und gut besuchte &quot;Rote-Ruhr-Uni&quot; durchgef&#252;hrt werden. Auch au&#223;erhalb dieser prominenten Veranstaltungsreihe schaffen wir mit unseren Veranstaltungen Raum f&#252;r kritische Positionen. Als gro&#223;er Erfolg haben sich zudem unsere Filmabende erwiesen, die eine Alternative zur durchstandardisierten Kulturindustrie bieten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Be a part of it!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Gerade weil die Linke Liste ein breites unabh&#228;ngiges B&#252;ndnis der au&#223;erparlamentarischen, antifaschistischen und undogmatischen Linken ist, haben wir inhaltlich mehr zu bieten als die Nachwuchsorganisationen von CDU, SPD, Gr&#252;nen und FDP. Zur Zeit sind wir mit sieben Sitzen im Studierendenparlament vertreten und machen dem rot-gelb-gr&#252;nen Minderheiten-AStA Dampf, der durch ein umstrittenes B&#252;ndnis mit der rechts-konservativen Hochschulgruppe RCDS Anfang des Jahres eine parteiunabh&#228;ngige Koalition abgel&#246;st hat. Wenn du Lust bekommen hast, die Linke Liste n&#228;her kennen zu lernen, dann maile uns unter lili@rub.de oder besuche uns auf unseren &#246;ffentlichen Listentreffen, die immer dienstags ab 18h in GB 02/160 stattfinden. Ihr seid jederzeit herzlich eingeladen!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Juso sein ist kein Schicksal</title>
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<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2006-.html">Januar 2006</category>

		<dc:subject>Hochschulpolitik</dc:subject>
		<dc:subject>Opposition</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2006</dc:subject>

		<description>Klemens Himpele ist Diplom-Volkswirt und ehemaliger Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Aktionsb&#252;ndnis gegen Studiengeb&#252;hren (ABS). Lange Zeit war er f&#252;r die Juso-Hochschulgruppen unter anderem im Bundesvorstand aktiv. Bis Mitte November war er au&#223;erdem Vorsitzender der K&#246;lner Jusos. Zusammen mit Professor Christoph Butterwegge und anderen hat er die SPD verlassen. Als Promotionsstudent an der Ruhr-Uni kandidiert er f&#252;r die Linke Liste. Hallo Klemens, willkommen an der Ruhr-Uni und bei der Linken Liste. Was hat (...)

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&lt;a href="http://www.lili-bochum.de/+-Wahlen-2006-+.html" rel="tag"&gt;Wahlen 2006&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Klemens Himpele ist Diplom-Volkswirt und ehemaliger Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Aktionsb&#252;ndnis gegen Studiengeb&#252;hren (ABS). Lange Zeit war er f&#252;r die Juso-Hochschulgruppen unter anderem im Bundesvorstand aktiv. Bis Mitte November war er au&#223;erdem Vorsitzender der K&#246;lner Jusos. Zusammen mit Professor Christoph Butterwegge und anderen hat er die SPD verlassen. Als Promotionsstudent an der Ruhr-Uni kandidiert er f&#252;r die Linke Liste.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Hallo Klemens, willkommen an der Ruhr-Uni und bei der Linken Liste. Was hat dich zum Studium in Bochum und zur Kandidatur bewogen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ich habe in K&#246;ln mein Diplom gemacht. Die RUB hat sozialwissenschaftlich ausgerichtete &#246;konomische Studieng&#228;nge, was in K&#246;ln nicht der Fall ist. Das macht Bochum attraktiv. Die Linke Liste kenne ich aus meinen aktiven Zeiten auf Bundesebene als eine Gruppe, die mehrere Eigenschaften verbindet: Die richtige politische &#220;berzeugung, das konsequente Eintreten f&#252;r die Interessen der - insbesondere &#246;konomisch schw&#228;cheren - Studierenden und der Bereitstellung von Serviceangeboten. Daher ist es notwendig, dass die Linke Liste ein gutes Wahlergebnis erzielt, um den seit einem Jahr amtierenden Mitte-Rechts-AStA abzul&#246;sen. Dabei m&#246;chte ich die Gruppe unterst&#252;tzen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Warum hast du der SPD und den Jusos den R&#252;cken gekehrt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Daf&#252;r gibt es viele Gr&#252;nde. Der wichtigste ist vielleicht die Tatsache, dass linke Positionen in der SPD so gut wie keinen Widerhall finden. Wenn es gegen die neoliberale Politik der SPD keinen Widerspruch in der Partei gibt, wenn die Jusos K&#246;ln als einzige Parteigliederung regelm&#228;&#223;ig und &#246;ffentlich Kritik an der Partei &#252;ben, dann sagt das alles. Die bittere Bilanz von sieben Jahren rot-gr&#252;n ist ein Sozialabbau, der einmalig in der Geschichte der BRD ist, sind Steuergeschenke an Unternehmen, die sich ein Helmut Kohl nie getraut h&#228;tte und ist die Tatsache, dass Deutschland im ehemaligen Jugoslawien erstmals wieder Krieg gef&#252;hrt hat. Wenn man sich &#252;berlegt, welche Hoffnungen unsere Generation 1998 hatte, dann ist das eine unglaubliche Bankrotterkl&#228;rung. Auch die Jusos haben sich mehrheitlich von der Kritik an der SPD verabschiedet und verfolgen oft nur noch ihre politischen Karrieren. Die Jusos an der Ruhr-Uni sind zum Beispiel lieber mit dem RCDS in den AStA gegangen, anstatt sich um die tats&#228;chlichen Probleme, etwa Studiengeb&#252;hren und Studienkonten, zu k&#252;mmern. Hinzu kommt, dass mit dem Entstehen der neuen Linkspartei aus WASG und PDS eine neue organisatorische Perspektive entsteht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Als Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des ABS hast du die Klagen gegen die rot-gr&#252;nen Studienkonten in NRW mitorganisiert. Die neue schwarz-gelbe Landesregierung stellt den Hochschulen nun frei, Studiengeb&#252;hren in H&#246;he von bis zu 500 Euro zu erheben. H&#228;ltst du deine Kritik am Kontenmodell aufrecht und was h&#228;ltst du von den CDU-FDP-Geb&#252;hren?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Studienkonten haben tausende ehemalige Studierende in NRW zur Exmatrikulation getrieben und damit Lebensentw&#252;rfe zerst&#246;rt. Wissenschaft soll in dieser Logik rationiert werden, was ich nach wie vor f&#252;r falsch halte. Mit den Studiengeb&#252;hren setzt R&#252;ttgers nur die Politik seines Vorg&#228;ngers Steinbr&#252;ck fort. Studieren wird damit zuk&#252;nftig noch st&#228;rker eine Frage des Geldbeutels und der sozialen Herkunft sein als heute schon. Und ich kann alle nur warnen, die glauben, sie seien nicht betroffen, da sie ja &quot;flei&#223;ig&quot; sind. Es werden reihenweise Biografien zerst&#246;rt und Abh&#228;ngigkeiten erzeugt. Das Studium wird mehr und mehr auf die Frage der k&#252;nftigen Verdienstm&#246;glichkeiten reduziert. Mir ist jedoch wichtig, dass Universit&#228;ten und das Studium auch eine gesellschaftliche Funktion haben: Die Lebensbedingungen der Menschen m&#252;ssen verbessert werden. Dies ist bei Studiengeb&#252;hren jedoch noch weniger der Fall als heute schon. Um den Widerstand gegen die Geb&#252;hren und eine Beratung und Hilfe f&#252;r die Betroffenen - f&#252;r alle Studierenden also - zu organisieren, bedarf es einer starken Linken Liste im AStA. Wer das gew&#228;hrleisten will, muss mit seiner Stimme dazu beitragen, den Juso-Gr&#252;nen-RCDS-FDP-AStA abzuw&#228;hlen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Rot-Gr&#252;n hatte den Studis versprochen, die Einf&#252;hrung der Studienkonten werde die Geb&#252;hrendebatte beenden. Diese Einsch&#228;tzung war offensichtlich falsch. Ist die Auseinandersetzung um die Frage &quot;Studiengeb&#252;hren Ja oder Nein?&quot; jetzt mit den R&#220;ttgers-Geb&#220;hren beendet?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Frage nach Studiengeb&#252;hren ist immer eine politische und insofern umk&#228;mpfte. Es geht jetzt darum, dass die ASten politische und juristische Schritte gegen die R&#252;ttgers-Geb&#252;hren unterst&#252;tzen. Zum anderen sind die 500 Euro nur der Einstieg. In zahlreichen Ver&#246;ffentlichungen werden mittelfristig Geb&#252;hren von 3000 Euro gefordert. Auch dagegen m&#252;ssen wir uns heute wehren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Das Sommersemester 05 war auch an der Ruhr-Uni von den Protesten gegen die R&#252;ttgers-Geb&#252;hren gepr&#228;gt - optisch wahrnehmbar in Form des Protestcamps. Warst du als langj&#228;hriger Anti-Geb&#252;hren-Aktivist mit den Protesten zufrieden?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ich bin froh &#252;ber alle, die sich an politischen Aktivit&#228;ten gegen Studiengeb&#252;hren beteiligen, wenngleich eine h&#246;here Beteiligung wichtig und richtig gewesen w&#228;re. Insgesamt reicht eine Show nach dem Motto &quot;eine Woche Spa&#223; im Protestcamp&quot; nat&#252;rlich nicht aus, sondern alle sollten sich mit den Studiengeb&#252;hren auch inhaltlich auseinandersetzen. In Bochum muss allerdings betont werden, dass der Protest mehr oder weniger ohne die Unterst&#252;tzung des RCDS-Juso-Gr&#252;nen-LHG-AStA organisiert werden musste. Daher ist ein Protestcamp zwar letztlich nicht ausreichend, aber dennoch wichtig und notwendig.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;In der Linken Liste stehen viele staatlicher Umverteilung skeptisch gegen&#252;ber und fordern eine Kritik der &#214;konomie statt nur einer anderen Wirtschaftspolitik. Was sagt der Volkswirtschaftler Klemens Himpele dazu?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Frage in zwei S&#228;tzen zu beantworten, ist nicht m&#246;glich. Vielleicht nur soviel: Politische Ma&#223;nahmen m&#252;ssen immer an den realen Situationen der Menschen ankn&#252;pfen und reale Verbesserungen der Menschen erreichen. Dies ist auch durch eine reformistische Wirtschaftspolitik, staatliche Umverteilung, Arbeitszeitverk&#252;rzung mit Lohnausgleich, staatlicher Nachfrageinduziierung und so weiter m&#246;glich. Langfristig muss es jedoch in der Tat um die weitergehendere Frage gehen: Wer bestimmt, was wir zu welchen Konditionen produzieren und wie wir diese Produkte verteilen wollen? Dies beinhaltet auch die Frage, was zentral oder dezentral gesteuert werden muss und setzt eine Demokratisierung voraus. Im derzeitigen System ist dies jedenfalls nicht m&#246;glich, so dass Ver&#228;nderungen notwendig sind.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Bist du auch au&#223;erhalb der LiLi weiter im Themenfeld Hochschule und Wissenschaft aktiv?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ich bin im Vorstand des Bundes demokratischer WissenschaftlerInnen, einem Zusammenschluss von kritischen WissenschaftlerInnen und Studierenden. Der BdWi ist einer der zentralen Verb&#228;nde gegen die neoliberale Umstrukturierung der Wissenschaften und f&#252;r Studierende offen, die einen Bezug zu kritischen Wissenschaften haben oder bekommen wollen. Zudem bin ich im Landesausschuss der Studentinnen und Studenten der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Wahn GmbH &amp; Co KG</title>
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		<dc:subject>Antifa</dc:subject>
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		<description>Die meisten Studierenden tun die B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t (B&#252;So) als harmlose SpinnerInnen ab. Manch eine/r l&#228;sst sich aber auch in Gespr&#228;che verwickeln und kauft ein Exemplar ihrer Zeitung &quot;Neue Solidarit&#228;t&quot;. Wer aber steht hinter der B&#252;So, warum ist diese Organisation als Polit-Sekte einzustufen und warum stellt sie eine ernst zu nehmende Gefahr dar? Ein Blick in die Publikationen der B&#252;So verr&#228;t, dass es sich bei ihr um ein Produkt eines gewissen Lyndon LaRouche und seiner Frau Helga (...)

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Die meisten Studierenden tun die B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t (B&#252;So) als harmlose SpinnerInnen ab. Manch eine/r l&#228;sst sich aber auch in Gespr&#228;che verwickeln und kauft ein Exemplar ihrer Zeitung &quot;Neue Solidarit&#228;t&quot;. Wer aber steht hinter der B&#252;So, warum ist diese Organisation als Polit-Sekte einzustufen und warum stellt sie eine ernst zu nehmende Gefahr dar?&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Ein Blick in die Publikationen der B&#252;So verr&#228;t, dass es sich bei ihr um ein Produkt eines gewissen Lyndon LaRouche und seiner Frau Helga Zepp-LaRouche handelt. Der amerikanische Multimillion&#228;r versuchte mehrfach von der Demokratischen Partei als Pr&#228;sidentschaftskandidat nominiert zu werden - erfolglos. Ihm war nicht nur deshalb wenig Erfolg beschieden, weil seine politische Agenda stark vom Kurs der Demokraten abweicht, sondern auch, weil er als Vorbestrafter eigentlich nicht kandidieren darf. Er wurde wegen Verschw&#246;rung (im US-Strafrecht in etwa gleichbedeutend mit Bildung einer kriminellen Vereinigung) und Kreditbetrugs zu 15 Jahren Haft verurteilt, von denen er f&#252;nf verb&#252;&#223;te.
LaRouche entwickelte eine Art Privatideologie, die mit den g&#228;ngigen politischen Kategorien kaum fassbar ist. Er gr&#252;ndete eine fast un&#252;bersehbare Anzahl von Publikationsorganen - vor allem in den USA, Frankreich und Deutschland. Die Betreuung der deutschen Ableger des LaRouche-Imperiums kommt vor allem seiner Frau zu. Sie war bereits Vorsitzende der &quot;Europ&#228;ischen Arbeiterpartei&quot; sowie der &quot;Patrioten f&#252;r Deutschland&quot;, beides Vorg&#228;ngerinnen der B&#252;So. Weitere Organisationen im LaRouche-Netzwerk sind das &quot;Schiller-Institut&quot;, eine Art Thinktank der deutschen LaRouche-Sektion, sowie seit 1999 das &quot;LaRouche Youth Movement&quot;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sektenartiger Charakter&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nach Aussagen zahlreicher ehemaliger Mitglieder und renommierter Sekten-ExpertInnen tragen all diese Organisationen einen sektenartigen Charakter. Interne Diskussionen, wie bei Parteien eigentlich &#252;blich, finden nicht statt - die Linie geben die Eheleute LaRouche vor. Mitgliedern wird so gut wie kein Privatleben gelassen, &quot;die Bewegung&quot; fordert mehrere Stunden Einsatz am Tag. Wie auch andere Sekten verf&#252;gen die LaRouche-Organisationen &#252;ber eine interne Zensur: Es gibt Listen f&#252;r B&#252;cher, deren Lekt&#252;re erw&#252;nscht oder ausdr&#252;cklich unerw&#252;nscht ist. Kontakte zu Menschen, die nicht Teil der Bewegung sind, werden hintertrieben.
2003 kam es bei einer Kaderschulung des &quot;Schiller-Instituts&quot; und des &quot;LaRouche Youth Movements&quot; zu einem Todesfall: Ein 22-j&#228;hriger Teilnehmer dieser Schulung lief nahe des Veranstaltungsortes in Wiesbaden schreiend auf die Stra&#223;e, wurde dort von einem Auto erfasst und get&#246;tet. Die Mutter erkl&#228;rte, er habe unmittelbar vor dem Unfall ver&#228;ngstigt bei ihr angerufen und sich bedroht gef&#252;hlt. Am Abend des Unfalls sei w&#228;hrend der Schulung behauptet worden, die Juden tr&#228;gen Schuld am Irak-Krieg, worauf der junge Mann aufgesprungen sei und gerufen habe: &quot;Aber ich bin Jude!&quot;. Die Aussage, &quot;die Juden&quot; seien Schuld am Irak-Krieg, findet sich derart unverbl&#252;mt in keiner Ver&#246;ffentlichung des LaRouche-Komplexes. Was f&#252;r Positionen werden aber dort vertreten? Was beinhaltet das Wahnsystem der LaRouches?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Personenkult&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auf jeder Website der Organisation prangt das Konterfei von Lyndon LaRouche - auf den deutschen Seiten auch das seiner Frau. Der Gro&#223;teil der dort pr&#228;sentierten Texte stammt aus der Feder der beiden. Beitr&#228;ge anderer AutorInnen berufen sich auf die Lehren des &quot;Meisters&quot;, davon abweichende Positionen kommen nicht vor. Auch die Existenz einer Jugendorganisation, die den Namen des Vorsitzenden tr&#228;gt, spricht f&#252;r sich.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abstruse Gro&#223;projekte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Steckenpferd LaRouches ist die &#214;konomie, in seinen Zeitungen wird er gerne als &quot;Experte&quot; auf diesem Gebiet bezeichnet. F&#252;r ihn steht der Zusammenbruch des Kapitalismus unmittelbar bevor - dies gelte es zu verhindern. Ein neues &quot;Bretton Woods&quot; sei zu diesem Zwecke unumg&#228;nglich, was die Einf&#252;hrung fester Wechselkurse und eine Goldbindung des Dollars bedeute. Nat&#252;rlich seien in diesem Zusammenhang auch wirtschaftliche Impulse notwendig - hier werden von LaRouche gerne die &quot;Eurasische Landbr&#252;cke&quot; sowie die &quot;Neue Seidenstra&#223;e&quot; angef&#252;hrt. Gemeint ist damit ein gigantischer Ausbau der Verkehrsinfrastruktur: Unter anderem propagiert er die Einrichtung einer Transrapid-Linie, die von Deutschland bis nach China reichen soll.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weltverschw&#246;rung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&quot;W&#228;hrend in den USA niemand auch nur die geringste Illusionen &#220;ber die Macht zionistischer Lobby &#252;ber vor allem die gegenw&#228;rtige Administration hegt, ist der Einfluss einer verdeckt operierenden zionistischen Lobby in der Bundesrepublik bisher nur wenigen eingeweihten bekannt, nicht aber der breiten Bev&#246;lkerung. Und deshalb m&#252;ssen wir den scheinheiligen Holocaust-Schwindel zum Anlass nehmen, um diese ausl&#228;ndischen Agenten auffliegen zu lassen.&quot; (Helga Zepp LaRouche in &quot;Neue Solidarit&#228;t&quot;, 25.01.1997)
Die Lehre der LaRouches hat, wie jede paranoide Ideologie, Schuldige f&#252;r den Zustand der Welt zu bieten. Innerhalb der LaRouche-Wahnwelt werden sie &quot;Synarchen&quot; genannt. Gemeint sind damit die VertreterInnen im Verborgenen agierender, &#246;konomisch-politischer Zusammenschl&#252;sse. Die &quot;Synarchen&quot; werden aber auch konkret benannt: Es seien die Briten, genauer die Eliten, die sich um das englische K&#246;nigshaus gruppieren. LaRouche wirft ihnen unter anderem die Ermordung Kennedys sowie die F&#246;rderung der Beatles vor. Die Beatles seien, so LaRouche, ein Produkt eines britischen Amtes f&#252;r psychologische Kriegsf&#252;hrung. Ihre Aufgabe sei gewesen, die klassische Kultur zu zersetzen. Auch der &quot;World Wildlife Fund&quot; (WWF) stelle eine Tarnorganisation der britisch-synarchischen Kreise dar. Ebenfalls eng verstrickt mit der britischen Weltverschw&#246;rung seien die &quot;Zionisten&quot;, womit in klassisch antisemitischer Manier eher ein weltweit agierender imperialistischer Geheimbund als eine innerj&#252;dische politische Ausrichtung gemeint ist. So spielen auch die &#252;blichen j&#252;dischen Verd&#228;chtigen die Schurkenrolle im Weltverschw&#246;rungstheater der LaRouche-Publikationen, etwa die allgegenw&#228;rtigen Rothschilds. In der Vergangenheit hat sich Lyndon LaRouche auch schon positiv auf die klassische antisemitische F&#228;lschung und Hetzschrift &quot;Die Protokolle der Weisen von Zion&quot; bezogen.
Die USA werden ebenso gerne ins Visier genommen: LaRouche deutet den Anschlag vom 11. September als &quot;versuchten Staatsstreich&quot; durch synarchische Kreise und den israelischen Geheimdienst Mossad. Auch habe das FBI zusammen mit der Kommunistischen Partei der USA versucht ihn umzubringen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kulturkonservatismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ein wichtiger ideologischer Bezugspunkt der B&#252;So ist die &quot;Klassik&quot;. Friedrich Schiller wird als Ikone verehrt. B&#252;So-Anh&#228;nerInnen singen auf Demonstrationen Schillers &quot;Ode an die Freude&quot;. Mit dem Klassikkult geht eine scharfe Verurteilung aller Spielarten von Popkultur einher. So agitiert die Organisation gegen Gewaltfilme und Videospiele.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rekrutieren neuer Mitglieder&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Beim Werben neuer Mitglieder spielen die nur schwer nachvollziehbaren Theorien eine eher untergeordnete Rolle. Werbetaktik der B&#252;So ist es vielmehr, aktuelle politische Debatten aufzugreifen. Die Aktiven an den Infost&#228;nden sprechen PassantInnen meist auf Themen wie Irak-Krieg, Hartz IV und &#196;hnliches an. Bei Interesse wird dann versucht, die Parteizeitung &quot;Neue Solidarit&#228;t&quot; zu verkaufen. Wer sich interessiert zeigt, wird bald nach seiner bzw. ihrer Telefonnummer gefragt. Danach beginnt die intensive Bearbeitung des potentiellen Neuzugangs, dass hei&#223;t Einladungen zu Einzelgespr&#228;chen und Schulungen - Telefonterror nicht ausgeschlossen. Wer Mitglied wird, sieht sich bald massivem psychischen Druck ausgesetzt. Auf Grund des sektenartigen Charakters der B&#252;So, den viele AussteigerInnen dokumentiert haben, m&#246;chten wir ausdr&#252;cklich davon abraten, diesen Leuten Telefonnummern oder gar Adressen zu geben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t (B&#252;So) ist nichts anderes als eine mit rechtsextremer und antisemitischer Ideologie durchsetzte politische Sekte, die von wenigen F&#252;hrerInnen gesteuert ist. Sie hat weder an der Hochschule noch in emanzipatorischen sozialen Bewegungen etwas zu suchen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Killing people's not my scene</title>
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		<dc:subject>Kultur</dc:subject>
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		<description>Dass Revolutionsromantik auch mal mehr romantisch sein kann als revolution&#228;r, verdeutlichen Belle &amp; Sebastian schon seit Jahren mit jedem neuen Album. Nichtsdestotrotz haben sie sich auch in die CD-Player vieler Linker gespielt, die sonst eher unsanftere Indie- oder Punkkl&#228;nge vorziehen. N&#228;chsten Monat kommt ihr neues Album &quot;The Life Pursuit&quot; heraus, welches den Erwartungen durchaus gerecht wird. Belle and Sebastian leben von einer interessanten Mischung aus Text und Musik. S&#228;nger und (...)

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Dass Revolutionsromantik auch mal mehr romantisch sein kann als revolution&#228;r, verdeutlichen Belle &amp; Sebastian schon seit Jahren mit jedem neuen Album. Nichtsdestotrotz haben sie sich auch in die CD-Player vieler Linker gespielt, die sonst eher unsanftere Indie- oder Punkkl&#228;nge vorziehen. N&#228;chsten Monat kommt ihr neues Album &quot;The Life Pursuit&quot; heraus, welches den Erwartungen durchaus gerecht wird.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Belle and Sebastian leben von einer interessanten Mischung aus Text und Musik. S&#228;nger und Gitarrist Stuart Murdoch hatte vor und bei der Bandgr&#252;ndung schon viele Texte der nachfolgenden Alben und EPs geschrieben - was &#252;brigens auch erkl&#228;rt, warum so viele Lyrics so jugendlich anmuten: Sie sind's. Die fr&#252;hen Lyrics sind weiterhin der Haupteinfluss der siebenk&#246;pfigen Band, auch wenn unter anderem sowohl Sarah Martin als auch die mittlerweile in anderen Projekten involvierten Isobel Campbell und Stuart David durchaus mit eigenen Songs und Gesang vertreten waren. Mit Erfolg, denn abwechslungsreiche Instrumentierung und lyrische Texte machen jedes B&amp;S-Album zu einem Unikat.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wicked not to care&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Was ist nun so besonders an der Band? Neben ihrem Eigenanspruch ans Lyrische haben sie den Alternative Pop gepr&#228;gt, idolisiert von sogenannten Indie-Kids weltweit. Die Texte klingen vor allem grunds&#228;tzlich freundlich und nahbar, trotz des kritischen Gehalts. Zwar richten Belle &amp; Sebastian ihre Texte nicht explizit als meinungsbildend aus, sind aber sowohl privat als auch durch ihre Texte politisch verortbar. Wurden ihre bzw. Stuarts Abneigung gegen Kriege schon 2000 im Song &quot;I fought in a war&quot; deutlich, verdeutlichen ein paar Zeilen vom neusten Album dies noch einmal. &quot;If you're going off to war then I wish you well, but don't be sore if I cheer the other team, killing people's not my scene, I prefer to give the inhabitants a say before you blow their town away&quot; hei&#223;t es in &quot;If you find yourself caught in love&quot;. Durch solche Texte vermittelt die Band ganz beil&#228;ufig, dass Menschenleben Priorit&#228;t haben vor Kriegen, Regierungen - und auch Grunds&#228;tzen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wrapped up in books&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Belle &amp; Sebastian sind sicher keine linksradikale Band. Sie versinnbildlichen aber vorbildlich das, was man vielleicht kultur- und gef&#252;hlslinks nennen w&#252;rde: ein diffuses Streben nach einer besseren Welt f&#252;r alle Menschen mit einer geh&#246;rigen Portion von Freiheits- und Selbstverwirklichungswunsch untermauert von einer ganzen Reihe von literarischen wie musikalischen Einfl&#252;ssen mit &#228;hnlichem Hintergrund. Ihre Literaturn&#228;he kann die Band ebensowenig verleugnen wie ihren nicht allein theoretisch verankerten Sozialismus. Letzterer ist in Gro&#223;britannien aber durchaus nicht un&#252;blich. Marx lesen schadet nat&#252;rlich trotzdem nie, dachte sich wohl auch Stuart Murdoch, als er die Zeilen &quot;the girl just wants to be left alone with Marx and Engels for a while, she is writing in the style of any riot girl&quot; geschrieben hat. Trotzdem, und gerade daf&#252;r stehen auch B&amp;S, kann man durchaus einen kritischen Blick auf die Welt haben ohne eine ebenso fundierte Kenntnis des &quot;Kapitals&quot;. Der Wechsel von Jeepster zum etwas gr&#246;&#223;eren Indie-Label Rough Trade war &#252;berraschend, erinnert aber sehr an eine andere Band, die Rough Trade gro&#223; gemacht hat: The Smiths. Die anf&#228;ngliche Scheu vor der &#214;ffentlichkeit endete auch bei der Band um Morrissey mit einer fast devoten Fangemeinschaft und schlie&#223;lich mit hohem Bekanntheitsgrad.
Schon 1999 &#252;berraschten Belle &amp; Sebastian Gro&#223;britannien: Sie gewannen den &quot;Best Newcomer&quot;-Preis der Brit Awards, eine f&#252;r jede Indie-Band v&#246;llig unerwartete Entwicklung. Favorisiert war das britische Bro'Sis-Pendant &quot;Steps&quot;. Nur zwei B&amp;S-Bandmitglieder waren zugegen und wurden von dem verbl&#252;fften Moderatur zum gro&#223;en Amusement von Band und Fans begr&#252;&#223;t mit &quot;Und wer von euch ist Belle und wer Sebastian?&quot; &#220;brigens war der Sieg damals wohl eher auf die Gewitztheit der Fangemeinde zur&#252;ckzuf&#252;hren, die schon wusste, wie man sich Telefon- und Email-Polling zunutze machen kann. Mittlerweile sind Belle &amp; Sebastian allerdings auch &#252;ber die Fangemeinde hinaus bekannt und beliebt. Und wie man an ihren Abstimmungserfolgen erkennt: Wahlen verhelfen manchmal eben doch den Guten zum Erfolg.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Bochumer Zust&#228;nde</title>
		<link>http://www.lili-bochum.de/Bochumer-Zustande.html</link>
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		<dc:date>2006-01-16T17:59:40Z</dc:date>
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<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2006-.html">Januar 2006</category>

		<dc:subject>Antifa</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2006</dc:subject>

		<description>Die lokale Naziszene zeigte sich auch 2005 leider kein bisschen geschw&#228;cht oder zur&#252;ckgezogen. Stattdessen ist Bochum zu einem der Zentren neofaschistischer Aktivit&#228;ten im Ruhrgebiet avanciert. Schon 2004 hatte Bochum traurige Ber&#252;hmtheit erlangt, weil hier zum ersten Mal wieder gegen Juden und j&#252;dische Einrichtungen in der BRD demonstriert werden konnte. Auch im vergangenen Jahr wurden in frecher Manier von den Nazis Veranstaltungen mit eigenen Parolen besetzt und offen antisemitische (...)

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Die lokale Naziszene zeigte sich auch 2005 leider kein bisschen geschw&#228;cht oder zur&#252;ckgezogen. Stattdessen ist Bochum zu einem der Zentren neofaschistischer Aktivit&#228;ten im Ruhrgebiet avanciert. Schon 2004 hatte Bochum traurige Ber&#252;hmtheit erlangt, weil hier zum ersten Mal wieder gegen Juden und j&#252;dische Einrichtungen in der BRD demonstriert werden konnte. Auch im vergangenen Jahr wurden in frecher Manier von den Nazis Veranstaltungen mit eigenen Parolen besetzt und offen antisemitische Demonstrationen durchgef&#252;hrt. Damit aber nicht genug: Sowohl die NPD als auch Kameradschaften aus ganz NRW haben massiv Unterst&#252;tzung durch die braune Bande aus Bochum erhalten.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Vor allem die organisierten Wattenscheider NPD-Kader um den stellvertretenden Landesvorsitzenden Claus Cremer sind weiterhin aktions- und reisefreudig. Es gibt kaum eine Nazi-Demonstration in NRW, die nicht durch ihre Anwesenheit bereichert wird. Gl&#252;cklicherweise blieb zumindest im ersten Halbjahr 2005 der Bochumer Cremer ein wenig im Hintergrund, nachdem einer seiner Auftritte rechtliche Konsequenzen hatte: Wegen der Rede auf einer NPD-Demo gegen den Neubau der Bochumer Synagoge wurde er zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bew&#228;hrung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ein halbes Jahr mehr ohne Bew&#228;hrung gefordert. Cremer hatte Menschen j&#252;dischen Glaubens unter anderem &#246;ffentlich unterstellt, Kindersch&#228;ndung zu gestatten. Einer von Cremers Gesinnungsgenossen, der K&#246;lner Axel Reitz, konnte weniger gut an sich halten. Eine Rede auf der benannten Bochumer Demonstration bescherte ihm eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen Volksverhetzung, da er bereits eine einj&#228;hrige Bew&#228;hrungsstrafe erhalten hatte. Kurz nach der Urteilsverk&#252;ndung wurde er sogar erneut angezeigt und seine Strafe wird sich somit wohl noch verl&#228;ngern. Zumindest von diesem Kader der Naziszene d&#252;rfen wir uns f&#252;r mehrere Jahre verabschieden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wattenscheider Widerstand&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die wenigen F&#228;lle, in denen die &#246;ffentliche Volksverhetzung f&#252;r Bochumer Neonazis rechtliche Konsequenzen hatte, sind aber nur die winzige Spitze des Eisbergs. Im vergangenen Jahr gab es wieder genug besorgniserregende Aktionen in Bochum. So erdreisteten sich Neonazis, die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Wattenscheid mit einem Transparent &quot;Schluss mit dem Schuldkult&quot; zu st&#246;ren. Einige Tage sp&#228;ter zeigte sich, dass die Bochumer Offiziellen jenseits von Teilnahmen an Gedenkveranstaltungen immer noch nicht bereit sind gegen die Naziprovokationen in Bochum vorzugehen: Am so genannten &quot;Volkstrauertag&quot; konnte die NPD traditionsgem&#228;&#223; ihren Kranz am Wattenscheider Ehrendenkmal niederlegen. Um die Veranstaltung vor AntifaschistInnen zu sch&#252;tzen, hatten Nazis und Polizei den Termin eintr&#228;chtig vorverlegt, und so massivere Proteste verhindert. Bezeichnend: Nur wenige Tage vorher wurde der 77j&#228;hrige Wattenscheider Antifaschist Hannes Bienert in einem umstrittenen Prozess zu einer Geldstrafe verurteilt. Sein angebliches Vergehen: Am 9. November 2004 hatte er ohne polizeiliche Anmeldung einen Kranz an der Gedenktafel niedergelegt, welche an die in der Reichspogromnacht zerst&#246;rte Wattenscheider Synagoge erinnert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tatort Ruhr-Universit&#228;t&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auch die Ruhr-Universit&#228;t ist im vergangenen Jahr in den Blickwinkel rechtsextremer Aktivit&#228;ten ger&#252;ckt. So versuchte der RUB-Student, NPD-Funktion&#228;r und Hattinger Ratsherr Markus Schumacher, sich in die attac-Hochschulgruppe einzuschleichen. Systematisch wurden Toiletten an der Ruhr-Uni mit antisemitischen Parolen, nationalsozialistischen Liedtexten und Vernichtungsphantasien beschmiert. Als die Linke Liste die Universit&#228;tsverwaltung auf die einzelnen Schmierereien aufmerksam gemacht hat, schien es nicht so, als ob die Schmierereien besondere Behandlung erhalten w&#252;rden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aktiv werden&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Am 28. Januar wollen die Nazis wieder marschieren, diesmal in Dortmund. Und auch f&#252;r diese Aktion haben sie sich ein denkw&#252;rdiges Datum ausgesucht. Am 27. Januar j&#228;hrt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 61. Mal. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist es wahrscheinlich, dass die Neonazis trotz des geschichtstr&#228;chtigen Datums letztendlich eine h&#246;chstrichterliche Genehmigung f&#252;r das Verbreiten ihrer menschenverachtenden Spr&#252;che bekommen. Damit wird es wohl auch dieses mal wieder auf die Aktivit&#228;t von antifaschistischen Initiativen und Gruppen ankommen, die jetzt schon angek&#252;ndigt haben, sich gegen den Naziaufmarsch quer zu stellen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Stets zu Diensten</title>
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		<dc:subject>Arbeit</dc:subject>
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		<description>Ohne sie w&#228;re der Wissenschaftsbetrieb an der Ruhr-Universit&#228;t nahezu lahmgelegt, denn sie machen mehr als ein Drittel des wissenschaftlichen Personals aus: Die Rede ist von den knapp 1300 an der RUB besch&#228;ftigten studentischen &quot;Hilfskr&#228;ften&quot;. Die Aufgaben von studentischen MitarbeiterInnen sind vielf&#228;ltig und beschr&#228;nken sich nicht allein aufs Kopieren: Sie veranstalten Seminare und Tutorien, betreuen Praktika, arbeiten in Bibliotheken und Verwaltung, sind in der Datenverarbeitung, in Laboren (...)

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Ohne sie w&#228;re der Wissenschaftsbetrieb an der Ruhr-Universit&#228;t nahezu lahmgelegt, denn sie machen mehr als ein Drittel des wissenschaftlichen Personals aus: Die Rede ist von den knapp 1300 an der RUB besch&#228;ftigten studentischen &quot;Hilfskr&#228;ften&quot;. Die Aufgaben von studentischen MitarbeiterInnen sind vielf&#228;ltig und beschr&#228;nken sich nicht allein aufs Kopieren: Sie veranstalten Seminare und Tutorien, betreuen Praktika, arbeiten in Bibliotheken und Verwaltung, sind in der Datenverarbeitung, in Laboren und Forschungseinrichtungen t&#228;tig. Besonders auf die Lehrt&#228;tigkeiten der Hilfskr&#228;fte kann die Uni angesichts der steigenden Studierendenzahlen und gleichzeitigem Stellenabbau bei ProfessorInnen und Mittelbau nicht verzichten.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;F&#252;r Studierende hat ein Hilfskraft-Job sicherlich Vorteile gegen&#252;ber anderen T&#228;tigkeiten: Man lernt viele Dinge, die f&#252;r das eigene Studium von Nutzen sein k&#246;nnen, arbeitet an der Uni, wo man sowieso schon einen Gro&#223;teil seiner Zeit verbringt und hat gegebenenfalls Vorteile, wenn man auf der Suche nach sp&#228;teren Pr&#252;ferInnen ist, da man diese durch die Hilfskraftt&#228;tigkeit deutlich besser kennt als die Profs, die man lediglich im &#252;berf&#252;llten Hauptseminar einmal in der Woche trifft.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Schattenseiten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch gerade die erhofften Vorteile k&#246;nnen sehr schnell zu Nachteilen werden, wenn man in der Pr&#252;fung von der Gunst des Chefs oder der Chefin abh&#228;ngig ist. In der Praxis muss man Dinge tun, die in keinem anderen Job denkbar w&#228;ren, denn schlie&#223;lich will man es sich mit den Pr&#252;ferInnen nicht verscherzen. Daf&#252;r nimmt man dann auch schon mal Wochenenddienst oder Nachtschichten in Kauf, damit die TagungsteilnehmerInnen ihren Kaffee bekommen oder der Reader p&#252;nktlich zu Seminarbeginn auf dem Tisch liegt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Money for nothing&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Gerade studentische Hilfskr&#228;fte sind schwierigen und vor allem ungesicherten Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen ausgesetzt. Die an der Hochschule t&#228;tigen Studierenden m&#252;ssen von den niedrigsten Geh&#228;ltern leben, die in Hochschuleinrichtungen gezahlt werden. Sie verrichten ihre Arbeit f&#252;r 8 Euro an Universit&#228;ten (und sogar nur f&#252;r ca. 5 Euro 50 an Fachhochschulen). Seit 1993 wurden die L&#246;hne nicht erh&#246;ht. Selbst ein Anstieg um die Inflationsrate hat nicht stattgefunden. Hinzu kommt, dass es keine einheitlichen Regelungen f&#252;r Wochenend- und Nachtarbeit sowie Urlaub gibt. Ebenso wenig wird eine Mindestbesch&#228;ftigungsdauer garantiert. &#220;ber die Besch&#228;ftigungsbedingungen der formal als &quot;Sachmittel&quot; geltenden studentischen Hilfskr&#228;fte entscheiden die Vorgesetzten.
M&#246;glichkeiten, &#252;ber die Arbeitsbedingungen und Verg&#252;tung mitzuentscheiden, haben die Betroffenen nicht. Statt eines Tarifvertrages, auf den sich ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen einigen m&#252;ssen, werden die Richtlinien f&#252;r die Arbeitsverh&#228;ltnisse der Studierenden an den Hochschulen einseitig von der Tarifgemeinschaft deutscher L&#228;nder (TdL), dem Zusammenschluss der Bundesl&#228;nder als Arbeitgeber im &#246;ffentlichen Dienst, diktiert. An den Hochschulen stehen die studentischen Besch&#228;ftigten ihren ArbeitgeberInnen alleine gegen&#252;ber, da es keine anerkannte Interessenvertretung der Hilfskr&#228;fte gibt, die sich f&#252;r ihre Belange einsetzt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Auch &quot;Sachmittel&quot; haben Rechte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Armut der Studierenden wird dabei bewusst ausgenutzt. Fast zwei Drittel der Studierenden sind gezwungen, neben dem Studium zu arbeiten. Durch die schwarz-gelben Studiengeb&#252;hrenpl&#228;ne wird sich diese Situation weiter verschlimmern. SPD und Gr&#252;ne, deren Ziel es vorgeblich war, ungesicherte Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse zu verbessern, haben w&#228;hrend ihrer siebenj&#228;hrigen Amtszeit auf Bundesebene im Sektor der studentischen Hilfskr&#228;fte diesbez&#252;glich keinerlei Initiative ergriffen. Mit der Dienstrechtsreform wurde vers&#228;umt, die Voraussetzungen f&#252;r eine Verbesserung der Situation zu schaffen, und auch von der gro&#223;en Koalition ist diesbez&#252;glich nichts zu erwarten. Allein in Berlin konnte 1981 ein studentischer Tarifvertrag von den Besch&#228;ftigten durchgesetzt und bis heute verteidigt werden. Die Errungenschaft des Berliner Tarifvertrages ist bundesweit einmalig, dennoch auch an anderen Hochschulen dringend n&#246;tig. Die Linke Liste unterst&#252;tzt die bundesweiten Bestrebungen f&#252;r einen studentischen Tarifvertrag und will sich auch in Zukunft f&#252;r eine Verbesserung der studentischen Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse einsetzen. Auch &quot;Sachmittel&quot; haben Rechte!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Weniger kostet wieder mehr</title>
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<category domain="http://www.lili-bochum.de/-Januar-2006-.html">Januar 2006</category>

		<dc:subject>Hochschulpolitik</dc:subject>
		<dc:subject>Wahlen 2006</dc:subject>

		<description>Mitte Dezember hat das NRW-Wissenschaftsministerium seine Sparpl&#228;ne f&#252;r das kommende Jahr verk&#252;ndet. F&#252;r die Studentenwerke im Land gab es eine b&#246;se &#220;berraschung: In Summe sollen 8,2 Millionen Euro an Zuschuss gek&#252;rzt werden. Nachdem bei den Betroffenen zun&#228;chst ungl&#228;ubiges Staunen &#252;ber den K&#252;rzungs-Coup vorgeherrscht hat, werden die Konsequenzen langsam klar: 820.000 Euro m&#252;ssen allein beim AKAF&#214; im kommenden Jahr eingespart oder durch h&#246;here Einnahmen kompensiert werden. Damit sollte inzwischen auch (...)

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Mitte Dezember hat das NRW-Wissenschaftsministerium seine Sparpl&#228;ne f&#252;r das kommende Jahr verk&#252;ndet. F&#252;r die Studentenwerke im Land gab es eine b&#246;se &#220;berraschung: In Summe sollen 8,2 Millionen Euro an Zuschuss gek&#252;rzt werden. Nachdem bei den Betroffenen zun&#228;chst ungl&#228;ubiges Staunen &#252;ber den K&#252;rzungs-Coup vorgeherrscht hat, werden die Konsequenzen langsam klar: 820.000 Euro m&#252;ssen allein beim AKAF&#214; im kommenden Jahr eingespart oder durch h&#246;here Einnahmen kompensiert werden. Damit sollte inzwischen auch f&#252;r die Letzten klar sein: Wenn es nach schwarz-gelb geht, dann wird sich das Studium nicht nur um 1000 Euro Studiengeb&#252;hren pro Jahr, sondern auch an allen anderen Ecken und Enden verteuern.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;K&#252;rzungsgeschichte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Bereits im Jahr 2003 versuchte die damalige rot-gr&#252;ne Landesregierung, die Zusch&#252;sse bei den Studentenwerken drastisch zu reduzieren und sich mittelfristig ganz aus der F&#246;rderung zur&#252;ckzuziehen. Damals konnten jedoch massive Proteste der Studierendenschaften die Pl&#228;ne der Regierung verhindern: Gemeinsam mit dem damals parteiunabh&#228;ngigen AStA organisierte das AKAF&#214; die &#246;ffentlichkeitswirksame Kampagne &quot;Weniger kostet mehr&quot;, die einigen vielleicht noch durch den in der Mensa servierten &quot;Einheitsbrei&quot; in Erinnerung ist. Nach den gewonnen Landtagswahlen hat uns nun die neue Landesregierung den noch vor knapp drei Jahren verhinderten sozialen Kahlschlag beschert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im Land&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Einige Studentenwerke haben bereits reagiert und die Sozialbeitr&#228;ge entsprechend den erwarteten K&#252;rzungen angehoben. In Bonn steigt der Sozialbeitrag ab kommendem Winter um 7, in Dortmund und Essen bereits schon ab dem Sommersemester um 8 bzw. 9 Euro. Andere Studentenwerke planen Erh&#246;hungen von bis zu 12 Euro pro Semester. Neben den Sozialbeitragserh&#246;hungen kommt an vielen Standorten eine Erh&#246;hung der Wohnheim-Miete und der Mensapreise auf die Studierenden zu. Auch &#252;ber die Schlie&#223;ung von Einrichtungen wird laut und offen diskutiert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;In Bochum&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auch das AKAF&#214; will Sozialbeitragserh&#246;hungen nicht ausschlie&#223;en: &quot;Wir m&#252;ssen alle M&#246;glichkeiten &#252;berpr&#252;fen, wie wir mit den K&#252;rzungen umgehen&quot;, sagt der Verwaltungsratsvorsitzende Ren&#233; Voss. Der Sozialbeitrag in Bochum liegt allerdings schon an der Landesspitze. Sollten die schwarz-gelben Kahlschlag-Pl&#228;ne nicht verhindert werden, stehen auch die studentischen VertreterInnen im AKAF&#214; vor der Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder werden insbesondere Studierende mit geringem Einkommen besonders hart belastet, indem die Preise f&#252;r Essen und Wohnung steigen, oder das AKAF&#214; verteuert die Sozialbeitr&#228;ge. Nach den K&#252;rzungen der Landesregierung m&#252;sste man dann - wie man bei den Wohnnebenkosten von der &quot;zweiten Miete&quot; spricht - beim erh&#246;hten Sozialbeitrag von den &quot;zweiten Studiengeb&#252;ren&quot; sprechen. Aus AKAF&#214;-Kreisen ist indes zu h&#246;ren: Das Studierendenwerk in Bochum wird nach mehreren erfolgreichen Jahren in diesem Jahr durch die K&#252;rzungen erstmals wieder tiefrote Zahlen schreiben, selbst wenn Leistungen gek&#252;rzt und die Beitrage erh&#246;ht werden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Quo vadis: KiTa?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Neben den K&#252;rzungen im allgemeinen Zuschuss stehen den Studierendenwerken weitere Einnahmeausf&#228;lle ins Haus. Das AKAF&#214; betreibt eine Kindertagesst&#228;tte mit 99 Pl&#228;tzen. Die Kosten werden zu 93 Prozent durch die Kommune getragen. Die verbleibenden 7 Prozent schie&#223;t die Stadt Bochum bislang als freiwillige Beihilfe hinzu. Diesen landesweiten Zuschuss in H&#246;he von 116 Millionen Euro wird es aber nach den Einsparungen bei den Kindertagesst&#228;tten wohl nicht mehr geben, so dass dem Studentenwerk noch einmal Mehrkosten von &#252;ber 100.000 Euro entstehen k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Genug ist genug!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ob die geplante K&#252;rzung um 20 Prozent nur ein Anfang sein soll, l&#228;sst die Landesregierung offen. F&#252;r die Linke Liste ist klar, dass Sachzw&#228;nge nicht zu sozialem Kahlschlag f&#252;hren d&#252;rfen. Deshab m&#252;ssen die Studierendenvertretungen noch alles daran setzen, die K&#252;rzungen zu verhindern. Unabh&#228;ngig davon, ob die Bem&#252;hungen von Erfolg gekr&#246;nt sein werden: Die NRW-ASten d&#252;rfen nicht schweigen, wenn R&#252;ttgers und Konsorten an dem Ast s&#228;gen, auf denen der Studienerfolg von Studierenden mit geringerem Einkommen beruht.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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